Durch die Zeit

Tag: Lasagne

Kleinigkeiten

Die Idee von T.: Er kommt, wir machen zusammen Lasagne, dann laden wir seine Mutter ein und haben einen schönen Abend.

Einziger Schönheitsfehler dabei: Ich hatte keine Zeit.

Familienessen

Seit ich meinen Mann kenne bzw. seit wir zusammen sind – das werden dann bald auch schon mal 20 Jahre! – gibt es das ‚Familienessen‘: drei Paare, sechs Schwule und jeder ist mit jemanden zusammen oder ist dessen Ex. Anfänglich haben wir jeden Sonntag zusammen reihum gegessen, wobei das gemeinsame Gespräch immer höher gewertet wurde als das, was auf den Tisch kam. Heute ist es nach wie vor nicht anders, auch wenn wir uns seltener sehen, vielleicht nun nur noch alle sechs bis acht Wochen.

Heute hatten L.+U. eingeladen  – Feldsalat mit Schmanddressing (was für ein Verbrechen, aber das ist hier üblich), Kürbissuppe (überraschend gut, da mal nicht so dick, sondern quasi ‚klar‘), Rinderbraten mit Rosenkohl und Spätzle (OK, da haben sie sich übernommen), Vanilleeis mit heißen Himbeeren (nun, richtig viel falsch kann man da ja nicht machen); insgesamt dennoch ein überdurchschnittliches Essen – E.+M. brachten Weihnachtsgebäck als Geschenke mit, wir steuerten ein Stück Stollen als Geschenk bei.

Gegen Ende des Essen wurde der Papst Thema, dann die katholische  Kirche an sich – und wie das so an solchen Essen ist, ein Thema gibt das andere. Jedenfalls habe ich dann irgendwann kurz angeschnitten, wie es mit meinem „Begehren“ mir so erging und fragte dann auch die anderen, wie es bei ihnen war.

Und plötzlich haben sechs Männer einfach mal die Hosen runter gelassen und erzählt, welche Probleme oder auch nicht sie hatten auf dem Weg zu kapieren, dass sie nicht der ’sexuellen Norm‘ entsprechen. Und es war eine überaus spannende Erkundung, was wen wie beeinflusst oder auch nicht hat. Echt reichhaltiger Stoff, viele Differenzen, viele Fragen, viel Kopfschütteln.

Wir waren schon immer ein offener Kreis – da wurde zur Lasagne auch gerne mal wortreich und plastische die Erfahrungen mit Geschlechtskrankheiten ausgetauscht – aber ich fand das heute echt besonders, weil keiner eine ‚Gesprächshoheit‘ beanspruchte.

Und es tut sichtbar nicht nur mir sondern auch anderen gut, wenn man das Kind, das Thema, den Schwanz und den Orgasmus beim Namen nennt. Ansonsten hätte ich nicht letzte Woche folgende Rückmeldung bekommen, die mich einfach wohl auch heute bestärkt hat, es  mal anzuspielen: „Ich fand’s sehr toll und finde es großartig, endlich jemanden zu haben, mit dem ich über das, was wir fast so oft wie Zähneputzen betreiben auch wie über das Zähneputzen reden kann.“

 

„Fleisch ist ein Stück Lebenskraft“

War vor ca. zwei Jahrzehnten mal die Werbung der Fleischerinnung oder so. Und war das Motto einer der ersten CSD-Paraden in Süddeutschland. Gott, wie hat sich M. damals aufgeregt!

Heute gibt es Fleisch. Und morgen auch! Und das ist für uns mal richtig viel, denn seit gut einem halben Jahr haben wir unabhängig voneinander und doch quasi zusammen entschlossen, unseren Fleischkonsum drastisch zu reduzieren. Huhn essen wir, bis auf das Ei, schon lange nicht mehr. Jetzt haben wir die Ächtung auf das gesamte Geflügel – mit Ausnahme von Tauben – ausgeweitet. Einmal die Woche Bio-Fleisch, darauf haben wir uns geeinigt. Etwas Wurst findet sich auch im Kühlschrank, so ist das nicht, aber die 150 Gramm Bresaola werden sicher bis Ende nächster Woche reichen.

Aber ich hatte so Lust auf Lasagne heute und da wir eventuell Besuch bekommen konnten …

Und es fühlt sich gerade einfach gut an, mal aus dem Handgelenk ne Lasagne gemacht zu haben. Der einzige Punkt wo ich nachgeschaut habe war, wie die Schichtung nun genau geht … aber das scheint ja wohl jedem selbst überlassen zu sein.

Und als Entschädigung für die Kalbsleber von gestern (es hätte damit meine heißgeliebte Venizianische Leber mit Roter Beete gegeben) morgen ein Stück Hirschkuh.

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