Durch die Zeit

Tag: Nacht

Focus

Das Schöne, nee, besser: Das Interessante nach einer nüchtern (!) durchwachten Nacht ist ja der sich einstellende Tunnelblick. Seit mehreren Tagen suche ich bspw. schon eine bestimmte Programm-CD – und finde sie einfach nicht. Heute morgen beim Mail-checken fällt mein Blick auf den Papierkorb und ruht dort einfach. Ist schon interessant, wie sich da die verschiedenen Papiere biegen, welche Kanten sie falten, welche Schattierungen sie aufweisen, wie elegant das Tempo über der Kante hängt, wie … bis mir eben ins Bewußtsein kommt, dass die Verpackung der gesuchten CD da auch rumliegt – leer natürlich. Ha – und somit kann die CD also nur an zwei Stellen sein. Da ich die eine schon längst mehrfach durchgraben habe bleibt nur die zweite: So ist es, die CD liegt seit Tagen 40 cm von meiner linken Hand entfernt.

Einkaufen ist auch ganz ’schön‘, denn ohne Zettel bin zumindest ich aufgeschmissen, weil ich mich dann nicht entscheiden kann. An der Fleischthekeh würde ich jetzt noch stehen, hätte ich nicht schon gestern Abend den Eintrag meines Mannes von „Fleisch“ in „Lende“ umgearbeitet. Irgendwelche Spontaneinkäufe finden eben nicht statt – und ich habe die Ruhe weg, wie sonst nie, den Betrag passend zu zahlen und in meinem Portmonai nach den richtigen Münzen zu suchen, wie sonst nur alte Opis und Omis. Was solls.

To be continued

Komischer Tag irgendwie, ach was, komisches Leben derzeit

  • Überraschend gut geschlafen heute Nacht und dennoch trotz komatösem Mittagsschlaf unendlich müde (was mich davon – naturgemäß – nicht abhält nicht ins Bett zu gehen).
  • An der Arbeit nix zu tun und keine Idee, wie noch auffüllen.
  • Leichte ‚Angst‘ morgen zu vergessen, dass ich am Freitag nicht ins Büro muss, weil ich einen Gleittag habe.
  • Freue mich auf den Ersatzsohn am Freitag, aber frage mich, was ich zu bieten habe.
  • Sitze für Verein 1 derzeit in dem Gremium und in dem Arbeitskreis und in der Gruppe und übernehme das und jenes und selles und dieses und dass dann auch noch … aber nichts davon ist das ‚Eigentliche‘.
  • Würde gerne einfach nur noch lesen – aber wenn ich länger als eine Stunde gelesen habe denke ich, „Leben wäre auch ne prima Alternative“ (Maxi Wander).
  • Dann die Angst, wie sich das mit dem befristeten Job entwickelt, ob ich da, wo ich gerade bin, noch was reißen kann.
  • Einerseits verkriechen wollen und andereseits mal der Welt zeigen …
  • Einen Artikel muss ich bis Sonntag noch geschrieben haben und die große Statistikpräsentation für Verein 1 muss ich bis zum 3.2. auch noch auf die Beine stellen. Das kostet mich wieder um die 20 Stunden – und ich frage mich da schon: Warum mache ich das?
  • Meinem Mann geht es auch nicht gerade gut und der beginnt sich zu bewerben, natürlich in Städten, in denen ich nie hin wollte und will – und Fragen türmen sich da natürlich auf, auf die ich so richtig Lust nicht habe.
  • Und, überhaupt …

Wenn

Wenn ich mir für 2017 was wünschen dürfte, dann wäre es, dass ich einmal die Woche, ach was, einmal im Monat so schlafen wie in der Nacht auf heute: Richtig friedlich und erholt aufgewacht mit der Lust auf’s Aufstehen.

FJS

Ich wünsch ja niemanden den Tod. Wenn ich so richtig ärgerlich auf jemand bin, dann wünsche ich ihm die Krätze an den Hals, oder ne feine Geschlechtskrankheit oder Mundgeruch, Akne, Hautreizungen. Und mein Mann meint immer, dass ich als Katholik, ja was vom Strafen verstünde. Nun ja – ich lass das mal unkommentiert, aber so richtig laut wiedersprechen kann ich da auch nicht.

Das ist auch der Grund, warum ich gegen die Todesstrafe bin. Die, die wirklich Scheiße gebaut haben, die sollen sie auch auskosten. In der „Göttlichen Komödie“ hat Dante ja schon ein paar Vorschläge gemacht, aber ich muss zugeben, dass ich mir da mehr erwartet habe.

Gestern Nacht noch eine Doku über Franz Josef Strauß gesehen, der gerade in Bayern als Nationalheiliger gefeiert und verehrt wird. Ich konnte mit ihm ja noch nie, auch wenn ich ihm eine gewisse Intelligenz nicht absprechen kann. Und ich gestehe, das ich noch heute genau weiß, wo ich war, als ich im Radio von seinem Tod erfahren habe – und ich weiß auch noch, das ich vor lauter Erleichterung / Freude auf das Lenkrad schlug und „Endlich!!!!“ brüllte.

Was war das damals für eine Nation, die so einen Typen hat walten lassen? Ich glaube, das war so, als wäre Josef Blatter heute Bundeskanzler.

Und mal wieder spannend, wie diese (eher schlechte Doku) versuchte, ihn reinzuwaschen. Dass seine Tochter, die ihr Ministerinnenamt ja auch wegen Mauschelei verloren hat, nichts Schlechtes an ihm finden konnte, versteht sich ja von selbst. Aber das heutige CSU-Männer/Frauen auch nicht ein Körnchen finden an ihm, das zumindest „suboptimal“ gewesen sein könnte … Und der eine „Biograph“ damit gleichzog? Ein zweiter Biograph kam nur zweimal zu Wort und schien um ausgewogenen Kritik immerhin bemüht zu sein, aber das war so ein Alibi-Gedöhns.

Gedenken wir also Bertold Brecht:

Die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.

Umdrehungen

Vor ein paar Wochen habe ich versucht zu zählen, wie oft ich mich im Bett zwischen 4 und 8 Uhr morgens auf die andere Seite werfe. Seit einziger Zeit scheint das meinem Körper extrem zu gefallen. Damals kam ich auf 24 Umdrehungen – aber das war ja elendig schwer zu zählen, denn ich musste ja wenigstens so wach werden, um denken zu können, dass ich nun zählen müsse und zudem musste ich mich ja an die Zahl davor erinneren. Und weiterhin erschwerend: Es könnte ja alles auch nur geträumt sein.

Aber egal wieviel Umdrehungen es damals waren, in den letzten Nächten habe ich das locker, aber ganz locker getoppt. Jedes Schlaflabor würde mich nach zwei, drei Stunden rauswerfen, denn da würde ja nicht auch nur eine einzige Verkabelung länger als eine Stunde halten.

Wenigstens ist mein Bett so groß, dass ich absolut nicht Gefahr laufe, da mal mich rauszudrehen.

„Schlaf, Kindlein schlaf!“

Irgendwie bin ich schon ganz froh, dass es kein Gerät gibt, was Träume aufzeichnen kann. Und ich bin irgendwie auch ganz froh, dass ich nicht in der Lage bin, das quere Zeugs, was sich mir heute wieder träumte, zu schildern. Es ist, müsste ich eine Überschrift wählen, der Kampf mit dem Unlogischem, den ich jetzt schon einige Nächte schweißgebadet ausfechte. Heute war es besonders schlimm. Froh übrigens deswegen, weil man sonst die Vokabel „verrückt“ wohl schon ernsthaft bemühen müsste.

Hochleistung

Gestern lag ich schon um 23 Uhr – also eigentlich schon um 22 Uhr – im Bett. Das ist an sich schon bemerkenswert. Hab‘ auch nur noch recht kurz gelesen und verfiel mit etwas Mühen in einen äußerst unruhigen Schlaf. Irgendwie hatte ich keine Lust auf die Träume, die mein Un(ter)bewußtes mir meinte vorspielen zu müssen, also wachte ich 40 oder 50 mal auf, wälzte mich im Bett auf die anderen Seite, befahl mir einen anderen Traum, um dann in die nächste Episode der Traumstory einzusetzen.

Schwierig zu erklären, aber ich habe Träume, Kinofilmen gleich, die ich immer wieder träume, meist nur mit wenigen Varianten. Und zwei dieser Kinofilme liefen heute Nacht ab – aber die wollte ich einfach nicht sehen. Mir wäre anderes einfach lieber gewesen, etwas mit Musik, notfalls auch was mit nackten hübschen Frauen, aber nicht diesen Scheiß.

Andererseits bin ich sowas von voll von Bewunderung ob der menschlichen Hinrleistung. Da gaukelt mir diese graue Masse Bilder, Gerüche, Erlebnisse vor, die absolut real sind aber in u.a. in Gegenden spielen, in denen ich noch nie war und die ich auch nicht aus dem Fernsehn kenne (und wenn dann so minutenweise). ABer dieses Hirn macht daraus Langspielfilme in Dolby-Sourund mit haptischen Effekten u.s.w. Vorallem die Konsequenz heute, einfach mit der nächsten Szene weiter zu  machen, wobei ich die vorige doch gerade abgebrochen habe … Respekt, Respekt. Langer Kampf bis ein dritter Film begann – aber der war dann echt so, dass ich schließlich freiwillig aufgestanden bin. Als Schüler in Indien hat man nicht so richtig Spaß …

Eule, Fledermaus u.a.

Derzeit muss ja richtig was los sein, mit mir, in mir. F. erzählte am Wochenende, dass ich nachts nicht nur mal wieder im Bett saß, sondern diesmal auch versuchte, aufzustehen. Kurze Zeit später hing ich wohl mal wieder so über der Bettkante, dass er mich zurückziehen musste. Mitbekommen habe ich davon natürlich nix.

An den letzten Morgen lag zudem das, was ich nachts angezogen hatte, feinsäuberlich zusammengelegt oben rechts im Bett. Und als ich vorgestern den kleinen Stapel vergessen hatte wegzuräumen, war er heute morgen einfach ein Stückchen höher.

Und wenn ich auf die App schaue, die meine Schlafphasen meint aufzuzeichnen und wenn ich der glauben sollte, dann sind die Nächte definitiv wild.

Ist schon komisch, wenn man morgens immer wieder merkt, wie das Unbewusste (oder was das auch immer ist) das Kommando übernimmt.

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