Durch die Zeit

Tag: Mittelalter

Zum Himmel und noch weiter

Drei Tage Mittelalterlager – und das noch hals ‚Heimschläfer‘ mit Dusche und Badewanne und Klo und Bett: Alles tut ein bisschen weh, vor allem die Hände, und der Rauchgeruch will einfach nicht aus der Nase. Gott, wie muss das damals bestialisch gestunken haben.

Wer weiß es denn schon so genau?

Es mag an meiner christlichen Erziehung liegen, es mag vielleicht auch daran liegen, dass ich nicht mag, dass es mir wiederfahren soll, es mag vielleicht auch noch an was ganz anderem liegen … aber schadenfreudig oder hämisch versuche ich echt nicht zu sein. (OK, gelingt mir nicht immer, es gibt da so ein paar Politiker/innen …)

Aber bei X. kann ich einfach nicht anders. Er gehört zu den größten Großkötzen die die Erde gesehen hat … Wir teilen uns jedoch die ‚Profession‘ zu versuchen, so authentisch wie möglich mittelalterlich zu kochen. Vorhin die neusten fotografischen Ergebnisse seiner letzten Kochaktion gesehen. Er kam auf die ‚geniale‘ Idee, einen Mittelalterburger zu machen mit Tomaten, Avoccados und – tata! – Scheiblettenkäse. (Den Eisbergsalat übergehe ich gerade mal, weil ich mir nicht sicher bin, ob es den vielleicht u.U. nicht doch schon in einer Vorform gegeben haben könnte.)

Was mich aber daran erinnert, dass ich im Oktober an vier Tagen für ca. zehn Leute wieder mittelalterlich kochen darf und vielleicht langsam beginnen sollte, ob ich auch einen Burger mache oder doch lieber eine Art von Maultaschen.

Geschunden & gestunken

OK, die Überschrift ist grammatisch nicht korrekt, aber dafür hat sie Rhythmus. Aber geschunden sind die Hände schon, voll von Eiterbeulen und Pestwarzen … nee, so dramatisch jetzt auch wieder nicht, aber ein Pflaster brauche ich dann schon und nen halben Liter Handcreme, weil sonst die Haut reißt. Liegt wohl an dem offenen Feuer, vor dem ich Stund und Stund stand. Dass ich mir nicht alle Finger verbrannt habe, grenzt an ein Wunder.

Irgendwie war es ganz schön, dann aber auch zugleich anstrengend und ein bißchen komisch. Das sind meist ganz nette Typen – aber ich vermute, wenn man Mittelalter so exzessiv macht, muss man schon einen gewissen Hau haben.Und dann finde ich es schon bedenklich, auf so ein Lager zu fahren und sämtliche Essenseigenheiten mitzunehmen. Einer aß nur dann mit, wenn er den Pfeffer selber drauf machen konnte (wie ich beobachten konnte, eine ganz normale Menge, ich hätte wohl weniger genommen), seine Freundin grenzte sich komplett aus, da sie mit ihren diversen Allegien kocketierte und so ihren Part an Aufmerksamkeit einforderte. Dafür waren die beiden J. zuverlässige Esser, die nach dem zweiten Nachschlag höflich in die Runde frage, wer noch was wolle. Aufallend auch S. und N. Sind im Grunde sehr nett, er sogar der Vorsitzende des Freundeskreise, aber die sonderten sich bei jeder Gelgenheit hab. Als es Kohlrouladen gab fragte er mich, ob es noch welche gäbe. Ich verwies auf den großen Bräter an der Feuerstelle. Er stand auf, holte zwei, gab eins seiner Freundin und eins sich – aß weiter. Jede/r andere im Lager hätte gefragt, ob er wem was mitbringen könne.

M. mimte wohl wieder den Cheflogistiker. Denn man kann die ca. 50 Lager mit ihren gut 520 Menschen nicht einfach so auf die Heimreise schicken. Da benötigt es eine kontrollierte Abfahrt vom Gelände, was eh nur durch eine schmale Stichstraße zu erreichen ist. Ich habe mich dann nicht eingemischt – wunderte mich aber, das er sich so kompliziert anstellte. Zwar für alles eine Excelliste, aber das Vorgehen mit so vielen Umständen … gut, ich war dieses Jahr da nicht dabei, für nächstes Jahr hat man mich aber schon angefragt, ob ich denn auch da etwas helfen könnte (also bei der Ausfahrtunterstützung, nicht Planung).

Kochen auf offenem Feuer ist übrigens relativ anstrengend. Denn das ganze findet ja auch dem Boden statt, so dass man sich dauernd bücken muss. OK, man könnte auch Feuerschalen etwas erhöht stellen, aber dann grillt es einem die Eier noch stärker. Zudem die Holzschlepperei und die ganzen Schüsseln sind ja auch nicht aus Plastik. Dazu die Wege, denn vieles war ja im Orga-Zelt und musste auch – des Regens wegen – gleich wieder zurückgebracht werden. Dazwischen immer mal wieder etwas Holz spalten und es hinschleppen … so dass man verdammt früh anfangen muss, soll um 13 Uhr das Essen auf den Tisch stehen.

Vielleicht gibt es in ein paar Tagen ein paar Bilder von J. hier zu sehen.

Badewannen sind wohl die geilste Erfindung der Menschheit! Zumindest nach so einem Wochenende!

Ich Bin Nicht Da!

Das Wetter hat mich schneller von der Ostsee vertrieben als gedacht. Irgendwie einfach keine Lust gehabt, den ganzen Tag in Regenklamotten zu fahren, bei Pausen immer das nächste Cafe aufzusuchen und sich in die hinterste Ecke zu setzen, wo die Heizung lief, keine Lust gegen andauernden kalten Gegenwind zu fahren und eine Beschilderung zu folgen, die meist den Namen nicht wirklich verdient  … nein, ich wollte einfach so gemütlich vor mich hinfahren, am Meer sitzen und starren zu können, auf Plätzen rumlungern und Leute beobachten und vorallem wollte ich eins nicht: frieren. Aber das tat ich beständig.

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Jetzt freut sich mein Mann ne Backe weg, weil ich in zwei Stunden mit ihm auf die Burg fahre und bis Montag Mittelalter spiele. Ist zwar echt nicht so mein Ding, aber die Leute sind recht nett, das Essen meist gut (und kostenlos) und wenn der eine da ist, kann ich mich mit einem Windhund schmücken (der einzige Hund, den ich halten würde) und natürlich mir wieder einen blauen Unterarm holen.

*fummel*

„Ausziehen!“ befahl mir vorhin mein Mann. Und dann hat er Minuten lang an mir rumgefummelt. Sieben Sicherheitsnadeln später hat die neue Mittelalterhose die richtige Enge.

X5H

Ich bin jetzt nicht so wirklich ein Freund des so-tuns-als-ob. Aber manchmal kann ich mich auch schweren Herzens überwinden. Also schon am Freitag mit meinem Mann auf die Burg, um am Samstag mit acht anderen in mittelalterlicher Gewandung (um 1300) eine 18-km-Wanderung zu machen. Immerhin konnte ich mir auserbeten mit meinen Wanderschuhen laufen zu dürfen – ansonsten wäre ich auch gar nicht mitgegangen. Die anderen trugen ihre Lederlatschen … nun ja.

Irgendwie war ich ja dann schon etwas gespannt darauf, wie andere Wanderer auf unsere Truppe reagieren würden – was sie dann aber gar nicht taten, weil wir niemanden trafen. Ein paar verwirrte Blicke aus vorbeifahrenden Autos, das war’s dann aber auch schon.

Nun gut, 18 Kilometer in der Hitze sind mit mittelalterlichen Klamotten genauso anstrengend wie mit modernen Fasern, der Unterschied bestand hauptsächlich im Gepäck. Rucksack geht ja nicht und leichte PET-Flaschen ja auch nicht. So schleppten wir echt Tonkrüge (!) in Trageschläuchen mit um uns rum (und also guter Dokumentör ich natürlich noch die fette Kamera – Bilder gibt es später wohl mal).

Aber lustig war’s doch, wenn auch ne gehörige Portion anstrengend, aber dafür schmeckte das Schwarzbier danach um so besser.

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