Durch die Zeit

Tag: flickr

Ich muss es auch nicht verstehen.

An guten Tagen habe ich bei Flickr schon mal 2 bis 3.000 Klicks. Wenn es richtig gut läuft, dann knackt auch schon mal die 10.000-Klick-Marke. Aber warum ich letzte Woche an einem Tag 39.404 Klicks bekommen habe, entzieht sich meiner Kenntnis.

WMDEDGT 10/16

Mach‘ ich mal wieder mit. Frau Brüllen fordert wie jeden Monat auf, den 5. eines Monats zu protokollieren: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

6:23 Bekommen von meinem Mann einen Morgenkuss und döse weiter.
6:45 Wecker klingelt. Und?
6:50 Schon wieder. Gequältes Aufstehen
6:52 Duschen und so
7:06 Setze Teewasser auf und beschließe, mich doch anzuziehen, ist doch etwas kühl schon
7:11 Zeitung holen
7:12 Lektüre und Tee
7:25 Aufbruch zur Arbeit mir Rad
7:45 Ankunft, Tee kochen, Flurzwangsplaudereien absolvieren
7:55 Da ich die Vorgänge für diese Woche wohl schon gestern erledigt habe, beschäftige ich im Zeitlupentempo mir Altvorgängen, und bin dankbar, dass der Kollege mir 10 Fotos zur Berabeitung rüber reicht. Schreibe den Chef eine Mail, dass mir in spätestens 10 Tagen auch die letzte Doof-Arbeit ausgehen wird. Scanne in Zeitlupe Altvorgänge und beschäftige mich dann mit DIN 824 die sich – ernsthaft! – mit dem Falten von Plänen beschäftigt.11:50 Mache Schluss
12:15 Nudelsuppe von gestern aufwärmen, essen, weitere Zeitungslektüre
12:45 Mails checken (keine), Flickr checken (kaum was los), tumblr checken (es gibt wirklich hübsche Schwänze), „Bibliothek der freien Bücher“ checken, da M. mit ihrer Durckbetankung gestern ein einziges Chaos angerichtet hat und ich alle Mühe hatte, es zu bändigen. Nein, sieht gut aus, dennoch ändere ich gleich mal die Ordnerstruktur.
13:20 Kurznickerchen
14:00 Bibellektüre
14:30 Besondere Mails beantworten
15:30 Blogeintrag für heute schreiben.

Daher ab hier nur geplante Zeiten:

16:00 Tee und Lektüre
16:45 Sachen richten wie Brote, Lektüre, Brille, Unterlagen, …
17:00 Mit dem Rad auf die Straßenbahn (weil die Strecke so verdammt steil ist und ich da oben nicht vollkommen verschwitzt ankommen will).
17:30 Vorstandsitzung. Wie immer: Viele, viele doppelte und dreifache Worte. Aber sonst wäre man ja auch schon zu früh fertig. So bis 19:00, denn dann muss der Vorsitzende zum Chor:
19:10 Mache es mir in der Küchen bequem, Tee, Brote, Lektüre
20:00 Dienstbeginn, davor kurzer Ablöseplausch
23:00 Wohl kein Ablöseplausch, da niemand die Nachtschicht übernimmt
23:11 Nach rasanter Fahrt mit dem Rad wieder zu Hause
23:15 Mit Wein vor dem Fernseher. Mein Unter- bzw. Unbewußtes wird wieder eine gute Stunde brauchen, um den Dienst zu verdauen. Danach: Bett.

WMDEDGT 09/16

Mach‘ ich mal mit. Frau Brüllen fordert wie jeden Monat auf, den 5. eines Monats zu protokollieren: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

6:20 – M. gibt mir einen Guten-Morgen-Kuss. Ich döse weiter.
6:45 – Erstes Klingeln.
6:51 – Zweites Klingeln, aufstehen, Bad, Hemd anziehen.
7:08 – Brote machen. Während das Teewasser kocht, Kurzssprint zum Briefkasten, Zeitung holen, danach Tee und Lektüre.
7:21 – Klamotten anziehen, Sachen packen, Wohnung abschließen.
7:23 – Rad aufschließen (frisch aus der Reperatur) und die knapp vier Kilometer in Angriff genommen.
7:41 – Ankunft.
7:43 – Öffen Büro, Rechner hochfahren, Kanne Tee kochen.
7:50 – Mailprogramm öffnen: Keine Mails! D.h.: Wie fülle ich die Langeweile bis 12 Uhr aus. Daher scanne ich 15 Alt-Vorgänge und lege sie in der Datenstruktur ab, lese im Internet Zeitung, esse meine Brote, verändere weitere 200 Dateititel von „in ARCHIVnummer“ in „Archiv-Nr“ per STRG+V, schaue aus dem Fenster, kratze mich am Sack, spreche drei Sätze mit dem Abteilungsleiter, der ein eigenes Telefon verspricht, schaue aus dem Fenster, schaue auf die Uhr, … .
12:08 – Aufbruch nach Hause.
12:30 – Ankunft zu Hause. Klamotten aus, T-Shirt an. Anschließend Geschirr spülen und gleichzeitig eine Portion Bratkartoffeln machen.
12:55 – Bratkartoffeln nebst erneuter Zeitungslektüre.
14:00 – Hochfaren des Rechners, Mails checken (auch keine), Blog checken (zwei Klicks, nicht mehr), Flickr checken (Stillstand), Tumblr checken (gefühlt 200 neue Bilder von denen ich gefühlt 180 schon gesehen habe).
14:15 – Mittagsschlaf mit Autoerotik.
15:00 – Die nächste Tasse Tee wird gekocht. Anschließend Bibel-Lektüre (Blog-Projekt dazu HIER).
15:25 – Klamotten anziehen, Bernhard-Bücher schnappen, Kopien machen gehen.
15:50 – Festlegen, wer welche Stelle liest, nur kurz von M. unterbrochen.
18:10 – Während M. Brot backt, döppe ich die Bohnen, koche sie, mache Spätzleteig, presse den, lass eine große Portion Butter flüssig werden, trinke derweil einen Amaro, ne, zwei.
18:45 – Festliches Abendessen.
19:15 – Ich falle ins Fresskoma vor dem Fernsehen, bekomme aber inhaltich eigentlich nichts mit.
20:15 – Rufe P. an, um mit ihr einen Biertermin auszumachen.
20:28 – C. steht vor der Tür, etwas Geplaudere, dann erste Leseprobe.
22:40 – C. macht sich wieder auf den Heimweg, ich schimmel noch etwas vor dem Fernseher.
23:25 – Überraschend früh suche ich da Bett auf.

 

Nach der Badewanne – ein Credo

U. hatte sich heute wegen ausgefallener Chats ‚beschwert‘ und man merkte der letzten Mail deutlich an, dass sie etwas sauer auf mich war, da ich auch heute Abend nicht zu ihren Zeit ‚on‘ war. Aber der Geburtstag meines Mannes geht da vor.

Zuerst habe ich nur kurz und knapp und rational geantwortet und alles vermieden, um es zu keiner Konfrontation kommen zu lassen. Aber in der Badewanne, genauer beim Abtrocknen, entstand im Kopf folgende Mail, die ich so auch abgeschickt habe. (Eine unerhebliche Streichung, mit (…) kenntlich gemacht, war vorzunehmen.)

Ich find’s schade, dass wir den Montag-Termin nicht mehr haben können, aber da haben sich die Leben eben verändert.
Ich kann aber – vielmehr: Ich will aber andererseits nicht jeden freien Abend am Rechner sitzen und warten, ob Du Zeit hast und derweil meine Lebenszeit damit zu vertun. Mir wird nämlich immer mehr bewußt, wie verdammt endlich das hier alles ist.
Ich hatte schon mal geschrieben, dass wir uns einfach besser verabreden müssen, wann jede/r Zeit und Raum hat.
Denn wenn ich bspw. kurz nach 20 Uhr von einem (…) komme, bin ich zwar da, gucke auch in meine Mails, auf meine Blogs, gucke bei flickr, fc und tubmlr vorbei, bin aber noch lange nicht genug ‚da‘, um zu reden / chatten. Und wenn da dann eine Anfrage von Dir ist, muss ich sie irgendwie ignorieren / ablehnen, denn ich bin einfach noch zu sehr in den anderen verhaftet.
Ich versuche zudem ganz bewusst viel weniger hinter diesem Rechner zu sitzen (wie du ggf. auf das Fernsehen verzichtest) – so dass ich viele Nachrichten erst Stunden später lese – um mich mehr dem zu widmen, was mir nicht die Zeit stiehlt (wie bspw. tumblr, nackte Männer gucken, langweilige Nachrichten lesen, langweilige Blogs verflogen, sinnlos Sinnlose suchen …) sondern wieder mehr zu lesen (und dazu Anmerkungen zu schreiben, zu reflektieren, meine privaten Buchkritiken ’sauber‘ zu verfassen), mehr Musik aufmerksam und konzentriert zu hören, mir Wissen aneignen, konkreten Fragen nachzugehen und auch die Scheu vor dem Telefon wieder zu verlieren.
Ich möchte insgesamt (mit allen) wieder zu mehr Verbindlichkeit kommen und nicht auf dieses „schauen wir mal“ zu vertrauen, was nach meiner Erfahrung nach immer mehr in allgemeine Beliebigkeit abdriftet.
Ich möchte einfach wieder mehr definierte Mitmensch-Zeiten und Ich-Zeiten haben, ich möchte einfach nicht mehr zu jeder Zeit alles machen / können / leisten / hören müssen.
Das hat was mit Achtung und Respekt vor den anderen und vor mir zu tun. Ich bin einfach nicht gut, wenn ich nur mit einem halben Ohr jemanden zu höre, nur mit einem halben Hirn argumentiere, nur mit einer halben Leidenschaft leidenschaftlich bin, nur mit einem halben Herz dabei bin, …
Das alles schließt Zufälle / Spontanität nicht aus – macht aber Zufälle und Spontanität nicht zum beherrschenden Prinzip.

 

Selbstläufer

flickr entwickelt sich langsam zum Selbstläufer. Auf meine erste Millionen habe ich drei Jahre lang warten müssen. Die nächsten 500.000 Klicks habe ich jetzt in einem einzigen Jahr gesammelt.

Ich versteh das wirklich nicht. Nackte Männer gehen – wie überall – extrem gut, wenn auch immer total verschämt. Aber das eher unscheinbare Bild mit Dildo und Kondom entwickelt sich ebenso zum Renner, wie das ein oder andere in meinen Augen nichtssagende Instagram-Foto (was mir wiederum seit Monaten auch nicht nur einen einzigen neuen Instagram-Follower beschert).

Und dann lade ich in meinen Augen Hammer-Bilder hoch und nach Wochen habe ich vielleicht 100 müde Klicks. Und dann mache ich mal ein Foto für den Massengeschmack und es wird gemieden wie der Teufel das Weihwasser oder schießt durch alle Rekorde …

Immerhin: das sich-wundern habe ich nicht verlernt – und ein gutes Foto in meinen Augen braucht keine Bestätigung durch Klicks (auch wenn ich es verdammt gerne kapieren würde, wie …)

Immer mal wieder

Seit gestern ‚kränkel‘ ich so rum. So ein bisschen Halsweh – was P. am Telefon dazu verleitet zu fragen, seit wann ich denn diese männliche Stimme hätte -, so ein bisschen schlapp, so ein bisschen appetitlos – aber eben alles nur ein ‚bisschen‘ was einfach nicht reicht, um zu beschließen: ich bin krank, ich leg‘ mich ins Bett und lass mich bedienen.

Daher dumpf vor dem Rechner gesessen, durch flickr, instagram und tumblr gescrollt und immer mal wieder so ein kurzes Aufzucken: Bin ich das, der seinen Ständer in die Kamera hält? Heute war kein Treffer dabei, obgleich ja einige geraubte Akt-Bilder von mir fröhlich durchs Netz wandern.

Und es scheint, dass es zwei, drei Menschen auf der Erde gibt, die mir in allen Dingen aber so was von ähnlich sind, dass selbst ich zweimal genau hinschauen muss.

Vielleicht sollte ich betonen: Ich habe kein Fieber!

Verpasst

Meine erste Millionen verpasst. Bei Flickr: 1.009.862 Klicks seit Januar 2011. Wie viele das jetzt im Monat / Jahr / im Durchschnitt sind überlasse ich ausnahmsweise mal anderen.

Hä?

Ich muss es ja einfach nicht verstehen, ich brauche es auch einfach nicht zu verstehen, ich darf es wohl auch nicht einfach verstehen und ich soll es wohl auch nicht einfach verstehen. Nach Monaten der Inaktivität lade ich drei langweilige Akte (d.h. s/w, mehr Dunkel als Helligkeit und garantiert kein Licht auf die primären Geschelchtsorgane – und selbst wenn das ‚eine‘ zu erahnen wäre – schlaff ist es, schlaff und nochmals schlaff) und drei Herbstbilder (siehe vorigen Eintrag) auf meinem flickr-account hoch – mal so im nebenbei über 4.000 (!!!) Klicks in weniger als 24 Stunden. Und ich dachte damals …

1.000.000

Ich hab‘ ja auch einen flickr-Account, der mir mal richtig wichtig war. Mindestens zwei mal am Tag rein, immer brav Sternchen verteilt und kommentiert mit der Hoffnung, auch mal auf 100 Klicks pro Tag zu kommen. Gelang mir dann auch, nackte Männer ziehen dann doch überraschend viele an.

Seit gut einem Jahr liegt er mehr oder minder brach – Ideen habe ich zwar, aber es fehlt an Modellen und an der Durchführung. Zur Zeit geht da automatisch nur das wenige hoch, was ich auch bei Instagram poste – und dass ist jetzt nicht gerade der Wahnsinn, echt nicht.

Gestern guckte ich halt mal kurz. Tja, grob geschätzt sind es derzeit ca. 500 Klicks pro Tag mit Spitzen von 2.000 Klicks (allein im letzten Monat 3 mal). Wenn das so weitergeht, muss ich echt nicht mehr lange auf die erste Millionen warten.

Besondere Gefahr

Immer wenn ich bei Tumblr nackte Männer beim Kochen sehe – wie gerade eben -, muss ich leicht grinsen, denn in der warmen Jahreszeit setze ich mich auch immer der Gefahr aus, eventuell sehr sensible Körperteile mit heißen Töpfen in Berührung zu bringen. Aber vielleicht bin ich auch da Vorreiter eines neuen Lifesytles oder so?

Interssanterweise laufen solche Bilder nicht nur bei Tumblr richtig gut. Von mir gibt es nackt kochend nur ein paar wenige (weil ich die immer selber machen muss, denn außer mein Mann hat mich noch nie jemand nackt kochen gesehen oder gar sehen wollen), aber als ich die mal bei flickr zeigte, erfreuten sie sich größter Beliebtheit. Weil Männer so selten in der Küche stehen?

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