Durch die Zeit

Tag: Fete

Mir fällt gerade keiner ein

Geburtstagsfeier bei I. Um das mal in gewisser Weise zu verdeutlichen: Es ist ihr 66ster. D.h., die einzige Droge, die noch die Runde machte war Alkohol (und vielleicht zu späterer Stunde Herztabletten und ggf. Viagra). Ich kenne etwa 60 Prozent der Leute vom Sehen (auch aus anderen Kontexten, weil wir da einem Freundeskreis etwas assoziiert worden sind) – schon seit Jahren. Aber wie ihnen geht es mir genauso: Namen sind enorm schwierig.

Dennoch heute: Vier Frauen kommen freudestrahlend auf mich zu, begrüßen mich mit Umarmung und Küsschen (hat es bei allen vieren bis dato noch nie gegeben), auch die dazugehörigen Männer geben nicht nur die Hand sondern gleich ihre Brust zur Begrüßung frei. Und ich komme über den Abend mit allen mehr oder weniger ins Gespräch – und kann feststellen, dass sie Informationen über mich haben, die ich ihnen sicherlich nicht gegeben habe.

Aber irgendwann findet man mich wieder in der Küche beim Geschirr spülen, Abfall wegräumen, ‚Büffet‘ richten, Wein nachschenken, der Gasteberin bei dem ein oder anderen zur Hand gehen. (Vielleicht sollte ich das mal als Gewerbe anmelden.) Keine Ahnung, warum ich schon wieder so fremdel und mich überall rausziehe.

Ich finde mich da auch danach immer so ein bisschen unfair gegenüber den anderen, die Kontakt signalisieren, ich den auch annehme aber nur gerade so, wie es ‚ausreichend‘ ist, um sich dann ab zu machen. Zu befürchten hätte ich von denen echt nix, da alles eher aufgeschlossene Menschen und eher aus dem ‚reflektierten Bereich‘, will heißen, Psychologen, Psychotherapeuten, Psychoanalytiker und Ärzte. Und es wird definitiv NICHT die Professionen bei den Feten ausgeübt.

Ach, ich weiß gerade auch nicht. Irgendwie war’s schön, irgendwie hätte ich schon gerne mehr mit der ein oder dem anderen gesprochen – aber dann verkrieche ich mich doch in die Küche.

 

12

Ich werde noch Liebeling aller Fetenausrichter. Für Freund P. den Freitag hingegeben,  um einzukaufen, Wohnung umzurüsten, schnell noch drei Kuchen zu backen … und eben all das tun, wenn am nächsten Tag ab 15 Uhr 60-70 Leute kommen wollen.

Und mir war klar, dass es da ohne meine Mithilfe nicht gehen würde – was mir auch ganz recht war, denn ich bin nicht so ein Feten-Fredy und fremdel derzeit auch enorm.

Kurz und gut, die ersten kamen um 14:30, was für mich dann hieß mit der ersten Kanne Kaffee das Geschehen zu betreten, der letzte ging so gegen 2, was für mich und P. bis 2:30 hieß, noch schnell die letzten Gläser zu waschen und die Reste vom Büffet in die Kühle zu bringen. 12 Stunden am Stück quasi den Dobby gemacht – mehrfach gefragt worden, ob ich eine externe fremde Kraft wäre – aber immerhin P. es ermöglicht, sein Fest zu genießen. (Das Gleiche war ja Anfang des Jahres, als ich mich auch in die Organisations stürtze, einerseits weil ich mit den Lehrern nicht reden wollte und andereseits, weil ich es nicht mit an sehen kann, wenn mies Organisiertes die Fete zu beeinträchtigen droht, weil, bspw. keine Gabel mehr da sind oder kein Idiot Bier nachlegt. Wobei, diese Fete hatte ja dann noch ein ganz besonderes Nachspiel.)

Heißt: Ladet mich ein! Zeigt mir wo alles steht! Und stellt mir ne gute Flasche Weißwein in den Kühlschrank!

N., der mich lange Zeit überhaupt nicht erkannte, fiel mir zum Abschied um den Arm, wie er es noch nie gemacht hatte, P.’s Mutter knutscht mich jetzt auch ganz gerne und wenn wir noch geblieben wäre, hätte M. uns „ein bißchen was für einen Italiener“ dagelassen.

Spannend in erster Linie aber, das R. sehr konkret und nachhaltig Kontakt zu mir suchte. Wir waren mal sehr eng befreundet, was dann aber vor ca. 20 Jahren mit einem lauten Knall auseinander ging. Erst vor drei Jahren habe ich dann wieder Kontakt aufgenommen als ich über P. erfuhr, dass er Krebs hatte. Wir hatten uns zwar vor drei Monaten nach Jahren wieder gesehen, aber außer einem „Hallo“ war da kaum etwas gewesen. So wunderte ich mich schon, als er sich sehr persönlich für die damalige ‚Seelsorge‘ bedankte. Das Eis ist jetzt jedenfalls gebrochen – aber das ‚Herrische‘ an ihm, ist noch ausgeprägter als früher.

Die Mieterhöhung

Montag flatterte sie ins Haus (dank Poststreik kommt die Post jetzt immer schon um 10 statt um 12). Wir wohnen jetzt schon an die elf Jahre in dem Haus und bis dahin hat es noch nie eine Erhöhung gegeben. Also war die Tatsache an sich nicht verwunderlich. Die Höhe der Erhöhung um so mehr, die Vergleichswohnungen ein ausgesuchter Witz.

Und die Folgen?

Heute trafen sich das Hausbewohner im Garten – und ich muss zugeben, dass ich doch arg verwundert war, wer hier alles wohnt, die Hälfte kannte ich nicht einmal vom sehen, aber ich bin in den Dingen auch echt menschenscheu – das gemeinsame Vorgehen wurde besprochen (im weitesten Sinne nix erstmal, aber alle schreiben mal die Mängel auf, die es tatsächlich gibt) und, ganz wichtig, ne Haus-Fete. Jetzt am Samstag, ab 18 Uhr.

Ach übrigens: Alle (!) waren heute Abend da, alle (!) freuen sich auf Samstag.

Der Mensch ist schon ein eigenartiges Wesen.

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