Durch die Zeit

Tag: Fleischbrühe

Humpel-Wochenende

Das Humpel-Wochenende hat mir eigentlich ganz gut getan. Da einige Aktionen einfach ausfallen mussten und ich immer sehr, sehr früh wach geworden bin, hatte ich endlich mal ausreichend zum Lesen.

Gestern gabs Maultaschen aus der Heimatstadt mit selbstgemachter Fleischbrühe, heute haben wir einen Eriträer probiert (das nächste mal nehme ich doch lieber Reis) … zwar nicht aufwändig, aber geade die Maultaschen was für die Seele.

Nach Ewigkeiten mal wieder mit E. gechtattet. Das muss es wieder öfters geben.

Wäre ich nicht fußlahm gewesen, wäre ich mit Sicherheit Stund‘ um Stund‘ durch den Wald gestapft, da die Einzeltherapiesitzung am Donnerstag eine mittelgroße Lawine in mir ausgelöst hat. Der Therapeut und ich haben das Bisherige aus der GT zusammengefasst und er hat mich dann auf ein paar Parallelen aus anderen Zeiten aufmerksam gemacht – das hat ganz schön eingeschlagen, denn ein paar losen Enden haben sich zu einem Geflecht verknüpft, was dann wieder Anderes ‚erklärte‘ oder in Bezug setzte, mit dem ich plötzlich auch was anfangen kann. Das war ganz schön hart, denn … keine Ahnung, das bekomme ich jetzt nicht in wenige Worte gefasst.

Der Kopf / Die Psyche hat jedenfalls das ganze Wochenende wie wild gearbeitet, ich war immer extrem früh voller Gedanken wach, die zwar echt gut und hilfreich waren, aber nicht für ein schönes Aufwachen sorgten. Einerseits geht das beständige weiter, andererseits ist Druck / sind Drücke weniger bzw. weg.

Kompliziert das jetzt wirklich zu beschreiben, denn einerseits ist es sau anstrengend und traurig und voller Wut und andererseits ist da auch eine Art Gelassenheit … Im Kopf dazu in Dauerschleife: „Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran!“

Fleischbrühe

Heute mal wieder gekocht. Richtig viel. Ich glaub‘, ich geb‘ dennoch nix ab.

Richtig viel

Richtig viel Fleischbrühe gekocht. Und als Belohnung statt Nachmittagskaffee gleich ein Becher davon einverleibt. Das tat vielleicht gut!

Luxus

Gestern gab es Pfannekuchen mit Pilzen. Wegen unserer neuen Freundin, mit der ich mich noch anfreunden muss, wurden es ein paar mehr.

Heute die Tiefkühle geöffnet, selbstgemachte Fleischbrühe raus und aufgetaut, dann verfeinert, Pfannekuchen in feinste Streifen geschnitten – fertig war die Flädlesuppe.

 

Mit etwas Mühe

Hat mich dann doch länger am Schreibtisch gehalten, als ich dachte. B, der vor ein paar Wochen hier war, wollte unbedingt das Rezept für „Gaisburger Marsch“ haben, was es abends gegeben hatte. Aber wie erklärt man mit Worten, wann ein Spätzleteig richtig ist? Und ich habe noch nie das Gemüse abgewogen, was bei uns die Fleischbrühe kommt, selbst das Fleisch kaufe ich immer per Augenmaß. Und die Abfolge der einzelnen Arbeitsschritte sind mir ja geläufig, auch, was man parallel machen kann, aber wie beschreibt man das gut?

Er wird berichten und dann werde ich hier berichten und dann werden wir ja gesehen haben, was aus meinen Aufschreibkünsten geworden ist.

Projekt/hindernis

Manchmal überlege ich nahezu ernsthaft, mit einem Buch zu beginnen, dass diesen ganzen Wahnsinn der Nahrungsmittelindustrie, der Nahrungsmittelpreise und der Umgang damit beinhaltet. Ich bekomme regelmäßig die Krätze, wenn ich sehe, was sich Leute in den Mund und in den Körper schieben und behaupten, es sei nicht nur gesund sondern gut. Und ich bekomme Pickel, wenn die leichenblasse Leute in ökologisch mehr als fragwürdigen SUV’s vor den Bioladen vorfahren sehe, die dann im Laden nach „veganen Schnitzeln“ zu fragen.

Und da bläst die SZ heute natürlich genau in mein Horn:

Der Deutsche lässt sich seine Küche so viel kosten wie keiner sonst in Europa (im Schnitt 6200 Euro). Darin verkocht er ein Olivenöl, das billiger ist als das Öl für den Motor seines Autos. Bei Stiftung Warentest liest er dann, wie mies das Öl gepanscht war, um sich nun am Stammtisch über Lebensmittelskandale zu ereifern. Reiches Deutschland, Arme-Leute-Essen.

Und während ich das lese, klopfe ich mir auf die Schulter. Unsere Küche hat mit den beiden Geräten (Herd, Kühlschrank) vielleicht 1.200 Euro gekostet (und außer einem Zauberstab gibt es kein weiteres elektrisches Küchengerät), das derzeitge Olivenöl haben wir aus Griechenland mitgeschleppt, gestern stand ich lange in der Küche, um eine Fleischbrühe zu machen, einen Linseneintopf und – ich lob mich ja echt selten, aber heute muss das sein – ein echt klasse Rindergulasch für heute (mit Knöpfle!).

Und dann schneide ich noch schnell eine Zwiebel für den Rindfleischsalat (den ich immer aus dem Suppenfleisch mache – denn ich will so wenig wie möglich wegwerfen) und komme ins Grübeln. Ich, der ich freitags auf den Markt in den Kaufrausch verfalle und bei Gemüsestand gerne mal 30 Euro liegen lasse und überhaupt in Sachen Nahrung im Ruf der Heiligkeit stehe, bekomme feuchte Augen, wenn ich im Supermarkt den 5-kg-Sack Zwiebeln für 1,79 Euro entdecke – und ihn ohne Wenn und Aber nach Hause schleppe. D.h., die Zwiebel für den Salat hat uns 3 Cent (!) gekostet.

Könnte der Grund sein, warum ich das Buch nie ernsthaft angehe.

Fremdkochen 2

Hatte ein weiteres Mal die Gelegenheit kochen zu dürfen, ohne mitessen zu müssen.

Das ‚Menü‘:

  • Überbackene Champignons
  • Salate mit Ei-Dressing und einer Fischterrine (roher Lachs, geräucherter Lachs, Schrimps, Gemüse) (am Vortrag vorbereitet)
  • Fleischbrühe mit Kräuterflädle
  • Roulade klassisch mit einer Rotweinreduktion, Semmelknödel und einfachen Bohnen
  • Abgebackene Griesschnitten mit warmen Pflaumen

Start des Essens 19 Uhr. Ich hatte mich um 15 Uhr abholen lassen und war dann ab 15:30 am arbeiten.

Sagen wir so: Das was alles ganz schön mit der heißen Nadel gestrickt. Will heißen, für die ganzen Schi-Schis, die ich mir überlegt hatte, war überhaupt keine Zeit mehr. Auf der Rückfahrt – die Gastgeberin hat mir ein Taxi aufgedrängt – fiel mir auch ein: Normalerweise koche ich solche Programme ja mit meinem Mann zusammen … Ha, was für eine frühe Erkenntnis.

Aber auch die Erkenntnis: Die Bekochten konnten das Gekochte würdigen. Anscheinend gibt es da bei der älteren Generation noch eine Erinnerung, wie etwas ohne Glutamat oder Maggi schmeckt und bei der Jüngeren, dass dass ohne Glutamat oder Maggi echt interessant ist.

Was ich heute für mich gelernt habe: Ich schätze die Menge – heute waren es 7 Personen – gar nicht soo schlecht ein, mal darf es etwas mehr sein, mal etwas weniger. Klar ist, das kein Metzger mit meinen Angaben etwas anfangen kann und halt das maximale nimmt. Klar ist, dass, wenn man alleine kocht, man einfach mehr Zeit vor der Hand braucht. Klar ist, dass das Schi-Schi vorab vorbereitet sein muss (noch eine Stunde früher) wenn man auch mit der Optik punkten will.

Ich kann da derweil ganz gut mit mir.

Und über das Hörbuch, dass ich derweil gehört habe, blogge ich extra. Erst zu Ende hören, aber ich glaube, dass die letzte halbe Stunde nichts am „so-was-von-geil“ wird ändern können.

Fleisch, frisch

Als mein Mann heute morgen Geld in die Haushaltskasse stopfte meinte er halb ironisch zu mir, dass ich es aber nicht alles gleich auf dem Markt ausgeben sollte. Er war es aber dann, der ganz spontan beim Landmetzger neben den wunderschönen Rouladen noch Hirschlende mitnahm und ich – aus reiner Vernunft dann – den Ochsenschwanz habe liegen lassen. Somit wird das ein außergewöhnlich fleischlastiges Wochende, nur unterbrochen von einem Steinpilzravioli.

Der Topf Fleischbrühe ist schon gekocht, die Rindfleischsalat kann auch schon durchziehen und die Flädle dürfen auch schon auskühlen.

Irgendwas ist ja immer....

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