Durch die Zeit

Tag: M.

#510

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Ähh – nur damit hier niemand auf einem falschen Gedanken oder Eindruck kommt. M., der unter dem Schlauchstoff sich befand, hatte zum Zeitpunkt der Aufnahme definitiv keine Errektion. OK, er ist an sich gut ausgestattet, aber bei allen anderen Modells, die ich da rein gesteckt habe, kam der Schwanz immer extrem gut. Ich vermute, dass hat etwas mit der Flächigkeit zu tun und dem ‚Verwischen‘ der Proportionen. Besser kann ich es nicht erklären.

# 508

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Zehn Minuten und Thomas Bernhard

  • So, jetzt ist es raus. M. verlässt die Abteilung (bzw. wird verlassen – so genau klar ist das nicht). Die Art und Weise, wie die oberste Führung mit ihm umgegangen ist, war definitiv nicht in Ordnung. Aber das er jetzt uns tritt, ist auch nicht gerade so ganz OK.
  • Ich liebe Thomas Bernhard (falls das jemand noch nicht wissen sollte): „Wir haben das Alter erreicht, in welchem wir selbst der Beweis sind für alles, was uns zu  unseren Lebzeiten zugestoßen ist.“ (Der Keller)
  • Ich bin gerade etwas froh, dass ich einigermaßen in Balance bin.
  • Jetzt stehe ich schon zehn Minuten früher als sonst auf, verpasse aber dennoch immer die eine Straßenbahn, die ich haben will. Wo, bitte schön, verschwinden diese zehn Minuten?

Musil lesen – #486

Ich war schon etwas überrascht, als ich das Foto zwischen Seite 492 und 493 entdeckt habe. Keine Erinnerung daran, es in den „Mann ohne Eigenschaften“ gelegt zu haben.

Aber es passt.

Denn die Erstletüre datiert auf August 1986. Und da es zu diesem Foto noch eine Reihe von anderen gibt ist klar, dass ich damals mit M. (hier auf Bild) auf dem Berghaus war (um als bekennender Hetero mit ihm ständig Sex zu haben).

Ohne dieses Beweise hätte ich mir das heute alles komplett anders zusammengereimt, vorallem, dass mit M. Ich meine mich zu erinneren, dass wir uns nur unendlich zögerlich aneinander angenähert haben. Aber so ist klar, dass ich mit 1986 definitiv das Thema Homosexualität auf der Pfanne hatte – und dann noch acht (!!!) Jahre bis zu meinem Coming-out brauchte. Heftig, heftig.

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Schöner wohnen

Heute das erste Mal bei E. + M. im neuen Haus. Da kann man einfach nicht möppern. Und im Garten gäbe es sogar einen Bereich für mit ohne Hose. Was wollte man mehr?

Blogeintrag mit Monsterwort

Ein Tag halt. Alles soweit im grünen Bereich. Der Höhepunkt wohl, dass ich spontan Quarbällchen gekauft habe (die ich sonst nie kaufe). | Ach so, die Ernennungsurkunde vom Regierungspräsidium lag auf dem Tisch. Jetzt bin ich also ganz offiziell stellvertretender Meisterprüfungsauschussvorsitzender. | Hilft mir aber auch nix, dass mein Mann und ich bei der Steuer irgendwas falsch machen. Wir suchen uns jetzt einen Steuerberater, da ich gestern fast einen Anfall bekommen habe. | Zwei Tage keinen Mittagsschlaf, daher gestern schon um kurz nach 10 ins Bett. Was A. sich gedacht haben mag? Dennoch plagende Träume, diesmal gab sich sogar der Papst die Ehre. | Ich darf echt nicht vergessen, dass ich Samstag Prüfungen abnehmen darf. Hätte heute schon den Dienst vergessen (der aber so ruhig ist, dass ich jetzt schnell schreiben kann). | Schaue auf Netflix Broadchurch (sehr empfehlenswert). Sie erinnert mich an meine Supervisiorin und er sieht so aus, wie ich mir meine große Liebe M. im Alter vorstellen kann. Beides lenkt ein wenig ab. | Am WE sollte ich echt mal versuchen, einen Tuck weniger zu denken oder zumindest das Zeugs aufzuschreiben (hier wohl eher nicht, was vielleicht auch gerade die Pausen hier erklärt). |

Soviel zu: „Ein Tag halt.“

Es wird auch mal wieder kürzer – nur heute nicht

Irgendwie komme ich so richtig gar nicht nach. Vor drei Monaten hätte ich aus den Erfahrungen der letzten 48 Stunden gut und locker für hier zehn Einträge verfasst. Jetzt reicht es gerade für ne kleine Liste, weil mir die Müdigkeit aus den Augen quillt, ich morgen um 7 raus muss, weil ich für Verein 1 um 8 in Aktion sein „will“ …

  • Yoga: Ich möchte mich definitiv nicht dabei sehen müssen und bemitleide die österreichische Lehrerin für den Anblick. Aber es tut einfach nur gut! Mit nur Yoga-Hose und nur leichtem T-Shirt und sonst nichts, ist es echt noch ne Ecke intensiver.
  • Bibliothek: Begegnung der 3. Art. Das Müffelmonster hinter dem Tresen für Rückgabe überschlägt sich vor Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Ich brauche unbedingt eine neue Version des Ausweises. O-Ton: „Da wir uns so gut kennen, machen wir das einfach mal auf dem kleinen Dienstweg – Sie bekommen in den nächsten zwei, drei Wochen ne Mail!“ Die Mail kam heute.
  • Warum hat „n1gw“ ihren Blog so plötzlich auf privat gesetzt?
  • Job 2: Die fachlich fundierte Kollegin muss sich Kinder-krank melden. Drei Kurzberatungen bleiben an mir hängen. Ich schwimme bei allen drei. Ich frage bei ihr nach – alles richtig gemacht.
  • Job 1: Der AL schmeißt mich mit Geheimaufgaben zu. D.h.: Er hat die Nase von Kollegin M.B. voll (ich eh) und M.B. wird mich kreuzigen und auf Ewigkeiten verfluchen, wenn sie mitbekommt, was ich da mache. Zugegeben, ich komme in einen leichten Loyalitäts-Konflikt – aber bei der Abteilung, ist ja eh nix zu holen. Dennoch, hab‘ das WE zum Denken.
  • Ist es verwerflich, dass ich einem Kandidaten, dessen schriftliche Arbeit ich heute dann doch schon korrigiert habe, einen halben Punkt zuschusterte, damit er nicht die Prüfung wiederholen muss?
  • Erotik wandert durchs Gemüt.
  • Letztes Jahr las ich mal irgendwo den Satz: „Nie erledigt man so viel, wie am Tag vor der Fahrt in den Sommerurlaub“. Mir scheint gerade, dass ich seit zwei Monaten jeweils am nächsten Tag für sechs Wochen in den Urlaub fahre.
  • E. würde jetzt vielleicht sagen: „B. hat Oberwasser.“ Es fühlt sich gerade so an, aber es ist ’nur‘, dass man mir Aufgaben zutraut. Die hätte ich auch alle in den letzten vier Jahren schon machen können. Arbeitslosigkeit ist in diesem Land selbstverschuldetes Elend – in vielen anderen Ländern ein gesellschaftlicher Missstand.

Tut mal gut

  • Das erste Lob bekomm ich von meiner neuen Kollegin M. Bei einem Beratungsgespräch hatte ich mich etwas eingemischt, ein Thema aufgegriffen und eine Hilfestellung gegeben. Danach meint sie, sie wäre sehr überrascht gewesen, wie tief ich schon in der Materie sei und wie gut ich das alles eingebracht hätte. Daher würde wir nun noch ein paar wenige Beratungen selber machen – dann könne ich das alleine.
  • Frau M., mit der ich noch nie ein Wort gewechselt habe, von Abteilung weiß-ich-nicht mit der Funktion keine-Ahnung, spricht mich an und will wissen, wir es mir in der neuen Stelle geht. Ich bedanke mich. Sie setzt zu einer längeren Erklärung an mit „Qualität setzt sich eben durch“ und „die Guten müssen oft so lange darben“ und „Sie haben den Hausschnitt ja eh komplett ‚versaut'“.

Ich freue mich, dass ich mich darüber einfach freuen und beides annehmen kann.

Erster Tag

Die neue Kollegin, M., empfängt mich freundlich. 80 Sekunden später erkundigt sie sich, ob man nicht schon mal gleich zum „Du“ wechseln könnte. Da hab‘ ich nix dagegen. Sie ist in etwa mein Alter und erinnert mich an Cindy von Marzahn. So ein bißchen von Aussehen und Statur, so ein bisschen von der Lebendigkeit und der Lust am Reden. Aber sehr viel angenehmer als Cindy und überaus fachkompetent.

Was bei der anderen Stelle knapp eine Woche gedauert hat, ist in zwei Stunden erledigt: Das Einrichten des Computers durch die IT. Drucker, Laufwerkberechtigungen, Freischaltungen, … Man ist ja jetzt ‚Berater‘. Also gibt es wortlos noch ein Diensthandy obendrauf, so dass ich mich jetzt zu den Top-Beratern des Hauses zählen darf. (Die Berater meiner anderen Abteilung haben nämlich kein Diensthandy – ja, ja, so kann’s kommen!)

M. hat meinen Arbeitsplatz mit allem notwendigen Material schon mal ausgestattet, darunter einen 50-cm-Lektürestapel – zu dem ich aber so gut wie nicht komme, weil sie mir lieber das erzählt, was es zu lesen gibt. Soll mir recht sein. Mir schwirrt nach einer Stunde der Kopf und ich werde wohl nen guten Monat brauchen, da bis ins Detail durchzusteigen. Aber ich freu mich drauf.

N., eine weitere Kollegin im Raum, mit ähnlicher Aufgabenstellung, wenn nur nicht so speziell, bietet mir nach 70 Minuten ebenfalls das „Du“ an (die restlichen beiden gehören zu meiner anderen Abteilung und duzen eh alles, was zwei Beine hat).

Beide AL’s geben sich (kurz) die Ehre und mir will scheinen, sie gehen sich beide etwas aus den Weg. Denn unser Vorschlag, sich dann mal in großer Runde zusammen zusetzen, um Strukturen, Verhältnisse, Zuständigkeiten etc. zu klären, damit wir ohne bürokratisches Gedöhns schnell ins Arbeiten kommen, stößt auf äußerst zurückhaltendes Interesse.

Insgesamt ist es ein komplett anderes Klima als in der anderen Abteilung. Im psychotherapeutischen Bereich würde man das als „freundlich zugewandt“ bezeichnen. Jedenfalls fühle ich mich wohl und ernstgenommen. Das tut gerade gut.

Krudes & Vergangenes

Gestern beim Psychodoc. Im Rahmen der Anamnese wühlt er etwas im Thema Sexualität rum. Ich lege nahezu ungeschminkt die Tatschen auf den Tisch. Er ist jetzt nicht gerade verwirrt, aber braucht ein paar Fragen, bis er alles auf dem Schirm hat. Als ich auf dem Weg zurück mir mal meine Geschichte in dieser Hinsicht anschaue, als wäre ich jemand anders, komme ich nicht umhin zu denken, dass das ja wohl ohne nen Knacks ja wohl schlecht abgegangen sein kann.

Und wir zur Bestätigung war das, was andere Leute nachts ‚Schlaf‘ nennen heute für mich ein leider unbewußtes Ab- und Drucharbeiten. Gemerkt habe ich es nicht nur, dass ich x-mal wach wurde und dann immer mit Traumfetzen zu tun hatte, sondern vor allem daran, dass ich gegen morgen von M. träumte. M., das war der Mensch, der mir mein Coming-out ermöglichte, mit dem ich eine Zeitlang auch was am Laufen hatte und der heute so ein Sehnsuchtsmensch für mich geworden ist. Leider waren wir immer in unterschiedlichen Prozesse unterwegs. Als ich mich noch wehrte schwul zu sein, hatte er sein Coming-out. Als ich es hatte und nur noch an Sex dachte, war er etwas weiter und suchte eine Beziehung, die ich zu dem Zeitpunkt partout nicht wollte und als ich dann, da hatte er schon längst eine beendet und …

Es hat mich dann heute morgen etwas traurig wie glücklich gestimmt, als ich beim Aufwachen noch seine Stimme im Ohr hatte. Hatte das gar nicht mehr so auf dem Schirm, wie angenehm sie doch war, mit welcher Modulation er arbeitet.

Echt froh gewesen, heute schon wieder einen freien Tag gehabt zu haben.

Anton Weyrother

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