Durch die Zeit

Tag: nackt

Was ist ein gutes Gefühl?

Zu wissen, dass die Fahrkarten für den Sommerurlaub nach dem zweiten Anlauf gebucht sind.

WMDEDGT 10/19

Wie an jedem 5ten. Alles weitere hier.

Wie in letzter Zeit, so gegen 4:00 bin ich das erste Mal wach und ein Gedanke rumort, bis ich freiwillig – es ist Samstag wohlgemerkt! – kurz nach 7:00 aufstehe. Katzenwäsche reicht, ich bin alleine zu Hause, Gäste sind auch nicht zu erwarten. Kurz einen Tee und mit der Straßenbahn zu dem, was man hier ‚Markt‘ nennt. Kalbsschnitzel für morgen gekauft, etwas Aufschnitt, etwas Gemüse (auch für morgen) … und, weil ich ja so früh schon unterwegs war, als Belohnung einen Kaffee und ein Gehacktes-Brötchen. Zurück geht es über Supermarkt 1 zur Bank zur Apotheke zu Supermarkt 2. Der Versuch, spontan einen Friseurtermin zu bekommen, scheitert zweimal kläglich. Und als dann das Geschirr abgewaschen ist, ist es 11:30. Raus aus den Klamotten und rein in den Lapperlook. Computer rumgemache und über eine Suchanfrage lande ich dauernd bei irgendwelchen Pornos – nun gut, man ist ja nicht prüde. 12:15 Scheiben von meinem Lieblingsbrot mit Fleischsalat, dann einen komatösen Mittagsschlaf bis genau 13:58. Das Hörspiel ab 14:00 höre ich dann doch noch etwas rein, während ich ganz spontan ein paar klasse Bilder von 2013 bearbeite – die ich aber wohl nie zeigen werden dürfen, denn die Dame möchte mit ihrem und meinen nackten erregten Körper nicht gezeigt werden wollen. 15:00 nach zwei Tage Pause mal wieder Tageslektüre, jetzt nur noch 350 Seiten, dann bin ich mit der 2.000-seitigen NS-Geschichte durch. Langsam sollte ich mir Überlegungen machen, was danach kommt – Thukydides (allein schon deswegen, weil ich den Namen auswendig kann?)? Kurz vor 16:00 noch einen Tee und dann bastel ich mir eine Bolo ganz nach meinem Geschmack zusammen. 17:30 versuche ich J. zu erreichen, der ich was aus der Apotheke habe was mitbringen soll, sie meldet sich dann aber erst kurz vor 18:00. Kurz rübergelaufen, kurz gesnackt, dann aber wieder zu mir, falsch in den Schrank gegriffen und Linguine gekocht, statt Spaghetti – ging aber auch. Dazu Prosecco. Seit dem süffelnd auf dem Sofa, die Fernbedienung glüht, denn ich bin alleine zu Hause und kann all das anschauen, was sonst nicht oder nur unter lautestem Protest möglich ist.

Ein Manko ist immer

Eines lässt sich bei so einem FKK-Urlaub nicht leugnen: Ein ästhetischer Genuss ist das definitiv nicht! Was man da an Fettschürzen, angefressenen Wohlstandswampen, hängenden Brüsten, verschumpelte Hodensäcken und sonstige Fleischuntergangsszenarien zu sehen bekommt, ist schon heftig. Liegt leider auch daran, dass FKK anscheinend nur noch was für eine Generation 60+ ist, denn jüngere Leute, mal abgesehen bis auf eine handvoll Familien, gab es nicht.

Aber mal von diesem ästhetischen Supergau abgesehen ist FKK-Urlaub einfach nur geil.  Jetzt echt nicht im sexuellen Sinne, sondern in Bezug auf Körperlichkeit und das Empfinden an sich. 23 Grad Celsius am Morgen fühlen sich komplett anders an, als die gleiche Tempertaur zehn oder zwölf Stunden später. Das hat was mit der eigenen Empfindlichkeit zu tun, aber auch mit Luftfeuchtigkeit und anderen Parametern, die man angezogen in der Bandbreite gar nicht fühlen kann.

Es ist zudem richtig irre, wie schnell sich der Körper an die Klamottenfreiheit gewöhnt. Je länger ich nackt war, desto kühler musste die Dusche Tag für Tag gestellt werden. Der Tümpel, der anfangs noch richtig kalt war, empfand ich am Ende zwar nicht als pisswarm, aber erfrischend war er auch nicht mehr. (OK, er dürfte etwas zugelegt haben, dennoch). Nach dem Duschen habe ich es mir dann gegönnt, mich erst gar nicht abzutrocknen, sondern das von der Tür von der Luft, dem Wind erledigen zu lassen. Das ist schon irre, wie es für einem Moment einem echt kalt wird – und hat man das gedacht, ist auch schon alles vorbei und ich war trocken.

Ich vermute mal, Körper und Haut bekommt es einfach besser, wenn es nicht dauernd mit irgendwelchen Hitzestaus umgehen muss, die sich unweigerlich unter den Klamotten bilden. Gerade waren wir einkaufen. Draußen sind es 19 Grad, bedeckter Himmel. Die meisten hatten lange Hosen und langärmliges Oberteile an. Ich hatte eine Short und ein T-Shirt an – und das fand ich schon unerträglich warm darunter.

Wie auch immer: Ich hab’s echt genossen.

 

Die Nackten sterben aus

Heute nach Ewigkeiten mal wieder in der Schweinebucht gewesen. Weil ich mit dem Auto kam, musste ich über beide große Wiesen laufen, um an meinen Stammplatz zu kommen. Ich bin nun ja wahrlich nicht mehr jung, aber insgesamt waren es vielleicht zwei oder drei Prozent der Anwesenden, die etwas jünger als ich waren.

Einst

Vor Jahren hätte ich die Hitze echt besser ab haben können. Da wäre ich nach der Arbeit noch schnell mit dem Rad zu Schweinebucht gefahren, um den nackten Körper noch der Sonne anzubieten (und ggf. etwas zu schwimmen, aber nur etwas). Aber jetzt. Jetzt schleiche ich mich in die Straßenbahn, bin froh, einen Sitzplatz zu bekommen, genieße die Kühle des Supermarktes und bewege mich zu Hause im Zeitlupentempo.

Aber besser als frieren ist es allemal.

Von jenem und diesem

Nix wirklich gemacht heute. Aber das war auch gut so. Ich brauchte einfach Zeit mit mir. Viel in alten Photos rumgemacht und ein paar handvoll bearbeitet, etwas gelesen, ein paar Seiten Korrektur gelesen, viel Serie geschaut, wenig gegessen, etwas mehr getrunken.

Morgen dann aber noch Korrekturen, ne Präsentation und auf alle Fälle noch das Thera-Tagebuch. Mit den Themen, die ich aus der letzten Stunde mitgenommen habe, bin ich noch keinen Zentimeter weiter.

Anscheinend sinkt die Körpertemperatur an sich gegen die Mittagszeit bzw. am frühen Nachmittag. Denn während ich die ersten Stunden am Tage problemlos nur mit einem T-Shirt auskomme, ist es mir dann ab dem frühen Nachmittag zu kalt dafür. Erst abends wieder reicht ein Teil.

WMDEDGT 5/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat. Na dann.

1:40 – Dann gehe ich doch auch mal ins Bett.
9:45 – Was? Jetzt schon aufstehen?
10:00 – Leicht verkatert und halbnackt stehe ich in der Küche und bin überrascht, dass mein Mann und E. schon munter am schwätzen sind. Kommt für mich nicht in Frage.
10:22 – Ich bin aber in der Lage Toast zu machen und Eier zu kochen.
10:55 – Der Abwasch steht an, siehe hier. Ich frage mich kurz, ob mein nackter Arsch eigentlich eine Zumutung für E. darstellt. Entschließe mich dann aber dagegen, denn a) kennt er ihn schon seit Jahre und b) ist er nach wie vor Manns genug, was zu sagen, sollte es ihn stören.
12:05 – E. und ich haben spontan entschieden, einen größeren Spaziergang zu machen und fahren dafür mit seinem Auto 8,9 Kilometer zum Ausgangspunkt.
12:25 – Ich laufe die Strecke nun zum 3. Mal, finde sie aber nach wie vor arg reizvoll. Wundere mich, dass sie mir das letzte mal so schwer gefallen ist, aber am Ende merke ich doch die Kilometer in den Beinen. Aber war einfach ein schöner Weg zusammen mit E.
16:30 – Wir schlagen in einem Schnellrestaurant auf, der Hunger ist zu groß nach 15, 16 oder 17 Kilometern. Das Handy hat schlapp gemacht, daher keine genauen Kilometerangaben.
16:35 – Wir wundern uns über den neumodischen Bestellvorgang – Rationalisierung ist scheinbar alles. Kapitalismus pur in bunte Farben – und alle machen mit.
17:00 – Zu Hause steht ein Sofa. Gut ist das.
17:45 – E. macht sich wieder ab.
17:47 – So ein Sofa ist einfach schön und gut. Ich gucke, wie jeden Sonntag, das volle Programm im ersten ab „Bericht aus Berlin“.
19:15 – Mein Mann hat heldenhaft alleine gekocht: Paniertes Schnitzel, Spargel, Kartoffeln und die weltbeste Sauce Hollondaise.
19:45 – Der wöchentliche Mutternanruf.
20:15 – Tatort.
20:22 – Irgendwie interessiert mich nicht der Tatort. Also blogge ich und suche im Netz nach allen Dingen, die ich eh nicht brauche. Zuvor aber doch wieder die Hosen aus, ist mir jetzt dann doch warum genung (und da flimmert der Tatortkommisar über die Scheibe – nackt am heimischen Schreibtisch).
21:12 – Aber über ZVAB bestelle ich zwei Bücher zu Hermann Broch, den wir ja als nächstes (um genau zu sein: „Tod des Vergils“) im Lesekreis lesen. Gesamtkostenpunkt nebst Porto: 9,80 Euro. Seinen Briefwechsel mit seinem väterlichen Freund über seine vielfachen Liebesbeziehungen (der Titel des Bandes lautet „Frauengeschichten“) lege ich mal auf meine Wunschliste.
21:45 – Ich grabe meine Magisterarbeit aus. Die ist jetzt 25 Jahre alt und beschäftigt sich mit dem Symbolbegriff bei Hermann Broch. Ich lese in das zweite, sehr theoretische Kapitel rein – und verstehe eher wenig. Aber im Hinterkopf dämmert was. Ich muss zugeben, die Schreibe ist echt nicht schlecht.
22:02 – Und wenn ich schon am Geld ausgeben bin, ersetze ich mein über viele Jahre geliebte Satin-Boxershorts, die jetzt nur noch aus Fetzen besteht, durch eine neue und haue nochmals 3,99 Euro raus. Jetzt aber Schluss!
22:12 – Ich rechne nach, wann ich theoretisch zur Arbeit muss und bin erstaunt, dass ich eigentlich erst um 13 Uhr da aufschlagen müsste, weil es morgen länger geht, da ich um 18 Uhr 120 km entfernt eine Präsentation (von 20 Minuten) halten darf / muss / soll / kann.
22:14 – Also noch ein Glas Wein auf S., die heute Geburtstag hat, denn ich werde morgen statt um 6 eineinhalb Stunden später aufstehen.

Alles für die Kunst!

So, jetzt gehen wir mal gucken, wie wir nackt im Theater so wirken.

Ich kauf‘ mir einen Muff!

Auf speziellen Wunsch ein kurzer Bericht zu gestern.

War natürlich alles halb so spektakulär, wie es sich anhört, denn so richtig ganz nackt durfte man ja mal wieder nicht sein. Hatte man den Eingang überwunden – da saß einer (!) für 250 Nudisten, um den Namen vom Ausweis abzusprechen – sollte man sich in den Toiletten umziehen. So was versteh ich ja echt nicht. Da soll man blank ziehen, aber umziehen hinter verschlossenen Türen? Nicht mit mir – aber es ging ja nur darum sich bis auf die gewünschte fleischfarbenen Unterhose und ein T-Shirt seiner Wahl auszuziehen.

Einschub: „fleischfarben“ definierte sich in einem Farbenspektrum, der bei schwarz begann, über rot zu blau ins grüne ging. Nun ja.

Das Theater war zwar gut geheizt – wir Kunst-Nudisten wissen jetzt, dass das Theater Fußbodenheizung hat – dennoch bei der Warterei ein Bademantel von Nöten. Insgesamt schon ein lustiges Bild, wenn man bedenkt, dass hier sonst nur ganz schon aufgeputzt rumgestanden wird. Schön, das echt alle Altersgruppen vorhanden waren und das wirklich ein verschieden-fleischfarbiges Bild später abgab. (Über den Geschmack so mancher Bademäntel lässt sich dagegen streiten, vorallem die, die Augenkrebs verursachen.)

Irgendwann in den Saal. Dort erfuhren die Nudisten, dass sie nicht nur für Film- sondern auch für Tonaufnahmen gebraucht würden. Also wurden verschiedene kleine Sequenzen geübt – siehe Titel – und x-mal aufgenommen. Aber das passierte alles eher auf die spaßige Art. Die eigentliche Nacktaktion beschränkte sich, wie vermutet, gerade mal darauf, dass auf Kommando erst die Bademäntel und dann die T-Shrits ausgezogen wurden – was mehrfach wiederholt wurde, um sicher zu gehen. Der Effekt ist übrigens erstaunlich klasse, ein Publikum sieht so viel homogener aus. Das konnten wir nämlich sehen, da auf die Bühe ein übergroßer Spiegel aufgestellt war, in dem sich das Publikm spiegelte. Später bei der Aufführung sollen dann die Aufnahmen auf / in den Spiegel projiziert werden, so dass sich das eigentliche Publikum vermeintlich nackt sieht. Ich kann mir diesen Effekt enorm gut vorstellen.

Und das war’s dann auch schon

Spannend dürfte es auf dem Permierenabend werden, zu dessen Feier wir als Dankeschön alle eingeladen sind. Denn der Regisseur versprach, ab 23 Uhr düften dann wieder die Hüllen fallen – und ich kann mir gut vorstellen, dass das einige von den Nudisten von gestern dann auch beim Wort nehmen werden. Wenn ich es schaffe, schaue ich auf alle Fälle vorbei … und da ich am nächten Tag Geburstag habe, warum sollte man nicht im Übereifer …

Alles für die Kunst!

Einige Jahre lang stand ich durchaus gerne als Akt’modell‘ auch vor der Kamera. Da ich mit verschiedenen Fotografen gearbeitet habe, gab es reichlich Abwechslung, was die Location betrafen. Nicht immer war das temperaturmäßig dann für einen Nackten angemessen, aber wie J. da immer sagte: Alles für die Kunst!

Irgendwann ist es auch relativ normal für einen, nackt in Trümmerhäuse rumzukraxeln, während der Fotograf friedlich in seiner Ecke sitzen bleibt und nur noch Anweisungen gibt.

Nicht immer sind wir ungestört geblieben – denn so Ruinen und Abrisshäuser ziehen verschiedene Klientel an – aber das hatte nie irgendwelche Folgen, außer das die Betrachter mit teils großem Interesse verfolgten, wie so ein Shooting einigermaßen professionell abläuft. Mir war’s egal, ob da noch in zweiter / eine zweite schauen konnte, wie ich so ohne aussehe.

J. war schon immer der Mutigste unter den Fotografen, was streng genommen heißt, er war immer der, mit den für das ‚Modell‘ mutigsten Situationen. Dafür hat sich die Bezeichnung „Blitzakt“ bei uns eingespielt, heißt, man bespricht die genaue Position, Haltung, Blick und was sonst noch wichtig ist, springt aus den Klamotten … klick, klick, klick … und wieder rein die Klamotten. Denn Blitzakte haben wir immer dann gemacht, wenn im öffentlichen Raum, auf Aussichtsplattformen beispielsweise, doch ein paar Menschen mehr unterwegs waren.

Heute abend lasse ich dann auch mal wieder die Klamotten fallen, zusammen mit wohl 200 anderen – denn es gilt für einen Dreh das hießige Theater mit nackten Menschen zu füllen. Das wird ästhetisch jetzt nicht so der Genuß werden im Gegensatz zudem, was die sonst auf die Bühne bringen, aber, s.o., was macht man nicht alles für die Kunst.

# 530

Wenn mir nix einfällt, dann halt mal wieder ein Foto.

Den Fotografen findet man HIER.

Splitter

Mir einfach einen Tag Urlaub genommen. Nichts tun ist anstrengend. Meinte auch der Psychodoc und hatte noch ne interessante These dazu. Also in die Sauna. Es ist noch Geld auf der geschenkten Wertkarte von vor drei, vier Jahren. Überraschenderweise wenig los. Überraschenderweise auch noch Sonne. Wer liegt schon Anfang November nackt in der Sonne? (OK, das ging nur die ersten 15 Minuten nach dem Saunagang, dann wurde es doch etwas kühl.)

Als ich aus der Dusche komme und mich anziehen will, treffe ich einen ehemaligen Ausbilder, der keinen Hehl daraus macht, meinen Körper einer eingehenden und kritischen Betrachtung zu unterziehen. Immerhin lässt er sich zu einem „Schön braun“ hinreißen.

Mittagsschlaf, der den Begriff Schlaf berechtigt.

Später noch ein Buch, was ich bestellt hatte, nicht kaufen müssen, weil ich anderweitig an die entsprechende Literatur gekommen bin. Die Buchhändlerin bedankt sich sogar dafür. Es scheint wohl öfters vorzukommen, dass sie was bestellen, was dann gar nicht abgeholt wird.

Morgen Kontrastprogramm vom Feinsten: Abteiltungssitzung – also fröhliches Reigen der selbstherrlichen bzw. selbstüberschätzenden Selbstdarstellung. Ich will mir ein Gedicht ausdrucken und schauen, ob ich es derweil auswendig lernen kann.

Respekt

Ich hab‘ ja nen echt toleranten Mann. Muss ich schon sagen. Ist mir so heute durch den Kopf gegangen. Seit Wochen renne ich in der Wohnung maximal mit nem T-Shirt rum. Sicher bin ich mir echt nicht, dass ich das ohne jeden Kommentar hätte über  mich ergehen lassen, wenn die Rollen getauscht wären. Er hat das an, was die meisten Männer im Hochsommer zu Hause eben so an haben, kurze Hose, T-Shirt.

WMDEDGT 8/18

Wie schon vorletzten Monat (im letzten war ich in Urlaub, mit ohne Internet), mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

7:35 – Es ist Sonntag! Warum sollte der Wecker auch nicht mal früh klingeln?
7:37 – Ich arbeite mich aus dem Wasserbett und bin erstaunt: Musklen fühlen sich alle soweit OK an.
7:45 – In der Küche E., der Kaffee kocht, ich nehme auch einen.
7:55 – E.’s Neffe F. ist nun auch aufgetaucht, bringt mir eine Badehose mit.
8:10 – Wir sind bei bewölktem (!) Wetter im Schwimmbad. Laut Anzeige ist dass Wasser vier Grad wärmer als die Luft. Ich ziehe mich trotzdem um.
8:15 – Das Wasser ist nicht ganz so kalt wie befürchtet, das Mittelmeer war aber bedeutend wärmer.
8:40 – Im Schwimmbad gibt es Panecake und Kaffee
9:15 – Wieder bei E.’s Familie, noch nen Kaffee, dann schwinge ich mich aufs Rad.
10:24 – Die Bahn kommt pünktlich.
11:05 – Wieder zu Hause mit brüllendem Hunger. Schwimmen ist das eine, ne Steinmauer am Vortag bauen das andere.
12:10 – Mir fallen fast die Augen zu, also gibt es einen Mittagsschlaf.
14:00 – Die Muskeln meinen mich nun sehr deutlich erinnen zu müssen, dass ich gestern mit E. und T. malocht habe wie Idioten (Steinmauer und so). Die Bewegungsabläufe sind siebzigjährigmäßig.
14:15 – Tee und (Fach-)Lektüre auf dem Balkon. Ertappe mich kurz bei der Überlegung, mir zumindest ne Hose anzuziehen. Aber ich schwächel doch nicht als Vollzeitnudist bei 23 Grad!
15:35 – Weitere Arbeit am Rechner. Mein Mann hat für seine Schulung Fotos gemacht, die müssen erst ausgesucht, in Reihenfolge und beschriftet werden. Die Berarbeitungen frühestens am Dienstag oder so, mir fehlen noch zwei Idee für die Moderation am Dienstag.
17:45 – Kochen: Lammcury mit Blumenkohlsalat.
18:30 – Seehofer gucken im Ersten. Große, leere Worte, ein schlaffer Luftballon. Grauenhaft, dass sojemand macht hat und meint Trump machen zu müssen, in dem er Sachen behauptet, die nicht stimmen.
18:45 – Wir essen trotzdem! Dazu Lindenstraße, Nachrichten, Weltspiegel.
19:45 – Anruf bei Muttern. Wie schon seit 5 Wochen: Total unklar ob OP möglich oder nicht, geschweige denn wann. Dennoch scheint sie etwas entspannter zu sein als in letzter Zeit.
20:15- Wie (fast) immer: Tatort. Nachdem wir letzte Woche zum ersten Mal „Im Schmerz geboren“ gesehen haben. war die Erwartung sehr gering, dass der heute auch was zu bieten hätte. Hat er aber, wenn auch ’nur‘ formal. Eine Kamerfahrt über 90 Minuten – das ist mal was.
21:45 – etwas Fernsehen, etwas Internet, etwas Plaudern, etwas Käse, etwas Handcreme suchen, etwas … und etwas bettfertig machen. Morgen klingelt der Wecker schon um 5:45, denn meine Musklen melden jetzt schon lautstark an, dass das Mit-dem-aus-dem-Bett-steigen ’ne längere Geschichte werden könnte.

Nackt und doch WP-konform

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Also: Man darf bei WordPress komplette nackte Tatsachen veröffentlichen solange sie nicht eindeutig pornographisch sind – Ständer ist also nicht (lag aber auch nicht in meiner Absicht). Aber Ganzkörpernacktheit geht nur dann, wenn ich meinen Blog irgendwie als ‚erwachsen‘ kennzeichne, was aber – ich bin des Englischen nicht wirklich so mächtig – einige Folgen nach sich ziehen würde. Beispielsweise, dass man in keinen Rankings auftaucht (wäre mir aber eh egal) aber auch, dass der Beitrag nicht verlinkt werden kann. Und irgendwie meine ich auch etwas davon gelesen zu haben, dass dann nicht alle Zugriff haben können – und das wäre eine Einschränkung. Also laviere ich mich einfach etwas drumrum.

Nackt oder nicht nackt?

Wie ist das eigentlich hier? Darf ich hier in meinem Blog ein Foto von einem nackten Mann zeigen – oder fliege ich dann raus?

Die Gedanken sind frei

Irgendwie nett die Gedanke, T. wäre heute überraschend vor der Tür gestanden. Hätte etwas Stress gemacht wg. Dienst, aber vielleicht hätte ich den auch noch von der Backe bekommen? Aber ob ich dann auch jetzt nochmals der Nacktheit und der Sonne so gefrönt hätte, obwohl sie, wie sie schrieb, heute auch mal ohne schwimmen war? Aber das „Was-wäre-gewesen“ hebe ich mir für’s einschlafen auf. Da habe ich ja dann die Wahl, ob ich es so gestalte, dass ich gut einschlafe oder mich mit einem Ständer beschäftigen kann.

Vom Tag

Schönen Tag mit P. gehabt. Interessanterweise mit viel nackt. Ist eigentlich nicht so sein Ding. Dazwischen Zimmer streichen. Reden über Väter und Sex – in der Offenheit ebenfalls ungewöhnlich. Macht mit mir viel im Kopf.

Genieße gerade die Zwischenzeit mit mir im ICE, denn das Restwochenende wird einfach nur anstrengend.

Zuhause wartet der Mann mit einem Sekt, denn unserer Verpartnerungsmedaillons sind heute fertig geworden.

Und das Besondere zudem an diesem Beitrag: Aus einem pünktlich fahrenden, funktionstüchtigem ICE mit derem kostenlosen Bordangebot gesendet!

Der Sommer war nicht sehr groß.

Finde ich. Das Gefühl, kaum Sonne gehabt zu haben. Umso genussvoller heute den Nachmittag nackend in Wohnung und auf Balkon. Mich würde es nicht wundern, wenn es der letzte für dieses Jahr gewesen ist.

Der Tag

etwas länger geschlafen (sehr berechtigt) – genossen sich nix anziehen zu müssen und das tee-frühstück auf den balkon einnehmen zu können – krimilektüre beendet (absolut nicht empfehlenswert, aber es war schön die orte, in denen er spielte, fast alle zu kennen) – mal wieder im voskuil weiter gemacht – kleiner ‚workout‘ zur documenta – danach weiterhin nackt mit proust-lektüre und voskuil auf dem balkon – eine gute stunde am rechner wegen beckett u.a. – zwei stunden locker in der küche da abendgäste – a. bezeichnet mich als „nackedei“, dabei habe ich ein t-shirt an – schicklich angezogen begrüße ich den rest der gäste – bei spargel mal wieder die unterschiedlichsten themen, von griechenland bis verpatnerung – das theoretisch gemeinte „wollen wir noch abwaschen?“ (ich) wird praktisch interpretiert (mein „mann“) – jetzt wird geschimmelt …

April

Morgens mit Handschuhe und Mütze bei 0 Grad frierend auf dem Fahrrad – nachmittags mit Proust und Luther nackt in der Sonne.

Endlich mal wieder

Ach so, für die Chronik: Erstes Licht-Luft-Bad heute.

WMDEDGT 12/16

Mach‘ ich mal wieder mit. Frau Brüllen fordert wie jeden Monat auf, den 5. eines Monats zu protokollieren: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

7:11 – Ich werde wache und registriere langsam: ich bin komplett nackt; ein anderer nackter Arsch schmiegt sich an meinem; ich schlafe defintiv nicht in meinem Bett. Dann erinnere ich mich, dass ich ja bei meinem besten Freund P. in  B. bin, ich einen Tag Urlaub habe und somit alles seine Richtigkeit hat.
7:25 – Ich ziehe mich mühsam an, weil meine Klamotten, warum auch immer, über den ganzen Raum verteilt liegen.
7: 36 – Der Mitbewohner von P. ist in der Küchen verbotenerweise wach und gesprächig. Ich schnappe mir die Zeitung von gestern und tue so, als würde ich interessiert lesen – dass ich keine Lesebrille aufhabe, fällt niemanden auf. Immerhin gibt es Tee.
7:50 – Jetzt kann ich mal kurz ins Bad.
8:09 – P. und ich machen uns auf zum Bahnhof.
8:20 – Kleine Knutscherei zum Abschied.
8:25 – Stelle mich in einer Bäckerei unter, höre „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ von Milan Kundera, trinke einen lauwarmen Tee, kaue auf einer Plastikbrezel herum.
8:59 – Der Zug ist gegen alle anderen Angaben pünktlich.
9:01 – Sogar ein Sitzplatz. Lese etwas in „Das Pfingstwunder“ von Sibylle Lewitscharoff, schließe dann aber doch lieber die Augen und döse vor mich hin.
10:21 – Der Zug ist immer noch pünktlich als ich aussteige.
10:30 – Zuhause sinnloses Hin und Hergelaufe, koche Tee, werfe einen Blick in die Zeitung, fahre den Rechner hoch, lese die eine Mail, gucke schnell bei tumblr und flickr, was die nackten Männer machen (sie sind immer noch nackt), schaue auf den Kalender, was der Tag so noch für mich bereit hält.
11:03 – Ziehe die Lektüre für das Bibel-Leseprojekt vor.
11:50 – Kleines Mittagessen (Rosenkohl vom Samstag) und Zeitungslektüre.
12:37 – Dringend benötigter Mittagsschlaf.
14:09 – Korrespondenz.
14:19 – Fotos machen und bearbeiten für die Wochenaufgabe um 17 Uhr auf dem Foto-Blog.
14:52 – Tee und Verfassen des Protokolls der ordentlichen Mitgliederversammlung vom Samstag (Verein 2).
15:31 – Lektüre: J. J. Vosskuil: Das Büro I – Direktor Beerta
15:55 – Aufbruch zur Straßenbahn.
16:30 – Laberrunde für’s Geschriebene. Habe verdrängt, dass es nach den 90 Minuten noch ein „gemütliches Beisammensein“ gibt, diesmal sogar mit Alkohol in Form von Glühwein. Also bleibe ich eine Anstandszeit und mache mich, ohne aufräumen zu helfen, mit S. ab.
18:47 – Rückfahrt mit der Straßenbahn
19:04 – Abendessen kochen (Nudelsuppe) und essen und in die Glotze gucken (verschiedene Nachrichten).
20:17- Korrekturen in den Haushaltsplan Verein 1 einarbeiten.
20:50 – Chat mit U. Sehr schleppend, weil sie was auf dem Herzen hat, aber nichts erzählen will, dafür aber andauernd Anspielungen macht. Ich halte es interessanterweise diesmal aus.
22:17 – Feierabend. Bisschen doof in die Glotze gucken.
22:50 – Aufbruch ins Bad, dann mit nem Glas Rotwein und Vosskuil in die Federn. Wenn nich noch fünf Seiten schaffe, bin ich gut, zehn dürften utopisch sein.

Weg des Begehrens (3)

Teil II

Hinzukam, andere Quellen, von denen es entschieden weniger gab als heute, hatte ich nicht. Bravo gab es bei uns zu Hause nicht – und ich bewegte mich weitgehend in katholischen Kreisen – also gab es die bei meinen Freunden auch nicht. Die wussten vielleicht schon das ein oder andere mehr – aber als guter katholischer Junge, dazu noch Ministrant und in Hinsicht auf den Beichtspiegel … . Meine älteren Brüder, die weiter waren als ich, erzählten mir weitgehend auch nichts, da wir uns nicht verstanden. Im Fernsehen war das erotischste was man sehen konnte ggf. ein nackter weiblicher Rücken oder eben einen Mann in Badehose, was ich ja schon immer interessant gefunden hatte und im Otto-Katalog mir lieber die Seiten mit der Männerunterwäsche anschaute, als die mit der Frauenunterwäsche. Für mich so ein Hinweis, dass die Sexualität genetisch vorgeprägt ist und soziale Einflüsse ihr so etwas wie einen Feinschliff verpassen – aber so richtig lege ich meine Hand für diese gewagte Theorie dann doch nicht ins Feuer.

Ich kann heute es ein kleinwenig für mich nachvollziehen, dass ich ab 14-Jähriger, sicher ab 15-Jähriger regelmäßig mit jemanden wichste, dass aber nicht als Sexualität ansah. Es war ‚Triebabfuhr‘ aber nicht Sex, denn der würde dann kommen, wenn man älter wäre. Und Sex ging ja nur in Verbindung mit einem Mädchen bzw. mit einer Frauen. Aber da ich eben noch nicht alt genug war, hatte ich Raum und Zeit es eben mit einem anderen zu füllen. Zudem Zeitpunkt wusste ich definitiv nicht, dass es Homosexualitäten gibt. Es gab nur das versteifte Glied in der Vagina – alles andere, und das war das gemeinsame, teilweise sehr ausführliche (gegenseitige) wichsen – eine Art ‚parasexuelle‘ Spielwiese.

Im Nachhinein verwundert es mich schon, dass ich das recht locker sah, und es mit mehreren praktizierte. Richtige Schuldgefühle hatte ich erst mit 18, als ich mit meiner zweiten Freundin T. meinen ersten ‚richtigen‘ Sex hatte. Immerhin wusste ich ja, wie das theoretisch zu funktionieren hatte, klappte auch praktisch durchaus problemlos und war – zumindest für mich – lustvoll. Wenn sie mir heute gestehen würde, dass ich zu den schlechtesten Liebhabern gehöre, oder gar der schlechteste gewesen sei – ich würde das in aller Demut sofort akzeptieren und nicht für ein Schamhaar aufmucken. Denn bis dahin war Sexualität die Befriedigung eines Triebes, oder man hat einem anderen geholfen – aber die Vorstellung der gegenseitigen Lustverschaffung, des gemeinsamen Lusterlebens gab es nicht. Die Entdeckung der Lust beim Sex kam spät.

Und noch immer, 18-jährig, gab es keine Homosexualitäten.

Teil IV

Vertrauen

Letztens war A. – nach harter, harter Uni-Prüfungszeit – mal wieder da. Mit Computerproblemen. Ob ich nicht noch irgendwie ne Festplatte hätte, um seine Daten sichern zu können? Es fand sich zwar etwas, aber dafür inkompatibel, und so fragte er, ob er seine Daten komplett auf meinen kleinen Rechner (aus dem Hause Apfel) sichern könne. Bitte gerne, Speicherplatz ist ausreichend vorhanden.

Ich fragte mich, ob ich das auch getan hätte. Denn A. hat mit 100-prozentiger-Sicherheit jetzt nicht nur Daten bei mir gespeichert die sein Studium betreffen. Denn, wenn ich von mir ausgehe, dann sind eine Menge meiner Daten eh ‚unkritisch‘, aber da gibt es Briefe, Tagebücher, persönliche Texte und in meinem Fall natürlich noch ein Haufen von Fotos, die nicht nur andere sonder auch mich mit Ständer zeigen, teilweise in Aktion, teilweise voller Sperma und was sonst. Dinge jedenfalls, die man auch guten Freunden jetzt nicht so mir-nichts-dir-nichts aufs Auge drücken will.

Da ich den kleinen Rechner jetzt nicht wirklich häufig nutze – und die Frage sehr berechtigt ist, warum ich mir den überhaupt angeschafft habe – bin ich über seine Daten nur einmal gestolpert, als ich ein Hörbuch suchte, was dann zwischen irgendwelchen Hirn-Anatomie-Blut-Gerinsel-Fachbegriffen gelandet war.

A. heute wieder da – bei Saltimbocca – und die Nachricht, dass sich das Computerproblem zu Gau ausgeweitet hätte. Jetzt hat er gar keinen Rechner mehr. Ich würde mich tierisch ärgern, weil ich dann meine (wenigen) Mails auf dem Handy schreiben und dauernd die Brille trage müsste und auch hier es mit den Handy nicht so leicht hätte. Aber sonst?

Also hab‘ ich ihm meinen kleinen Rechner angeboten, auf dem der meiste Speicherplatz eh von ihm derzeit belegt wird. Er hat sich zwar geziert – hätte ich mich auch – aber dann doch es angenommen, denn es dauert noch etwas, bis er einen neuen hat.

Jetzt hat er auch also einen Teil meiner Daten bei sich. Und ich gebe zu, dass ich kurz überlegt habe, was denn da drauf ist. Und ich konnte es dann doch nicht unterlassen ihn zu warnen, dass, wenn er auf den Bilderordner geht, er vielleicht mit Fotos konfrontiert wird, die seiner sexuellen Ausprägung nicht entsprechen. Aber es ergab sich, weil er für mich ein Update installierte, dass der Bildschirmschoner ansprang – ich habe meine Warnung dann einfach nur noch darauf beschränkt, dass er ja ohne Frage fähig sein, den auszuschalten oder zu ändern.

By the way: A. hat mich schon ausreichend nackt gesehn. Und A. ist jetzt auch nicht so ein Kind von Traurigkeit, dass er beim Anblick eines Ständer traumatisiert werden würde. Warum musste ich das kommentieren? Davor warnen? Wo er doch weiß, dass ich Männerakte mache?

In einem früheren Blog habe ich mal geschrieben, was ich für einen Terz ich gemacht habe, als A., damals kannte wir uns noch nicht soo gut, zu Besuch war und ich einen Teufel tat, um mein Bildschirmhintergrund, der mich nackt im Bodensee zeigte mit einem recht gut druchbluteten Schwanz (aber kein Ständer!) zu eleminieren. Affig bin ich mir vorgekommen. Später habe ich das Bild einfach gelassen und ihm gesagt, dass mein Schwanz sonst ne andere Größe / Kleinheit hätte. Er grinste, glaub‘ ich nur – und es war OK.

Scham ist schon was komisches!

 

3 Buchstaben

Spannende Beobachtung meinerseits. Immer wenn ich in den lezten Tagen gefragt wurde, wo ich denn im Urlaub war, war die Antwort: „Auf einem Campingplatz an der Ostsee.“ Hin und wieder wurde noch gefragt, wo denn genau – und Dahme scheint bekannter zu sein, als ich es mir habe je vorstellen können.

Was daran so ’spannend‘ ist, dass ich die drei Buchstaben FKK vor Camping immer fortlasse. OK, meinen ‚Kolleg*innen‘ möchte ich das echt nicht auf die Nase binden, nicht in der Situation, aber der Friseurin heute? Die hätte mir dann dennoch die Haare geschnitten. Und warum nicht auch gegenüber guten Bekannten? Was ist so schlimm daran?

Was steckt da also in mir, dass nackt-sein irgendwie nach wie vor bäh ist und zwar mehr noch als schwul sein? Und woher hab‘ ich das eigentlich?

Nackte Erkenntnisse (# 328-332)

  • So ein FKK-Camping-Urlaub ist – bis auf sehr seltene Ausnahmen – kein ästhetisches Vergüngen.
  • So ein FKK-Camping-Urlaub ist – bis auf sehr seltene Ausnahmen – ein absolut irres Ganzkörpererlebniss. Alleine nach dem Duschen sich vom Wind nachtrockenen zu lassen oder nackt im Sand zu sitzen und sich die Eier wärmen zu lassen oder beim Spazieren den Wind überall zu spüren oder …

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Eine der ersten Sandburgen in einfacher Bauart, mehrere Tage nach Errichtung mit den typischen Alterrrungserscheinungen.

  • Ist schon Luxus, statt im Zelt in einer kleinen Hütte zu logieren mit Kühlschrank (d.h., kalte Getränke, Butter, Wurst, Käse …), zwei Herdplatten (für kleine Gerichte, wenn wir Lust hatten) und einem Toaster! (Wir haben nur so eine Platte, die wir auf die Gasflamme legen und darauf toasten, was relativ lange dauert und man sehr genau aufpassen muss. Aber so: zwei Dinger rein, etwas warten, wutsch! Ich hab‘ die erste Woche fast nur von Salami-Käse-Toast gelebt.)
  • OK, das Wetter hätte, vor allem in der ersten Woche, durchaus besser sein können, aber jetzt weiß ich wenigstens dass ich ein Hardcore-Nudist bin. Und für einen gepflegten Sonnenbrand auf dem Arsch hat es dann in der zweiten Woche auch noch gereicht. Und ist schon lustig zu beobachten, wie der Schwanz auf das Wetter reagiert.

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Prototyp einer kombinieten Steinsandburg, ca. 5 Tage nach Errichtung. Hervorzuheben ist der überraschend gute Erhaltungszustand.

  • Ein paar Bücher sind auch noch übriggeblieben.
  • Nackt Fahrrad fahren ist mit einem Kunstsattel nicht so angenehm – und sieht zudem noch äußerst blöd aus.

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Prototyp einer kombinieten Kugelsandburg mit Tiefgrabungsloch und Rundmauer. Erst am sechsten Tag fiel die südliche Mauer in sich zusammen.

  • Die Welt ist sehr, sehr gut ohne mich ausgekommen – ich übrigens ohne sie auch.
  • Die Deutsche Bahn hat sich dann auch gestern auf der Rückfahr noch wirklich alle Mühe gegeben uns ‚zu unterhalten‘, indem ein Zug komplett ausfiel, so dass der, den wir nehmen mussten hübsch überfüllt war, der Anschlusszug kam dann 20 Minuten später, musste zudem die Lok wegen Bremsschaden wechseln, hielt außerfahrplanmäßig anschließend in U., um die Personen aus dem Waggon, dessen Klimaanlage ausgefallen war, zu evakuieren und begeisterte kurz darauf noch alle dann noch mit einem Polizeieinsatz im Zug.

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Eine der großen Steinburgen. Diese als Kontrast neben einer klassischen Sandburg (siehe rechte obere Ecke). Eine fast ebensolche wurde für die meinem Mann gewidmente großen Steinstandtrutzburg als Materiallieferant benutzt.

  • Das Campingplaztfest – leider bekleidet, da für alle – entpuppte sich als eine überaus launige Angelegenheit, weil der DJ fast ausschließlich nur Musik aus unserer beiden Jugend brachte, was – bis auf die anwesende Jugend – allen gefiel. Woran man feststellen kann, welche Altersgruppen solch einen Campingplazt überwiegend frequentieren.
  • Ich glaube, eine Woche im Sommer wird jetzt ein Muss.

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Die große Sandsteintrutzburg. Höhe knapp einen Meter, Bauzeit an die zwei Stunden (ohne Steinsammlung). Aufnahme am dritten Tag der Errichtung. Etwas links der Bildmitte erkennt man hilfreiche Stoppsteine, die auf der rechten Seite komplett fehlen, so dass es da zu Abrutschen kam.

P a n i k

Am Freitag geht es in den Urlaub. 16 Tage! Camping am Meer. Nackt. Mit Rad. Und viel Zeit.

Auf meinem E-Reader sind gerade mal sechs Bücher, die ich mir so zusammengeschnorrt habe (und die ich auch lesen will – denn es sind auch noch andere Werke auf dem Reader, aber will ich denn wirklich nun nochmals alles Dramen von Shakespeare?). Sechs Bücher sind ca. 1.800 Seiten – vieeel zu wenig. Und was ist, wenn mir eins der Bücher überhaupt nicht gefällt? Und ich dann am Strand sitze und nichts zu lesen habe? P A N I K!

Aber da ja mein Ausgabestopp noch gilt … nahm ich die Gelegenheit doch gerne wahr, als mein Nachbar fragte, ob ich ihm mein altes Rad verkaufen würde. Aber gerne doch – Bedingung war, das Schloss musste er selber aufflexen. Und von diesem Geld kaufe ich mir ein Sicherheitsbuch (David Forster Wallace: Unendlicher Spaß (1.500 Seiten!) und noch eine kleine Kollektion, so dass ich mit wohl insgesamt an die 6.000 Seiten fahre.

Da fühle ich mich dann doch auf der sicheren Seite.

Und wer wissen will, wie ich das früher gemacht habe, ohne E-Reader. Ganz einfach: Ich hatte mir extra dafür für vorne Satteltaschen gekauft, die ich dann mit Bücher voll stopfte.

Warum nicht immer so?

Draußen sind es im Moment noch 28 Grad, drinnen (also Küche) 25. Und der einzige, der sich hier freut bin ich. Weil einfach nur ein dünnes T-Shirt wegen der Ästhetik und sonst – frei.

Doof natürlich, wenn es an der Tür klingelt.

Doof natürlich, wenn im, Chat jemand meint, die Kamera anmachen zu wollen.

Dennoch: Ich genieße es.

Schwül, schwül, schwül

Wenn schon keine Sonne, dann auch keine Hosen.

Anton Weyrother

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