Durch die Zeit

Tag: K.

Gegenläufiges Unterwasser

E. sprach früher von „Oberwasser“ haben, später hieß es dann „einen Lauf haben“. Egal wie man da Kind nennt – beides habe ich gerade nicht.

K. zum Abendessen da – the first time. Nach 2 Stunden 15 Minuten war sie wieder weg. Quasi fluchtartig. Ich nun am Grübeln, was falsch war, was vielleicht nicht passte, was … .

Wie so oft. Die Spirale muss jetzt noch soweit nach unten gehen, bis es mir einfach nur scheiß egal ist, dann werde ich wieder entspannter und sehe die Dinge auch mit einem positiven Auge.

Aber heute ist das so eine Stimmung, dass ich befürchten muss, mir beim wichsen das Handgelenk zu brechen oder sonstigen Unbill zu erleiden.

D I E Erkenntnis

Wenn etwas diese Welt sicher ist, dann: g e s c h w ä t z i g!

Der Vorsitzende von Verein schafft es, die reguläre Vorstandsvorsitzung auf knapp drei Stunden auszudehnen und derweil nur die Hälfte aller Tagesordnungspunkte abzuarbeiten. Liegt daran, dass er meint, zu allem und jedem ein Statement geben zu müssen, auch dann, wenn K. und (! nicht oder!) U. zum dritten Mal das gleiche Argument wiederholen (was ggf. von G. noch bekräftig wird).

Im Lesekreis haben sie auch alle Babelwasser getrunken, und jede Assoziation ist recht, irgendetwas zu erzählen – mit Weiss hat das meist nicht einmal mehr am Rande was zu tun.

in progress

Mich lässt das gestrige Gespräch nicht los. OK, es war schon richtig krass, das ist das eine – das ander ist, dass ich das Gefühl habe, dass ich für ihn als „alter Mann“ eine gewisse Rolle habe / bzw. er sie mir zuschrieb.

Auch wenn K. jetzt wirklich nicht viel jünger ist als ich (wohl fünf oder sechs Jahre, mehr defintiv nicht) kenne ich schon den Wunsch, einen älteren Mann zu haben, mit dem man(n) sich austauschen kann, der so ein bisschen auch Vater ist – aber bloß nicht Vater ist.

Der Wunsch nach dem „väterlichen Freund“, so wird es meist genannt. Einer, der Erfahrung hat, der Ruhe hat aber eben weiß, was Mann so auszustehen hat, was Mann so beschäftigt, was Mann will, was Mann …

Das ist alles komplett unausgegoren, durcheinandrig, unüberlegt, … aber es lässt mich nicht los.

Wo findet man Gott?

Dante-Lesekreis. Vorletzter Abend. Nächste Woche das letzte Treffen, dann sind wir mit der Comedia durch. Zwei Wochen später noch ein „Himmels-Essen“. Danach lösen wir uns auf.

Weitere zwei Wochen später werden wir in gleicher Besetzung den Peter-Weiss-Lese-Kreis aus der Taufe heben und uns an „Die Ästhetik des Widerstandes“ machen.

Mit den (vor)letzten Kräften heute die Gesänge 27-30. Das „Paradies“ spricht keinen von uns wirklich an. Wie so oft fallen Kleinigkeiten auf. Wie ist das eigentlich, wird ‚Gott‘ denn oft als ‚Gott‘ bezeichnet? Gefühlt eher nein, da viele Umschreibungen wie ‚Allmächtiger‘,  ‚Bewegender‘ usw. usf. K. und ich haben ja die neue kommentierte Ausgabe von Köhler mit Register.

Gott findet man nicht im Personenregister.

Gott findet man im Sach- und Begriffsregister!

 

Hey!

Gestern rief K. an. Das erste Mal das er mich überhaupt anrief. Unser letzter Kontakt ist fast ein Jahr alt. K. ist für mich in vielen Dingen ein Faszinosum – und ein so geiler Fotograf. Damit meine ich: Er ist an sich wirklich geil und er macht aber vorallem extrem geile Fotos. Anders gesagt: Er kann es wie kaum jemand! (Nehme ich Frau und Herr K. mal weg – äh, dann wird es dünn mit Nennungen.)

Und er wollte sich gar nicht mal für ein Bier mit mir verabreden, sondern hat angefragt, ob ich einen bezahlten (!!!) Fotojob übernehmen könne.

Leider bin ich da nicht da. Aber auch wenn ich ganz unten auf seiner Liste stand, die er angerufen hat (es war immerhin das erste Mal) – hey!!!

Der Tipp kam von K.

Das Rätsel ist gelöst!

M. war es!

Sein Mann hat gerade meinen Mann angerufen und u.a. nachgefragt, denn sei M. etwas irritiert, dass ich mich noch nicht gemeldet hätte.

Den hatte ich überhaupt nicht auf meiner Liste. Ich meine, wir sehen uns vielleicht alle zwei Jahre mal, ok, vielleicht jedes Jahr in der Zwischenzeit. Er wohnt am anderen Ende des Bundeslandes, wir telefonieren vielleicht zweimal im Jahr und schreiben drei kleine Mails. Wir hatten unsere Geschichte, jetzt sind wir uns freundschaftlich zugewandt, mögen uns ohne jede Frage, aber der Status, der seit Jahren besteht, der wird von keiner der beiden Seiten geändert. (OK, ich hab‘ ich schon nochmal geflüstert, falles er Lust auf mich hätte, ich hätte jedenfalls auf ihn ohne Frage.)

Ich vermute, dass das Geschenk aus dem Umstand seiner Hochzeit kommt. Denn da habe ich ja nicht nur die Fotos gemacht sondern dann auch eins auf etwas Hausdame gemacht. Und wenn ich das mitbedenke, den Geburtstag dazu, dann wird ein Schuh draus.

Und ich kann‘ es gut annehmen.

Und was eben noch so ein Krönchen ist. M. ist ein echter Schwabe!

Nachtrag

Selten bin ich so ungern losgefahren wie zu dieser Hochzeit. Ob der überaus freundlichen Begrüßung dann genauso überrascht wie über die Tatsache, dass M. bestimmten Wein für mich gekauft hatte und ihn für mich in einem Privatversteck bunkerte.

Den Rest des Nachmittags / des Abends / der Nacht / des Morgens versteckte ich mich weder hinter meiner Kamera oder sorgte mich um das Büffet, räumte Geschirr zusammen, wusch es, … trank ein bisschen von „meinem Wein“ und hörte den anderen zu. Oh Gott, was für selbstgefälliges Geschwätz. Niemand stellte Fragen sondern erzählte / berichtete / toppte … nicht im geringsten Fall meine Party.

Und dann ist mir noch eingefallen, dass ich mit M. ja mal ein heftige Affaire hatte und er sich damals überlegte, sich von K., seinem jetzigen Mann zu trennen um mit mir ‚zusammen zu kommen‘. Er hat sich dann aber dagegen entschieden, da ich ihm zu kompliziert war. Heute wissen wir wohl beide, dass er einfach zu zwanghaft ist.

Im Auto zurück musste ich mir dann auch noch die Ohren zu halten, weil mein Mann und sein Ex meinten, die Welt erklären zu müssen. Demnächst gibt es für die beiden ein Grundkurs in Demokratie.

K. – RIP

Gerade eben von einem meiner besten Freunde eine Blogeintrag gelesen. Der Titel „K. ist tot“. Ich kannte K. auch, nicht wirklich gut, einmal ne Radtour, einmal ne Hochzeit in Istanbul – aber da gab es so einen Männerabend, an dem wir unserer Scheu voreinander haben fallen lassen. Ich glaub schon, dass ich ihm als Schwuler etwas suspekt war – und er war mir etwas suspekt, weil er halt Mann war wie aus dem Bilderbuch. Ab an diesem Abend kamen wir ins Gespräch und da waren auch gemeinsame Themen und die Scheu war weg.

Denke jetzt an die Frau, die beiden Söhne. Wie hart für die.

Und all die anderen Toten ziehen gerade an mir vorbei – einzeln kann ich mich gut an sie erinnern und auch dankbar sein, aber bei so einem Zug ist es eine Demonstration des Verlustes.

K.

Wir waren heute nur deswegen auf dem Bahnhof, weil mein Mann unbedingt noch eine bestimmte Zeitschrift brauchte. Auf dem Weg dorthin versperrte eine Mutter mit dem Kinderwagen mal wieder den Weg und ich wollte schon unhöflich werden irgendwie, als ich mit dem Blick das Gesicht der Mutter streifte. Und da war mir klar: Die kennst Du. Aber woher?

Und schon rief sie unsere Namen, umarmte uns überglücklich, stellte uns ihre Tochter vor (10 Monate). Sie will sich dann bald mal wieder bei mir melden.

Es war K., die ich über meinen ersten Blog kennen gelernt habe. Sachen gibts.

Renovieren macht müde

Als Handlager, wie ich in den letzten drei Tagen erleben durfte, eigne ich mich durchaus. Wenn es nichts für mich zu tun gab, habe ich halte geputzt oder wie verzaubert zugeschaut, wie jemand ausdauernd mit dem Schwingschleifer eine Platte bearbeitet hat. Und Kaffee habe ich auch immer dazwischen ganz brav gekocht. Und – und das war die für mich spannende Erkenntnis – solange ich in der Entscheidung oder im Überlegen nicht eingebunden bin, bin ich die Langmut selbst. Aber werde ich inhaltlich mit ins Boot genommen, dann ist es mit der Geduld doch schnell hinüber und ich tendiere auch recht schnell zu der einfacheren Lösung. Muss ich mal weiter beobachten.

Und mit K. arbeite ich sofort wieder zusammen. Er ist zwar in manchen Dingen ein Macker vor dem Herrn und in manchen Dingen so ein Besserwisser, wie ich es nicht unbedingt mag – aber wenn gearbeitet wird, kann er einfach auch mal die Klappe halten und es muss nicht beständig geredet werden.

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