Durch die Zeit

Tag: Herr Q.

*bumm*

Herr Q., der eh schon etwas umfänglicher ist, war kurz vor’m Platzen, als er mitbekam, dass Hr. S. mich sprechen will. In seiner Art nicht ungschickt, wollte er hinterrücks dann schon noch wissen, was ich da will. Aber ich dachte, ich lass das einfach mal mein Geheimnis sein, muss ja nicht jede/r wissen, dass ich im Laufe des kommenden Monats zum Prüfer für die Meisterprüfung im Handwerk (Teil III und IV) ernannt werde. Ach so: Hr. S. ist nicht nur für die Meisterprüfungen zuständig sondern auch Personalrat – das macht die Sache für Hr. Q. eben so schwierig – und da die Kollegen auch nichts wissen …

Betriebsausflug 2

Mit wollte ich eigentlich nicht. Ich fremdel mal wieder – aber so richtig. Aber andererseits, jetzt, wo ich entfristet bin … .

Ich trinke schon auch mal einen Schnaps, auch mal zwei … aber bisher noch nie morgens um 10. Da fing es mit einer „Marille“ an. Und dann gab es eine zweite, eine dritte, eine vierte, eine … boa!!!

Aber gelernt habe ich jedenfalls …
… dass das „Sie“ im Haus dann doch nicht so selten ist, wie ich dachte
… dass es enorm mühsam mit meiner Abteilung ist
… dass weit mehr Leute meinen Namen kennen als ich zu glauben wagte
… dass ich mich da eigentlich richtig wohl fühlen könnte
… dass Herr Q., dem ich ja zuarbeite, mir derzeit etwas arg ‚väterlich‘ daherkommt
… dass ich mir sogar vorstellen könnte, dereinst im „Festausschuss“ mitzuarbeiten
… mir Schnaps tagsüber nicht wirklich bekommt und ich daher alle weitere Reflexionen auf einen anderen Termin verschiebe.

Betriebsausflug 1

Am Vormittag das berüchtigte „Steh-Meeting“. Die Regeln relativ klar. Jede/r darf genau eine Minute zu einem Thema sprechen. Danach nur noch inhaltliche Nachfragen und gut. Wir sind nur sechs Leute, die vielredende Kollegin G. ist nicht dabei, daher dauert das Meeting auch nur 75 Minuten.

Ab späten Vormittag ‚Betriebsausflug’, um die Team-Bildung zu fördern. Am frühen Abend in einer Brauerei. Kollege R. fragt Kollegin A., ab es beim „Steh-Meeting“ etwas besonderes gegeben hätte. Sie verneint. Es sei langweilig und öde wie immer gewesen. Ich wundere mich über diese deutlichen Worte. Dann fällt ihr Blick auf mich, sich stutz, wendet sich zu Kollege R. und sagt. „Oh, da war doch noch was. Der Vertrag von Herrn B. ist entfristet worden“. Zu meiner allergrößten Überraschung wendet sich der sozial extrem auffällige Kollege zur mir, hebt sein Bierglas und spricht: „Glückwunsch“. Darauf hebt auch Kollegin A. das Bierglas und spricht: „Wenn das so ist, dann sollten wir vielleicht auch zum ‚Du’ übergehen.“ Kollege Q., dem ich ja zuarbeite, schaut derweil demonstrativ in die Luft (wobei seine Erleichterung am Vormittag deutlich anzusehen war, denn meine ‚Nachfolge’ hätte eine hausbekannte Kollegin angetreten, von der man weiß, dass sie mehr krank als anwesend ist und mehr Fragen stellen kann als etwas konkret zu tun).

Klimawandel oder was?

S. der ich wie ihrem Mann meinen derzeitigen Job zu verdanken habe, kam gegen Mittag zu mir runter, um mir Ihre Wochenkarte anzubieten (die sie dann doch zu Hause liegen gelassen hatte). Herr. Q., dem ich ja zu arbeitet, wünschte mir ein gutes Heimschwimmen. Der Weg von der Straßenbahnhaltestelle (200 Meter und noch ein paar) haben dann gereicht, bis auf die Haut nass zu werden. Warten hätte sich nit gelohnt. Äh, 1. Juni? Sonne? Nackt auf dem Balkon? War da mal nicht was?

Morgen leiht mir S. dann die nicht vergessenen Wochenkarte für den Rest der Woche.

Weiter Weg zum papierlosen Büro

Die Aufgabe in meinem Job besteht – ohne Scheiß – darin, digitalte Dateien auszudrucken, Papier im Gegenzug zu digitalisieren. Wenn also alles doppelt vorhanden ist, wird das Papier (das pro Vorgang auch schon mal an die 100 Seiten umfassen kann) Hr. Q. vorgelegt. Der macht zu 98% ein Kürzel auf das oberste Blatt. Das wird danach digitalisiert – und alles Papier weggeschmissen.

D.h., ich habe heute an die 70 Seiten farbig (!) bedrucktes Papier aus dem Drucker geholt und eine Stunde später in den Schredder getan.

Tja, im öffentlichen Dienst braucht man wohl so einiges nicht zu hinterfragen.

 

Ich brauche keine Feinde

Gestern erste Abteilungssitzung. Ich gebe meinen Einstand und bringe daher Pizza-Schnecken mit. Die eine Sorte mit Parma-Schinken, die andere vegetarisch. Da ich weiß, dass manche eher süß wollen, also noch die allerorten hochgelobten Schokowürfel.

Der Abteilungsleiter preist an und geht mit gutem Beispiel voran. Herr Q. folgt nach und futtert, als hätte er Tage nichts zu essen bekommen. Alle anderen, elf Stück an der Zahl, ignorien das Angebotene, als sei es Gift.

Im Minenfeld

Der Abteilungsleiter zieht nach kurzer Begrüßung die Tür zu und flüster eindringlich, dass ich doch den Ball einfach mal flach halten und gute Nerven zeigen sollte.

Der Mensch, nennen wir ihn Herrn Q.,  dem ich zuarbeiten soll, schwört mich erst auf absolute Verschwiegenheit ein, um dann zu berichten, dass mein Personalie von manchen Kollegen nicht gern gesehen wird und ich daher in den nächsten Tagen hin und wieder einen vor den Koffer bekommen werde.

Die Frau, nennen wir Sie Frau S., deren Job ich übernehmen soll, ist stinksauer auf mich und wird mich erst dann einarbeiten, wenn der Abteilungsleiter siedamit beauftragt hat, davor könne sie – leider, leider – gar nichts machen. (Der Abteilungsleiter ist erst Freitag wieder im Haus.)

Aber immerhin: Einen Schreibtisch, einen Schreibtischstuhl und einen Kalender

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