Durch die Zeit

Tag: Kaffee

Sieben Dinge

Jule hat mich nominiert. Das passiert, wenn man mitliest. Ich musste etwas länger nachdenken, aber christophrox hat mich dann doch auch noch indirekt animiert. Ob die nun ’schockieren‘ werden, wage ich nachhaltig zu bezweifeln.

  1. Eigentlich wollte ich mal Priester, katholischer, werden.
  2. Bis vor zwei, drei Jahren habe ich gerne Leute in die Badewanne eingeladen (ohne jegliche erotischen Absichten).
  3. Bis vor drei Jahren besaß ich mehr Unterhosen, als das Jahr Tage hat.
  4. Wenn ich Kaffee trinke, dann nur, wenn zuerst der Zucker und dann die Milch in die Tasse kommt. Umgekehrt schmeckt es nicht.
  5. Eine Freundin wollte immer mal mit mir einen Porno drehen – und ich habe nie zugesagt.
  6. Zurzeit sammel ich alle Zahlen zwischen 1 und 1000 als Foto.
  7. Ich hab‘ schon mal CDU gewählt.

Fasten 0/2

[Fasten 1/1]

Die letzte Mahlzeit für die nächsten 5, 6 Tage. Reis mit etwas Tomantensoße. Ist ja der sogenannte ‚Entlastungstag‘, den ich aber so ganz vorbildlich nicht durchgeführt habe.

Heute nochmals im Handbuch geblättert, was denn so auf mich zu kommt, was ich darf und was nicht. Jedenfalls werde ich mir morgens meinen Schwarztee gönnen, wenn auch sehr verdünnt. Die Gemüsebrühe ist gekocht und da man auch noch pro Tag einen halben Teelöffel Honig darf …

Spannend ist einfach, als Student hätte ich nicht für fünf Minuten ein Geschiss drum gemacht, sondern einfach beschlossen: Dann ess ich eben nix. Damals ist es oft vorgekommen, dass mir am Ende des Tages auffiel, dass ich gar nichts gegessen hatte. War echt kein Problem, mir reichten – etwas überspitzt formuliert – Zigaretten, Kaffee und Bücher.

Am meisten gespannt bin ich auf meine Stimmung / Laune. Der Mann ist schon vorgewarnt und meine beiden (kleinen) Zimmer präpariert, so dass ich ihm auch aus dem Weg gehen kann. Und da es ja schön zu werden verspricht, kann ich mich ja auch an der D. tummeln und Fotos machen.

[Fasten 0/1]

#334

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T. kommt

Zwar erst Ende Juli – aber immerhin ein Termin ist gefunden. Sein Bruder F. hat ihn schon vorgewarnt, dass das mit dem Kaffee kochen hier ne echte Herausforderung ist. Keine Pads sondern ein Becher und so ein Porzellanding mit Papier was man reinlegen muss und dann Pulver und dann kochendes Wasser und man muss aufpassen dass nicht zu viel oder zu wenig Wasser und überhaut wieviel Pulver …

T. ist auf der einen Seite ein ganz normaler 15-jähriger (Computer, Musik, Bier, keine Lust auf Familie, …), auf der anderen Seite irgendwie ‚feinsinnig‘ und ‚denkend‘. Nichts gegen seinen Bruder, der herrlich über eine bestimmte Automarke schwadronieren kann und mit seinen 17 Jahren in einem Zwischenreich lebt, in dem man halt roten Ohren bekommt, wenn ein hübsches Mädchen einen anspricht. Aber im Gegensatz zu F. stellt T. Fragen. Gute Fragen. Und er kann zuhören. Kritisch zuhören.

Und er isst gerne Nudeln. Ha – wenn das nicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ist?

Vielnamig

Morgen wieder bis Montag auf die Burg. „Reanactment“ nennt man das auf klug, wenn man in historischen Kostümen so tut als ob. Und wir tun als ob es 1300 wäre. Das Gute daran: Keine Tomaten! Nicht so gut: Keine Kartoffeln! Gar nicht gut: Keine moderne Medizin. Aber soo ernst wird es dann nicht genommen, in der „Gesindekammer“ steht auch versteckt immer eine Kanne Kaffee und Milch im Tetrapakt. Aber was die Klamotten betrifft … alles naturgefärbt, alles handgenäht, alles x-mal diskutiert …

Man kann es auch „experimentelle Archäologie“ nennen, wenn man versucht im Lehmofen zu backen etc.

Ich nenn‘ es „chillen im Kostüm“, denn meist hänge ich eh in der Ecke rum und guck nur so doof, oder geh‘ ne Runde Bogen schießen. Jetzt werde ich noch ein Sakrileg begehen und ein Buch mitnehmen, denn den Dante muss ich über das Wochenende lesen, da ich Mo und Di keine Zeit dafür habe (und die Bibel eh).

Und ich verrate es auch niemand. Aber schlafen tue ich nicht auf der Burg. Das letzte Mal ne Panikattacke bekommen, brauche ich nicht. Ich komme im Dorf bei R. unter, der gerade im Urlaub ist, habe also neben einem Bett auch eine Badewanne (wo drei reinpasen) eine kleine Sauna ein kleines Dampfad eine Küche ein Kühlschrank ein Fernseher ein …

Statistik, die nun wirklich echt niemand braucht – aber dennoch!

Am 15. Februar dieses Jahres habe ich 5.760 Tempotaschentücher gekauft, warum und wie und wozu kann man HIER nachlesen.

Und wenn mein Taschenrechner mich nicht betrügt – aber das würde er ja eh nie tun – bedeutet dass, dass mein Mann und ich täglich 23,3 Taschentücher verbrauchen, pro Person also 11,7 am Tag. Das nennt man eben Statistik. In Wahrheit nämlich verbrauchen wir pro Tag 23,3 Taschentücher, mein Mann davon im Durchschnitt 1,3 und ich den ganzen verdammten Rest. Denn wahlweise morgens nach dem Aufstehen oder so gegen 22 Uhr kommt es immer häufiger vor, dass mich eine Niesattacke überkommt, bei der ein Päckchen Tempos mit zehn Stück eh das Mindestmaß ist, was ich dann brauche.

Und die paar Tempos, die ich im Bett für anders brauche fallen da genauso wenig ins Gewicht wie die, die ich brauche, um mal wieder verschütteten Tee oder Kaffee aufzusaugen.

Ich bin übringens davon ausgegangen, dass die Tempos mindestens für ein Jahr reichen.

Nur Mut, oder?

Gestern konnten wir A. mit einem Spargelessen für heute Abend ködern. Er kam und brachte „Heiligen Kaffee“ aus Rom mit. Vor Tagen hatte mich mal angetickert, wo es denn den gäbe – aber ich hab‘ natürlich nicht geschaltet, dass da jemand in Rom sein könnte, den er kennt. (Es war sein Vater.) Um so schöner die Überraschung!

Warum lassen sich die Heten immer so schwer küssen? (Will heißen, ich trau mich nach wie vor nicht wirklich, denen mal einen Schmatz auf die Wange zu geben.)

Regina dei Caffé

Wir haben wieder zwei Kilo frisch aus Rom mitgebracht bekommen.

Wer fährt Oktober / November nach Rom und bringt uns welchen mit? Im Gegenzug gibt es die die Adressen der drei besten Cafes in Rom und ggf. auch eine kleine Einführung, was man in Rom neben den Massenströmen machen sollte.

Spontan

J. und S. kommen nachher vorbei, um sich von mir erzählen zu lassen, was man in Rom denn abseits der üblichen Touristenpfade denn noch so machen könnte / sollte / müsste. Da ich mich in Rom so einigermaßen auskenne … und – das ist der Clou an der ganzen Sache – ich werde die beiden wieder so heiß machen, dass sie auch uns ein Kilo eines bestimmten Kaffeebohnenmischung mitbringen (in diesen Räumen auch „Heiliger Kaffee“ genannt) . Und um den Mitbring-Druck zu erhöhen habe ich spontan beschlossen, schnell noch was Italienisches zu kochen. Nach Durchforstung des Kühlschrankes ergaben sich nur ein paar halbleere, dreiviertelleere, nahezu ganz leere Gläser mit verschiedenem Antipasti, die jetzt dann auf kleine Tellerchen wandern. Kurz in die Luft gekuckt und mich für eine Gemüse-Lasagne mit Gorgonzola entschieden. Ich bekomme dazu einen Prosecco, die anderen werden sich an ihrer Faßbrause festhalten.

P.S. Gilt übrigens für alle hier: Ein Kilo einer bestimmten Kaffeebohnenmischung (erhältlich in einem ganz bestimmten Cafe in der Innenstadt, wo man als Tourit eh vorbeikommt) gegen ein Paar Insider-Tips, u.a. die drei besten Cafes der Stadt.

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An einem 6.

Der Kaffee war mit Abstand der schlechteste Kaffee seit Jahren. Der Kuchen war für einen Backanfänger gerade noch im akzeptablem Bereich. Der Preis für beides in einem renomierten Café am Bodensee eine Frechheit. Aber beides wurde draußen serviert, in der Sonne, bei einem lauen Lüftchen, mit Blick auf den See … da akzeptiert man vieles an einem 6. März.

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