Durch die Zeit

Tag: nackt

WMDEDGT 10/19

Wie an jedem 5ten. Alles weitere hier.

Wie in letzter Zeit, so gegen 4:00 bin ich das erste Mal wach und ein Gedanke rumort, bis ich freiwillig – es ist Samstag wohlgemerkt! – kurz nach 7:00 aufstehe. Katzenwäsche reicht, ich bin alleine zu Hause, Gäste sind auch nicht zu erwarten. Kurz einen Tee und mit der Straßenbahn zu dem, was man hier ‚Markt‘ nennt. Kalbsschnitzel für morgen gekauft, etwas Aufschnitt, etwas Gemüse (auch für morgen) … und, weil ich ja so früh schon unterwegs war, als Belohnung einen Kaffee und ein Gehacktes-Brötchen. Zurück geht es über Supermarkt 1 zur Bank zur Apotheke zu Supermarkt 2. Der Versuch, spontan einen Friseurtermin zu bekommen, scheitert zweimal kläglich. Und als dann das Geschirr abgewaschen ist, ist es 11:30. Raus aus den Klamotten und rein in den Lapperlook. Computer rumgemache und über eine Suchanfrage lande ich dauernd bei irgendwelchen Pornos – nun gut, man ist ja nicht prüde. 12:15 Scheiben von meinem Lieblingsbrot mit Fleischsalat, dann einen komatösen Mittagsschlaf bis genau 13:58. Das Hörspiel ab 14:00 höre ich dann doch noch etwas rein, während ich ganz spontan ein paar klasse Bilder von 2013 bearbeite – die ich aber wohl nie zeigen werden dürfen, denn die Dame möchte mit ihrem und meinen nackten erregten Körper nicht gezeigt werden wollen. 15:00 nach zwei Tage Pause mal wieder Tageslektüre, jetzt nur noch 350 Seiten, dann bin ich mit der 2.000-seitigen NS-Geschichte durch. Langsam sollte ich mir Überlegungen machen, was danach kommt – Thukydides (allein schon deswegen, weil ich den Namen auswendig kann?)? Kurz vor 16:00 noch einen Tee und dann bastel ich mir eine Bolo ganz nach meinem Geschmack zusammen. 17:30 versuche ich J. zu erreichen, der ich was aus der Apotheke habe was mitbringen soll, sie meldet sich dann aber erst kurz vor 18:00. Kurz rübergelaufen, kurz gesnackt, dann aber wieder zu mir, falsch in den Schrank gegriffen und Linguine gekocht, statt Spaghetti – ging aber auch. Dazu Prosecco. Seit dem süffelnd auf dem Sofa, die Fernbedienung glüht, denn ich bin alleine zu Hause und kann all das anschauen, was sonst nicht oder nur unter lautestem Protest möglich ist.

Ein Manko ist immer

Eines lässt sich bei so einem FKK-Urlaub nicht leugnen: Ein ästhetischer Genuss ist das definitiv nicht! Was man da an Fettschürzen, angefressenen Wohlstandswampen, hängenden Brüsten, verschumpelte Hodensäcken und sonstige Fleischuntergangsszenarien zu sehen bekommt, ist schon heftig. Liegt leider auch daran, dass FKK anscheinend nur noch was für eine Generation 60+ ist, denn jüngere Leute, mal abgesehen bis auf eine handvoll Familien, gab es nicht.

Aber mal von diesem ästhetischen Supergau abgesehen ist FKK-Urlaub einfach nur geil.  Jetzt echt nicht im sexuellen Sinne, sondern in Bezug auf Körperlichkeit und das Empfinden an sich. 23 Grad Celsius am Morgen fühlen sich komplett anders an, als die gleiche Tempertaur zehn oder zwölf Stunden später. Das hat was mit der eigenen Empfindlichkeit zu tun, aber auch mit Luftfeuchtigkeit und anderen Parametern, die man angezogen in der Bandbreite gar nicht fühlen kann.

Es ist zudem richtig irre, wie schnell sich der Körper an die Klamottenfreiheit gewöhnt. Je länger ich nackt war, desto kühler musste die Dusche Tag für Tag gestellt werden. Der Tümpel, der anfangs noch richtig kalt war, empfand ich am Ende zwar nicht als pisswarm, aber erfrischend war er auch nicht mehr. (OK, er dürfte etwas zugelegt haben, dennoch). Nach dem Duschen habe ich es mir dann gegönnt, mich erst gar nicht abzutrocknen, sondern das von der Tür von der Luft, dem Wind erledigen zu lassen. Das ist schon irre, wie es für einem Moment einem echt kalt wird – und hat man das gedacht, ist auch schon alles vorbei und ich war trocken.

Ich vermute mal, Körper und Haut bekommt es einfach besser, wenn es nicht dauernd mit irgendwelchen Hitzestaus umgehen muss, die sich unweigerlich unter den Klamotten bilden. Gerade waren wir einkaufen. Draußen sind es 19 Grad, bedeckter Himmel. Die meisten hatten lange Hosen und langärmliges Oberteile an. Ich hatte eine Short und ein T-Shirt an – und das fand ich schon unerträglich warm darunter.

Wie auch immer: Ich hab’s echt genossen.

 

Die Nackten sterben aus

Heute nach Ewigkeiten mal wieder in der Schweinebucht gewesen. Weil ich mit dem Auto kam, musste ich über beide große Wiesen laufen, um an meinen Stammplatz zu kommen. Ich bin nun ja wahrlich nicht mehr jung, aber insgesamt waren es vielleicht zwei oder drei Prozent der Anwesenden, die etwas jünger als ich waren.

Einst

Vor Jahren hätte ich die Hitze echt besser ab haben können. Da wäre ich nach der Arbeit noch schnell mit dem Rad zu Schweinebucht gefahren, um den nackten Körper noch der Sonne anzubieten (und ggf. etwas zu schwimmen, aber nur etwas). Aber jetzt. Jetzt schleiche ich mich in die Straßenbahn, bin froh, einen Sitzplatz zu bekommen, genieße die Kühle des Supermarktes und bewege mich zu Hause im Zeitlupentempo.

Aber besser als frieren ist es allemal.

Von jenem und diesem

Nix wirklich gemacht heute. Aber das war auch gut so. Ich brauchte einfach Zeit mit mir. Viel in alten Photos rumgemacht und ein paar handvoll bearbeitet, etwas gelesen, ein paar Seiten Korrektur gelesen, viel Serie geschaut, wenig gegessen, etwas mehr getrunken.

Morgen dann aber noch Korrekturen, ne Präsentation und auf alle Fälle noch das Thera-Tagebuch. Mit den Themen, die ich aus der letzten Stunde mitgenommen habe, bin ich noch keinen Zentimeter weiter.

Anscheinend sinkt die Körpertemperatur an sich gegen die Mittagszeit bzw. am frühen Nachmittag. Denn während ich die ersten Stunden am Tage problemlos nur mit einem T-Shirt auskomme, ist es mir dann ab dem frühen Nachmittag zu kalt dafür. Erst abends wieder reicht ein Teil.

WMDEDGT 5/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat. Na dann.

1:40 – Dann gehe ich doch auch mal ins Bett.
9:45 – Was? Jetzt schon aufstehen?
10:00 – Leicht verkatert und halbnackt stehe ich in der Küche und bin überrascht, dass mein Mann und E. schon munter am schwätzen sind. Kommt für mich nicht in Frage.
10:22 – Ich bin aber in der Lage Toast zu machen und Eier zu kochen.
10:55 – Der Abwasch steht an, siehe hier. Ich frage mich kurz, ob mein nackter Arsch eigentlich eine Zumutung für E. darstellt. Entschließe mich dann aber dagegen, denn a) kennt er ihn schon seit Jahre und b) ist er nach wie vor Manns genug, was zu sagen, sollte es ihn stören.
12:05 – E. und ich haben spontan entschieden, einen größeren Spaziergang zu machen und fahren dafür mit seinem Auto 8,9 Kilometer zum Ausgangspunkt.
12:25 – Ich laufe die Strecke nun zum 3. Mal, finde sie aber nach wie vor arg reizvoll. Wundere mich, dass sie mir das letzte mal so schwer gefallen ist, aber am Ende merke ich doch die Kilometer in den Beinen. Aber war einfach ein schöner Weg zusammen mit E.
16:30 – Wir schlagen in einem Schnellrestaurant auf, der Hunger ist zu groß nach 15, 16 oder 17 Kilometern. Das Handy hat schlapp gemacht, daher keine genauen Kilometerangaben.
16:35 – Wir wundern uns über den neumodischen Bestellvorgang – Rationalisierung ist scheinbar alles. Kapitalismus pur in bunte Farben – und alle machen mit.
17:00 – Zu Hause steht ein Sofa. Gut ist das.
17:45 – E. macht sich wieder ab.
17:47 – So ein Sofa ist einfach schön und gut. Ich gucke, wie jeden Sonntag, das volle Programm im ersten ab „Bericht aus Berlin“.
19:15 – Mein Mann hat heldenhaft alleine gekocht: Paniertes Schnitzel, Spargel, Kartoffeln und die weltbeste Sauce Hollondaise.
19:45 – Der wöchentliche Mutternanruf.
20:15 – Tatort.
20:22 – Irgendwie interessiert mich nicht der Tatort. Also blogge ich und suche im Netz nach allen Dingen, die ich eh nicht brauche. Zuvor aber doch wieder die Hosen aus, ist mir jetzt dann doch warum genung (und da flimmert der Tatortkommisar über die Scheibe – nackt am heimischen Schreibtisch).
21:12 – Aber über ZVAB bestelle ich zwei Bücher zu Hermann Broch, den wir ja als nächstes (um genau zu sein: „Tod des Vergils“) im Lesekreis lesen. Gesamtkostenpunkt nebst Porto: 9,80 Euro. Seinen Briefwechsel mit seinem väterlichen Freund über seine vielfachen Liebesbeziehungen (der Titel des Bandes lautet „Frauengeschichten“) lege ich mal auf meine Wunschliste.
21:45 – Ich grabe meine Magisterarbeit aus. Die ist jetzt 25 Jahre alt und beschäftigt sich mit dem Symbolbegriff bei Hermann Broch. Ich lese in das zweite, sehr theoretische Kapitel rein – und verstehe eher wenig. Aber im Hinterkopf dämmert was. Ich muss zugeben, die Schreibe ist echt nicht schlecht.
22:02 – Und wenn ich schon am Geld ausgeben bin, ersetze ich mein über viele Jahre geliebte Satin-Boxershorts, die jetzt nur noch aus Fetzen besteht, durch eine neue und haue nochmals 3,99 Euro raus. Jetzt aber Schluss!
22:12 – Ich rechne nach, wann ich theoretisch zur Arbeit muss und bin erstaunt, dass ich eigentlich erst um 13 Uhr da aufschlagen müsste, weil es morgen länger geht, da ich um 18 Uhr 120 km entfernt eine Präsentation (von 20 Minuten) halten darf / muss / soll / kann.
22:14 – Also noch ein Glas Wein auf S., die heute Geburtstag hat, denn ich werde morgen statt um 6 eineinhalb Stunden später aufstehen.

Alles für die Kunst!

So, jetzt gehen wir mal gucken, wie wir nackt im Theater so wirken.

Ich kauf‘ mir einen Muff!

Auf speziellen Wunsch ein kurzer Bericht zu gestern.

War natürlich alles halb so spektakulär, wie es sich anhört, denn so richtig ganz nackt durfte man ja mal wieder nicht sein. Hatte man den Eingang überwunden – da saß einer (!) für 250 Nudisten, um den Namen vom Ausweis abzusprechen – sollte man sich in den Toiletten umziehen. So was versteh ich ja echt nicht. Da soll man blank ziehen, aber umziehen hinter verschlossenen Türen? Nicht mit mir – aber es ging ja nur darum sich bis auf die gewünschte fleischfarbenen Unterhose und ein T-Shirt seiner Wahl auszuziehen.

Einschub: „fleischfarben“ definierte sich in einem Farbenspektrum, der bei schwarz begann, über rot zu blau ins grüne ging. Nun ja.

Das Theater war zwar gut geheizt – wir Kunst-Nudisten wissen jetzt, dass das Theater Fußbodenheizung hat – dennoch bei der Warterei ein Bademantel von Nöten. Insgesamt schon ein lustiges Bild, wenn man bedenkt, dass hier sonst nur ganz schon aufgeputzt rumgestanden wird. Schön, das echt alle Altersgruppen vorhanden waren und das wirklich ein verschieden-fleischfarbiges Bild später abgab. (Über den Geschmack so mancher Bademäntel lässt sich dagegen streiten, vorallem die, die Augenkrebs verursachen.)

Irgendwann in den Saal. Dort erfuhren die Nudisten, dass sie nicht nur für Film- sondern auch für Tonaufnahmen gebraucht würden. Also wurden verschiedene kleine Sequenzen geübt – siehe Titel – und x-mal aufgenommen. Aber das passierte alles eher auf die spaßige Art. Die eigentliche Nacktaktion beschränkte sich, wie vermutet, gerade mal darauf, dass auf Kommando erst die Bademäntel und dann die T-Shrits ausgezogen wurden – was mehrfach wiederholt wurde, um sicher zu gehen. Der Effekt ist übrigens erstaunlich klasse, ein Publikum sieht so viel homogener aus. Das konnten wir nämlich sehen, da auf die Bühe ein übergroßer Spiegel aufgestellt war, in dem sich das Publikm spiegelte. Später bei der Aufführung sollen dann die Aufnahmen auf / in den Spiegel projiziert werden, so dass sich das eigentliche Publikum vermeintlich nackt sieht. Ich kann mir diesen Effekt enorm gut vorstellen.

Und das war’s dann auch schon

Spannend dürfte es auf dem Permierenabend werden, zu dessen Feier wir als Dankeschön alle eingeladen sind. Denn der Regisseur versprach, ab 23 Uhr düften dann wieder die Hüllen fallen – und ich kann mir gut vorstellen, dass das einige von den Nudisten von gestern dann auch beim Wort nehmen werden. Wenn ich es schaffe, schaue ich auf alle Fälle vorbei … und da ich am nächten Tag Geburstag habe, warum sollte man nicht im Übereifer …

Alles für die Kunst!

Einige Jahre lang stand ich durchaus gerne als Akt’modell‘ auch vor der Kamera. Da ich mit verschiedenen Fotografen gearbeitet habe, gab es reichlich Abwechslung, was die Location betrafen. Nicht immer war das temperaturmäßig dann für einen Nackten angemessen, aber wie J. da immer sagte: Alles für die Kunst!

Irgendwann ist es auch relativ normal für einen, nackt in Trümmerhäuse rumzukraxeln, während der Fotograf friedlich in seiner Ecke sitzen bleibt und nur noch Anweisungen gibt.

Nicht immer sind wir ungestört geblieben – denn so Ruinen und Abrisshäuser ziehen verschiedene Klientel an – aber das hatte nie irgendwelche Folgen, außer das die Betrachter mit teils großem Interesse verfolgten, wie so ein Shooting einigermaßen professionell abläuft. Mir war’s egal, ob da noch in zweiter / eine zweite schauen konnte, wie ich so ohne aussehe.

J. war schon immer der Mutigste unter den Fotografen, was streng genommen heißt, er war immer der, mit den für das ‚Modell‘ mutigsten Situationen. Dafür hat sich die Bezeichnung „Blitzakt“ bei uns eingespielt, heißt, man bespricht die genaue Position, Haltung, Blick und was sonst noch wichtig ist, springt aus den Klamotten … klick, klick, klick … und wieder rein die Klamotten. Denn Blitzakte haben wir immer dann gemacht, wenn im öffentlichen Raum, auf Aussichtsplattformen beispielsweise, doch ein paar Menschen mehr unterwegs waren.

Heute abend lasse ich dann auch mal wieder die Klamotten fallen, zusammen mit wohl 200 anderen – denn es gilt für einen Dreh das hießige Theater mit nackten Menschen zu füllen. Das wird ästhetisch jetzt nicht so der Genuß werden im Gegensatz zudem, was die sonst auf die Bühne bringen, aber, s.o., was macht man nicht alles für die Kunst.

# 530

Wenn mir nix einfällt, dann halt mal wieder ein Foto.

Den Fotografen findet man HIER.

AnneInsideOffice

Anne berichtet über Ihre Erfahrungen in den Büros der Schweizerischen Finanzdienstleister. Ebenso lässt sie euch an ihrem bunten Leben teilnehmen.

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