Durch die Zeit

Tag: Kaffee

WMDEDGT 12/18

So gut wie jeden Monat fragt das Fr. Brüllen, was man denn so am Tag macht.

6:29 – Der Wecker klingelt spät und ich bleibe sogar noch eine Minute liegen.
6:31 – In der Küche, Tee aufsetzen.
6:33 – frühmorgendliche Badaktivitäten verschiedener Art
6:40 – Tee aufgießen und anziehen
6:45 – Tee genießen, eine große Kanne Tee kochen, Brote schmieren.
6:55 – Zeitungslektüre
7:19 – Richten für den Tag
7:25 – erwische noch die 1
7:45 – erwische eine frühere 17
8:01 – schon im Bildungszentrum – im Grunde viel zu früh, daher
8:03 – einen schnelle Kaffee mit Schinkenbrötchen
8:22 – Ankunft in Raum S5, Frau W. ist auch schon da. Begrüßung, Unterlagen auspacken, kleine Absprachen, Prüfungsunterlagen scannen
8:30 – Pünktlich stehen die ersten beiden Prüflinge im Raum, wie sie unterschiedlich nicht sein können. Sie wird die Prüfung nicht bestehen (da durch das Schriftliche durchgefallen), er könnte ne gute Note machen. Sie aufgeregt wie ein Gummiball, er die Ruhe selbst. Sie … jedenfalls kommt es so und Frau W. und ich prüfen uns ohne wirkliche Pause einen Wolf ab, bis …
13:15 – … der letzte Prüfling gar nicht kommt und wir unsere Sachen packen können.
13:28 – Wieder die 17 zurück, dann in der Stadt auf der Suche nach Grappagläsern, dazwischen eine schlechtschmeckende Currywurst auf dem schrecklichen Weihnachtsmarkt, da u.a. „Stille Nacht“ mit erheblicher Dezibel-Zahl über den kleinen Platz schreit.
15:45 – Zuhause. Der Paketbote war zwar für meinen Mann da, noch (?) nicht aber für mich. Ahnung, dass das mal wieder ne Hängenummer wird.
15:59 – Viel zu wenig Schlaf in den letzten Tagen und Nächten, ich gönne mir eine Runde.
16:15 – Schwer erhebe ich mich, der Mann ist auch schon da, gemeinsam Tee und Absprachen zu Freitag, Abendessen und Linzertorten, die ich morgen backen werde.
17:00 – Tageslektüre, derzeit die „Metamorphosen“ von Ovid und die „Sagen des klassischen Altertums“ von Schwab – muss ja auch mal sein.
17:55 – Werde jetzt doch noch in die Küche beordert und helfe ohne zu klagen. Dazwischen ein alkfreies Bier und den ein oder anderne Blick in die Glotze.
18:45 – Abendessen (überbackener Blumenkohl) dazu irgendeine strunzdumme Vorabendserie, aber die Akkus sind gerade leer.
19:20 – Mein Mann versucht heldenhaft sein neues Internetradio zu installieren. Aber da muss erst der Checker kommen, also ich – jetzt funktionierts und für den Rest des Abends werde wohl ich mit der Musik sämtlicher griechischer Sender beschallt werden.
20:20 – mein Mann arbeitet sich in die Mediathek ein und findet einen wirklich spannenden Film … der dann doch zu einem großen Entsetzen der Beginn eines Mehrteilers ist. Ich mag ja Serien!
22:00 – Ja, auch ich habe Abgründe … also gucke ich noch in das Finale von „The Taste“ rein – immerhin ist ja einer der Kandidaten noch ein echtes Schnuckel.
geplant: 22:30 – Nachtlektüre und wohliges Einschlafen (wünschen wird man sich ja noch was dürfen!)


Ände/rung einer Ära

Es waren wohl an die 15 Jahre, dass ich morgens runter zum Briefkasten bin, um meine geliebte SZ zu holen. Denn was ist ein morgen ohne Zeitung? Früher gehörten dazu noch ne Tasse Kaffee und zwei Zigaretten – aber Zeiten ändern sich, jetzt wird die Lektüre von einem Becher Tee begleitet. Nun aber, wenn es die Temperaturen zu lassen, komplikationslos ohne Hosen, denn seit zwei Tagen lese ich sie digital.

In der alten Wohnung habe ich mich zuletzt öfters mal ärgern müssen, dass sie einfach zu spät kam. Und als B. mir zeigte, wie einfach das auf so einem Tablet dann sein kann … und ich jetzt ja auch eins habe … und etwas sparen muss, da ich ja auch noch Netflix habe … und Rohstoffe ja wichtig sind … und ich immer fauler werde, Altpapier wegzubringen …

Und wie mir scheinen will, verändert sich das Leseverhalten etwas und – da ich sie ja jetzt überall dabei habe – lese auf alle Fälle mehr, interessanterweise viel aus dem Wirtschaftsteil, der sonst nicht gerade so im Zentrum stand.

Schaden tut das alles nicht.

Sieben Dinge

Jule hat mich nominiert. Das passiert, wenn man mitliest. Ich musste etwas länger nachdenken, aber christophrox hat mich dann doch auch noch indirekt animiert. Ob die nun ’schockieren‘ werden, wage ich nachhaltig zu bezweifeln.

  1. Eigentlich wollte ich mal Priester, katholischer, werden.
  2. Bis vor zwei, drei Jahren habe ich gerne Leute in die Badewanne eingeladen (ohne jegliche erotischen Absichten).
  3. Bis vor drei Jahren besaß ich mehr Unterhosen, als das Jahr Tage hat.
  4. Wenn ich Kaffee trinke, dann nur, wenn zuerst der Zucker und dann die Milch in die Tasse kommt. Umgekehrt schmeckt es nicht.
  5. Eine Freundin wollte immer mal mit mir einen Porno drehen – und ich habe nie zugesagt.
  6. Zurzeit sammel ich alle Zahlen zwischen 1 und 1000 als Foto.
  7. Ich hab‘ schon mal CDU gewählt.

Fasten 0/2

[Fasten 1/1]

Die letzte Mahlzeit für die nächsten 5, 6 Tage. Reis mit etwas Tomantensoße. Ist ja der sogenannte ‚Entlastungstag‘, den ich aber so ganz vorbildlich nicht durchgeführt habe.

Heute nochmals im Handbuch geblättert, was denn so auf mich zu kommt, was ich darf und was nicht. Jedenfalls werde ich mir morgens meinen Schwarztee gönnen, wenn auch sehr verdünnt. Die Gemüsebrühe ist gekocht und da man auch noch pro Tag einen halben Teelöffel Honig darf …

Spannend ist einfach, als Student hätte ich nicht für fünf Minuten ein Geschiss drum gemacht, sondern einfach beschlossen: Dann ess ich eben nix. Damals ist es oft vorgekommen, dass mir am Ende des Tages auffiel, dass ich gar nichts gegessen hatte. War echt kein Problem, mir reichten – etwas überspitzt formuliert – Zigaretten, Kaffee und Bücher.

Am meisten gespannt bin ich auf meine Stimmung / Laune. Der Mann ist schon vorgewarnt und meine beiden (kleinen) Zimmer präpariert, so dass ich ihm auch aus dem Weg gehen kann. Und da es ja schön zu werden verspricht, kann ich mich ja auch an der D. tummeln und Fotos machen.

[Fasten 0/1]

#334

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T. kommt

Zwar erst Ende Juli – aber immerhin ein Termin ist gefunden. Sein Bruder F. hat ihn schon vorgewarnt, dass das mit dem Kaffee kochen hier ne echte Herausforderung ist. Keine Pads sondern ein Becher und so ein Porzellanding mit Papier was man reinlegen muss und dann Pulver und dann kochendes Wasser und man muss aufpassen dass nicht zu viel oder zu wenig Wasser und überhaut wieviel Pulver …

T. ist auf der einen Seite ein ganz normaler 15-jähriger (Computer, Musik, Bier, keine Lust auf Familie, …), auf der anderen Seite irgendwie ‚feinsinnig‘ und ‚denkend‘. Nichts gegen seinen Bruder, der herrlich über eine bestimmte Automarke schwadronieren kann und mit seinen 17 Jahren in einem Zwischenreich lebt, in dem man halt roten Ohren bekommt, wenn ein hübsches Mädchen einen anspricht. Aber im Gegensatz zu F. stellt T. Fragen. Gute Fragen. Und er kann zuhören. Kritisch zuhören.

Und er isst gerne Nudeln. Ha – wenn das nicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ist?

Vielnamig

Morgen wieder bis Montag auf die Burg. „Reanactment“ nennt man das auf klug, wenn man in historischen Kostümen so tut als ob. Und wir tun als ob es 1300 wäre. Das Gute daran: Keine Tomaten! Nicht so gut: Keine Kartoffeln! Gar nicht gut: Keine moderne Medizin. Aber soo ernst wird es dann nicht genommen, in der „Gesindekammer“ steht auch versteckt immer eine Kanne Kaffee und Milch im Tetrapakt. Aber was die Klamotten betrifft … alles naturgefärbt, alles handgenäht, alles x-mal diskutiert …

Man kann es auch „experimentelle Archäologie“ nennen, wenn man versucht im Lehmofen zu backen etc.

Ich nenn‘ es „chillen im Kostüm“, denn meist hänge ich eh in der Ecke rum und guck nur so doof, oder geh‘ ne Runde Bogen schießen. Jetzt werde ich noch ein Sakrileg begehen und ein Buch mitnehmen, denn den Dante muss ich über das Wochenende lesen, da ich Mo und Di keine Zeit dafür habe (und die Bibel eh).

Und ich verrate es auch niemand. Aber schlafen tue ich nicht auf der Burg. Das letzte Mal ne Panikattacke bekommen, brauche ich nicht. Ich komme im Dorf bei R. unter, der gerade im Urlaub ist, habe also neben einem Bett auch eine Badewanne (wo drei reinpasen) eine kleine Sauna ein kleines Dampfad eine Küche ein Kühlschrank ein Fernseher ein …

Statistik, die nun wirklich echt niemand braucht – aber dennoch!

Am 15. Februar dieses Jahres habe ich 5.760 Tempotaschentücher gekauft, warum und wie und wozu kann man HIER nachlesen.

Und wenn mein Taschenrechner mich nicht betrügt – aber das würde er ja eh nie tun – bedeutet dass, dass mein Mann und ich täglich 23,3 Taschentücher verbrauchen, pro Person also 11,7 am Tag. Das nennt man eben Statistik. In Wahrheit nämlich verbrauchen wir pro Tag 23,3 Taschentücher, mein Mann davon im Durchschnitt 1,3 und ich den ganzen verdammten Rest. Denn wahlweise morgens nach dem Aufstehen oder so gegen 22 Uhr kommt es immer häufiger vor, dass mich eine Niesattacke überkommt, bei der ein Päckchen Tempos mit zehn Stück eh das Mindestmaß ist, was ich dann brauche.

Und die paar Tempos, die ich im Bett für anders brauche fallen da genauso wenig ins Gewicht wie die, die ich brauche, um mal wieder verschütteten Tee oder Kaffee aufzusaugen.

Ich bin übringens davon ausgegangen, dass die Tempos mindestens für ein Jahr reichen.

Nur Mut, oder?

Gestern konnten wir A. mit einem Spargelessen für heute Abend ködern. Er kam und brachte „Heiligen Kaffee“ aus Rom mit. Vor Tagen hatte mich mal angetickert, wo es denn den gäbe – aber ich hab‘ natürlich nicht geschaltet, dass da jemand in Rom sein könnte, den er kennt. (Es war sein Vater.) Um so schöner die Überraschung!

Warum lassen sich die Heten immer so schwer küssen? (Will heißen, ich trau mich nach wie vor nicht wirklich, denen mal einen Schmatz auf die Wange zu geben.)

Regina dei Caffé

Wir haben wieder zwei Kilo frisch aus Rom mitgebracht bekommen.

Wer fährt Oktober / November nach Rom und bringt uns welchen mit? Im Gegenzug gibt es die die Adressen der drei besten Cafes in Rom und ggf. auch eine kleine Einführung, was man in Rom neben den Massenströmen machen sollte.

Zeichen & Zeiten

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Neues aus Absurdistan

Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

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... denn man(n) kann sich ja nicht alles merken ;)

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