Durch die Zeit

Tag: Job

Energie, wo bist du?

Ich hab nun wirklich keinen anstrengenden Job, bis auf die Tatsache, dass er quasi sinnlos ist. Und sonstien Stress habe ich nun auch nicht gerade, wenn man mal daovn absieht, täglich da zwei, drei, vier Seiten Bibel zu lesen. Schlafen tue ich so schlecht wie immer, so richtige schlimme Nächte gab es in den letzten Wochen verhältnismäßig wenige.

Und dennoch. Wenn ich um halb eins heim komme, bin ich mit der Bereifung am Ende und muss erst eine Stunde liegen. Irgendwie ist, als wäre zwar der Stecker in der Steckdose, blöderweise halt ist die Sicherung rausgefallen.

Mit den Nerven ist es auch nicht gerade so richtig gut bestellt. Und wenn ich an Weihnachten denke, dann wird das eine eher anstrengendes Wochenende. Immerhin, die Woche danach habe ich frei, E.wird da sein und was Sylvester betrifft – ich glaube ich halte es mir einfach frei, ob ich mit zu E. und M. gehe oder doch lieber mit mit in der Badewanne plansche.

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Grave

Irgendwie ist gerade alles schwer. Irgendwie macht mir meine allgemeine Situation zu schaffen. Mal abgesehen von so ‚Kleinigkeiten‘, dass ich mehrmals auf dem Flughafen Istanbul-Atatürk gewesen bin und gar keine Bilder brauche um mir vorstellen zu können, wo die Bomben hoch sind.

Ich habe die finanziellen Mittel zur Verfügung wie als Student, habe einen ‚Job‘, der über die Bezeichnung ‚einfache Hilfstätigkeiten Büroorganisation‘ nicht hinauskommt (wenn er das überhaupt erst erreicht?), bin die meiste Zeit alleine und wenn es zur Kommunikation kommt, dann ist meine Rolle bei der überwiegenden Mehrheit deutlichst definiert: „Ha, der kann ja richtig gut zuhören – also kann ich reden!“

Es saugt irgendwie alles.

Und einiges, was früher als Ausgleich diente fällt gerade weg. Dieses Jahr war ich noch nicht ein einziges Mal in der Schweinebucht. Lag einerseits klar am Wetter, andererseits … mit den 9 kg mehr sehe ich aus wie … nee, das lass ich dann doch lieber im kleinen Kreis. Und seit dem jetzt wohl drei Jahre währenden Ausgabestopp kommen auch keine Eitelkeiten irgendwie rein …

Wie auch immer. Ich durchdringe es derzeit nicht und fühle es eben nur schwer und anstrengend.

Absurdes stellt Frage

Es hat schon etwas Absurdes an sich. In meinem ‚Job‘ bin ich total unterfordert – das kann jeder Praktikant zwischen 14 und 16 Jahren mit einer Einarbeitungszeit von zwei Tagen – und dennoch gelingt es mir Überstunden zu schrubben. Liegt einerseits daran, dass ich, um nicht vor Langeweile einzugehen, alle alten Vorgänge ab 1977 digitalisiere und es gerne habe, wenn so ein Stapel dann auch abgearbeitet ist, andererseits, dass die aktuellen Vorgänge gerne mal kurz vor 12 kommen, also da, wo ich gehen will.

Langer Rede kurzer Sinn. Heute waren es dann 8 Stunden und 12 Minuten die ich ‚über‘ habe, d.h., Freitag war als Gleittag eh schon ‚gebucht‘ – aber jetzt kann ich mir auch noch gleich ein weiteren raussuchen.

Große Frage: Wie mache ich Überstunden, wenn die Alt-Akten abgearbeitet sind (für die ich wohl max. noch zwei Monate brauche)?

Vorschläge?

Ich bin die ganze Zeit am Überlegen, warum ich mich nicht so richtig freue, der Job mir nicht Steine von der Seele und dem Herzen purzeln lässt. Liegt einererseits wohl daran, dass die Art und Weise gestern richtig demütigend war – „Da muss ich doch mal in Ihrem etwas eigenem Lebenslauf schauen, ob ich da etwas finde, was Sie für den Job denn qualifizieren könnte … ah, da, etwas Berufserfahrung scheint ja vorhanden zu sein.“ – andererseits ist es die Manifesation, dass ich einfach das nehmen musste, was ich bekommen konnte. Und wenn ich mir dann so ansehe, dass trotz Bemühungen mehr nicht drin war …

Schwamm drüber.

Wenn ich nächste Woche einen Termin absage, dann könnte ich noch schnell für fünf Tage wegfahren. Meer fände ich gut? Aber Rom oder Florenz wären auch nicht schlecht. Hat jemand weitere Vorschläge!

Annus horribilis

Also das vor 20 Jahren war für mich eins, ohne jede Frage.

Gerade gesucht, ob es noch Tagebuchaufzeichnungen gibt. Ein paar wenige habe ich gefunden, ca. 50 Seiten. Aber sehr ungleich verteilt. Bin noch am überlegen, ob ich aus ihnen zitieren werde. Habe das mal in einem früheren Blog  gemacht und fand das irre spannend.

Interessanterweise gibt es aus dem Jahr auch eine Menge von Fotos, die ich teilweise zeitlich aber gar nicht zuordnen kann. Hab ich damals wirklich ne Geburtstagsfete gemacht in der neuen Wohnung, obwohl ich mich gerade komplett tragisch von meinem ersten Freund getrennt hatte und hochdepressiv war?

Dass ich in dem Jahr mit meiner Ex noch Sex hatte, wundert mich etwas, dachte es sei früher gewesen. Und mit M., dem geliebte M., hatte ich anfangs des Jahres noch Kontakt. Die Bilder aus dem Sommer gehören aber in ein anderes Jahr, denn den Sommer verbrachte ich im Kern am Sterbebett meines Vaters. Einen Job suchte ich auch. Die Therapie war anfänglich extrem anstrengend und schwierig.

Ein paar Akte gibt es aus der Zeit, so gar ein paar versaute, dachte, damit hätte ich auch später angefangen.

Viel schwarz war in dem Jahr. Viele düstere Gedanken. Viel Angst, viel Trauer, viel Verzweiflung, viel Hoffnungslosigkeit.

Wird irgendwie nix

Nächste Woche habe ich ja ‚Urlaub‘. Will heißen, die Agentur für Arbeit dreht mir keinen Strick daraus, wenn ich die Stadt verlasse. Irgendwie hatte ich ja gehofft, dass das Wetter so richtig gut wird, um dann nach Amrum zu fahren und dort den nackten Arsch der Sonne zu zeigen. Aber in der Zwischenzeit ist klar: Wird nix bei dem Wetter.

Ne richtige Alternative will sich auch nicht finden weil es da dann am Geld mangelt, so dass es nicht mal kurzfristig nach Indien reicht und all die anderen Ideen. Gerade irgendwie frustrierend.

Und man will es ja nicht glauben, aber arbeitslos sein und Job suchen ist echt anstrengend so dass man wirklich ein paar freie Tage verdient hätte (falls sich nicht ein potentieller Arbeitgeber meldet).

Und morgen die Beerdigung. Ich könnte gerade so eine kleine Ausszeit wirklich gut gebrauchen.

 

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