Durch die Zeit

Tag: Hörbuch

WMDEDGT 1/17

Mach‘ ich mal wieder mit. Frau Brüllen fragt – wie jeden Monat am 5.: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

6:40 – Wecker tönt und ich folge, trotz schlechtem Schlaf, im Grunde sofort.
6:41 – Im Bad. Im Radio läuft eins der Brandenburgische Konzerte und ich frag mich, wie oft man unfreiwillig bestimmte Musikstücke immer und immer wieder hören muss.
6:50 – Tee und Zeitungslektüre bereits angezogen
7:16 – Mit der Straßenbahn zur Arbeit, auf den Ohren „Mikado“ von Botho Strauß, aber das scheinen Kurzgeschichten zu sein.
7:31 – Auf dem Schreibtisch liegen Vorgänge! Was für eine Überraschung. Wenn ich das gründlich und vor allem meditativ angehe, dann habe ich für mindestens 40 Minuten etwas zu tun. Selten beginnen die Tage hier so gut. Erst mal aber Tee kochen und bis der Kollege kommt, den Krimi fertig lesen. Ich beginne sogar noch mit „Nackter Mann, der brennt“ von Friedrich Ani, bis mir auffällt, der Kollege kommt heute gar nicht.
8:22 – Dann ‚arbeite‘ ich also mal was.
9:01 – Mit was könnte ich mich jetzt beschäftigen? OK, ok, dann gehe ich halt auf Kennzahlensuche
9:58 – Frühstückspause mit Internetletküre.
10:07 – Und weiter.
11:02 – Überraschung! Ein (!) neuer Vorgang. Er wird mich bis zum ‚Arbeits’ende retten.
11:55 – Zurück mit der Straßenbahn durch eine vereiste Stadt. Und ich merke mal wieder, dass ich schon seit Monaten meine Schuhe hätte neu besohlen lassen müssen, denke aber, dass ich in der B-Note doch noch ganz gut abschneide. „Mikado“ lässt sich – obwohl der geniale Ulrich Matthes spricht – nur schwer hören. Für morgen suche ich mir was anderes.
12:22 – Mein sich im Krankenstand befindlicher Mann hat Mittagessen gemacht (Rosenkohl von vorgestern frisch überbacken), dazu die übliche Zeitungslektüre.
12:55 – Nach den vergangen drei katastrophalen Nächen hinsichtlich Schlafqualität gibt es kein Entrinnen mehr vor einem Mittagsschlaf.
14:14 – Erwachen aus dem Mittagskoma
14:27 – Mehrfacher Versuch ins Internet zu kommen, klappt mal wieder nur mäßig und niemand weiß, woran es liegt. Dann unterschiedliche Aktivitäten wie flickr und tumblr Fotos schauen, Mails prüfen, Headlines gucken, …
14:40 – Beginne für die Zeitleiste für Verein Nr. 1 aus zwei verschiedene Quellen verschieden Daten mühseelig und stoisch zu kopieren.
16:29 – Genug Zahlen fürs erste, die Bibel ruft. (Aber nur noch ein Monat und einen Tag. Ich werde „Uff“ sagen!)
16:56 – Zwei Clementinen und Ani-Lektüre.
17:31 – Kitchen-Time! Geschirr abspülen, Abendessen richten, Wäsche zusammenlegen, Aperitif trinken, Radio hören, Fernsehn sehen, schnuddeln, Zeitung wegräumen, Abfälle runterbringen … mal sehen, was es sonst noch so gibt.
18:55 – Abendessen. Gefüllte Paprika, weil alles im Kühlschrank dazu da war und weg musste.
19:35 – Während irgendetwas im Fernsehen läuft überspiele ich fünf dicke Hörbücher auf den kleinen Rechner, denn mein IPOD verlangt demnächst mal wieder nach Futter. Aber erstmal den „Strampelanzug“ anziehen – zum Wohlfühlen.
22:12 – Wir sitzen immer noch vor dem Fernseher, können aber nicht sagen, was gelaufen ist, denn wir unterhalten uns, gucken in die Computer, ich überspiele mit immer weniger Nerven die Hörbücher, denn das MacBook will einfach nicht auf Beschleunigung kommen.
22:49 – Mühseelig heute mit den CDs. Das fünfte Hörbuch muss noch harren, bis es auf die Festplatte darf.
22:58 – Das Schlafbedürfnis ist derzeit extrem hoch – leider will sich der Schlaf nicht wirklich einstellen. Heute brauche ich nicht mehr wie in den letzten Tagen auf der Matratze auf dem Boden im Arbeitszimmer schlafen (Besuch in meinem Bett; mein Mann röchelnd und niesend und schnupfend krank) sondern komme in mein Bett. Nicht ohne ein Glas Rotwein und Ani.

Noch so’n Tick

Hin und wieder, eigentlich öfters, gehe ich, wenn ich auf die Straßenbahn oder auf den Bus muss, sehr, sehr rechtzeitig hin, um, auf der Bank sitzend, dann noch etwas Hörbuch zu hören und auf dem Handy etwas zu spielen.

Die Haltestellenbank als der Ort der Weltabgeschiedenheit.

Fremdkochen 2

Hatte ein weiteres Mal die Gelegenheit kochen zu dürfen, ohne mitessen zu müssen.

Das ‚Menü‘:

  • Überbackene Champignons
  • Salate mit Ei-Dressing und einer Fischterrine (roher Lachs, geräucherter Lachs, Schrimps, Gemüse) (am Vortrag vorbereitet)
  • Fleischbrühe mit Kräuterflädle
  • Roulade klassisch mit einer Rotweinreduktion, Semmelknödel und einfachen Bohnen
  • Abgebackene Griesschnitten mit warmen Pflaumen

Start des Essens 19 Uhr. Ich hatte mich um 15 Uhr abholen lassen und war dann ab 15:30 am arbeiten.

Sagen wir so: Das was alles ganz schön mit der heißen Nadel gestrickt. Will heißen, für die ganzen Schi-Schis, die ich mir überlegt hatte, war überhaupt keine Zeit mehr. Auf der Rückfahrt – die Gastgeberin hat mir ein Taxi aufgedrängt – fiel mir auch ein: Normalerweise koche ich solche Programme ja mit meinem Mann zusammen … Ha, was für eine frühe Erkenntnis.

Aber auch die Erkenntnis: Die Bekochten konnten das Gekochte würdigen. Anscheinend gibt es da bei der älteren Generation noch eine Erinnerung, wie etwas ohne Glutamat oder Maggi schmeckt und bei der Jüngeren, dass dass ohne Glutamat oder Maggi echt interessant ist.

Was ich heute für mich gelernt habe: Ich schätze die Menge – heute waren es 7 Personen – gar nicht soo schlecht ein, mal darf es etwas mehr sein, mal etwas weniger. Klar ist, das kein Metzger mit meinen Angaben etwas anfangen kann und halt das maximale nimmt. Klar ist, dass, wenn man alleine kocht, man einfach mehr Zeit vor der Hand braucht. Klar ist, dass das Schi-Schi vorab vorbereitet sein muss (noch eine Stunde früher) wenn man auch mit der Optik punkten will.

Ich kann da derweil ganz gut mit mir.

Und über das Hörbuch, dass ich derweil gehört habe, blogge ich extra. Erst zu Ende hören, aber ich glaube, dass die letzte halbe Stunde nichts am „so-was-von-geil“ wird ändern können.

Ungelöste Frage (5)

Gestern, im Supermarkt, ich ein Hörbuch auf den Ohren: wusch – nix mehr war zu hören. Gleich mal rumgespielt. Auch der nächste Track geht nicht. Komisch. Ein anderes Hörbuch – funkt auch nicht. Eine Oper, die funkt. *kopfschüttel*

Zu Hause die wildesten Überlegungen angetellt. Auf dem Rechner alles problemlos, aber der Ipod will keine gesprochene Sprache mehr senden, gesungene schon. Technisch kann ich mir das überhaupt nicht erklären, setze den Ipod neu auf. Es bleibt so, wie es ist.

Heute ihn auf eine Dockingstation gesetzt – da funktionierte alles. Ohrstöpsel ausgewechselt – AHA!, da liegt der Fehler. Aber die Technik von einem Paar Ohrstöpsel ist ja nun nicht gerade sehr kompliziert. Und ich schätze, ich und die Welt werden es nie erfahren, warum gerade dieses einfache Ding auf Sprache keine Lust mehr hatte.

Hörbuch-Charts – ein erster Versuch

Meine Hörbücher ist ein Bereich, für die eine eigene Liste noch fehlt. Welche Hörbücher wann mit welcher Länge gehört und so. Und da ich mit der „Recherche“ aufwarten kann, dürfte ich eh das längste Hörbuch schon gehört haben. Es gehört jedenfalls in die Top Ten. Dann natürlich „Tschick“ von Herrndorf, aber nach „Buddenbrocks“ von Thomas Mann, gelesen von Gerd Westphal. Würde Ulrich Matthes „Die Auslöschung“ von Thomas Bernhard lesen – ich glaube, ich würde ihm täglich die Füße küssen, also Matthes, Bernhard ist ja schon tot – was ja ja vielleicht nicht stimmt, glaubt man dem Roman „Die Murau Identität“ von Alexander Schimmelbusch.

Aber da ich mir die Hörbuch-Top-Ten so genau noch gar nicht überlegt habe, kürze ich für heute ab. Sicher gehört jedenfalls „Die sizilianische Oper“ von Andrea Camillieri dazu, gelesen von Frank Arnold. In den letzten Tagen fast zwei mal durchgehört. Die Story ist einfach nur klasse, witzig und geschickt gemacht und Arnold liest wirklich mit einer Leidenschaft, die einfach dem Ganzen gut tut. Das ist einfach Frühlingslektürelust / Frühlingshörbuchlust pur.

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