Durch die Zeit

Tag: Frau S.

Von allergrößter Wichtigkeit

Der Hauptgeschäftsführer bittet den Geschäftsführer in der Kasse (???) nachzufragen, ob Frau S. (Abteilung III) und ich (Abteilung II) ein Paar seien. Die Kasse meint es verneinen zu können, fragt aber vorsichtshalber nochmals bei Frau S. nach, ob sie eine richtig Auskunft gegeben hat oder ob sie die Aussage korrigieren soll.

Sonst gerade nix zu tun?

P.S. Frau S. darf ich ab heute „Schatzi“ nennen.

Durchzug

Tür auf, die Personalchefin betritt mein bescheidenes Reich. Sie schaut sich um, niemand sonst im Raum, es scheint ihr recht zu sein. Sie überreicht mir ein Begrüßungsschreiben der Instution mit Foto (sicher von ihr selbst gemacht) und einer edlen Tafel Schokolade. Ein wenig freundliches Geplänkel, dann von ihr: „Ach, wenn Sie hier [Geste mit der Hand Richtung Schreibtisch Frau S., Geste mit der andern Hand Richtung andere Büros] nicht so genau hinhören oder die Ohren gleich auf Durchzug stellen – dann ist das ganz nett hier.“

Geht doch

Ich habe:

  • einen Rechner
  • eine Mailadresse
  • Zugriff auf das Abteilungslaufwerk
  • Zugriff auf den Abteilungskalender
  • Zugriff auf eine bestimmte Datenbank
  • Zugriff auf ein weiteres System ist beantragt

Und:

  • Fr. S. will mir doch morgen tatsächlich  zeigen, was ich zu tun habe!

Im Minenfeld

Der Abteilungsleiter zieht nach kurzer Begrüßung die Tür zu und flüster eindringlich, dass ich doch den Ball einfach mal flach halten und gute Nerven zeigen sollte.

Der Mensch, nennen wir ihn Herrn Q.,  dem ich zuarbeiten soll, schwört mich erst auf absolute Verschwiegenheit ein, um dann zu berichten, dass mein Personalie von manchen Kollegen nicht gern gesehen wird und ich daher in den nächsten Tagen hin und wieder einen vor den Koffer bekommen werde.

Die Frau, nennen wir Sie Frau S., deren Job ich übernehmen soll, ist stinksauer auf mich und wird mich erst dann einarbeiten, wenn der Abteilungsleiter siedamit beauftragt hat, davor könne sie – leider, leider – gar nichts machen. (Der Abteilungsleiter ist erst Freitag wieder im Haus.)

Aber immerhin: Einen Schreibtisch, einen Schreibtischstuhl und einen Kalender

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