Durch die Zeit

Tag: Nudeln

WMDEDGT 12/16

Mach‘ ich mal wieder mit. Frau Brüllen fordert wie jeden Monat auf, den 5. eines Monats zu protokollieren: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

7:11 – Ich werde wache und registriere langsam: ich bin komplett nackt; ein anderer nackter Arsch schmiegt sich an meinem; ich schlafe defintiv nicht in meinem Bett. Dann erinnere ich mich, dass ich ja bei meinem besten Freund P. in  B. bin, ich einen Tag Urlaub habe und somit alles seine Richtigkeit hat.
7:25 – Ich ziehe mich mühsam an, weil meine Klamotten, warum auch immer, über den ganzen Raum verteilt liegen.
7: 36 – Der Mitbewohner von P. ist in der Küchen verbotenerweise wach und gesprächig. Ich schnappe mir die Zeitung von gestern und tue so, als würde ich interessiert lesen – dass ich keine Lesebrille aufhabe, fällt niemanden auf. Immerhin gibt es Tee.
7:50 – Jetzt kann ich mal kurz ins Bad.
8:09 – P. und ich machen uns auf zum Bahnhof.
8:20 – Kleine Knutscherei zum Abschied.
8:25 – Stelle mich in einer Bäckerei unter, höre „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ von Milan Kundera, trinke einen lauwarmen Tee, kaue auf einer Plastikbrezel herum.
8:59 – Der Zug ist gegen alle anderen Angaben pünktlich.
9:01 – Sogar ein Sitzplatz. Lese etwas in „Das Pfingstwunder“ von Sibylle Lewitscharoff, schließe dann aber doch lieber die Augen und döse vor mich hin.
10:21 – Der Zug ist immer noch pünktlich als ich aussteige.
10:30 – Zuhause sinnloses Hin und Hergelaufe, koche Tee, werfe einen Blick in die Zeitung, fahre den Rechner hoch, lese die eine Mail, gucke schnell bei tumblr und flickr, was die nackten Männer machen (sie sind immer noch nackt), schaue auf den Kalender, was der Tag so noch für mich bereit hält.
11:03 – Ziehe die Lektüre für das Bibel-Leseprojekt vor.
11:50 – Kleines Mittagessen (Rosenkohl vom Samstag) und Zeitungslektüre.
12:37 – Dringend benötigter Mittagsschlaf.
14:09 – Korrespondenz.
14:19 – Fotos machen und bearbeiten für die Wochenaufgabe um 17 Uhr auf dem Foto-Blog.
14:52 – Tee und Verfassen des Protokolls der ordentlichen Mitgliederversammlung vom Samstag (Verein 2).
15:31 – Lektüre: J. J. Vosskuil: Das Büro I – Direktor Beerta
15:55 – Aufbruch zur Straßenbahn.
16:30 – Laberrunde für’s Geschriebene. Habe verdrängt, dass es nach den 90 Minuten noch ein „gemütliches Beisammensein“ gibt, diesmal sogar mit Alkohol in Form von Glühwein. Also bleibe ich eine Anstandszeit und mache mich, ohne aufräumen zu helfen, mit S. ab.
18:47 – Rückfahrt mit der Straßenbahn
19:04 – Abendessen kochen (Nudelsuppe) und essen und in die Glotze gucken (verschiedene Nachrichten).
20:17- Korrekturen in den Haushaltsplan Verein 1 einarbeiten.
20:50 – Chat mit U. Sehr schleppend, weil sie was auf dem Herzen hat, aber nichts erzählen will, dafür aber andauernd Anspielungen macht. Ich halte es interessanterweise diesmal aus.
22:17 – Feierabend. Bisschen doof in die Glotze gucken.
22:50 – Aufbruch ins Bad, dann mit nem Glas Rotwein und Vosskuil in die Federn. Wenn nich noch fünf Seiten schaffe, bin ich gut, zehn dürften utopisch sein.

T. kommt

Zwar erst Ende Juli – aber immerhin ein Termin ist gefunden. Sein Bruder F. hat ihn schon vorgewarnt, dass das mit dem Kaffee kochen hier ne echte Herausforderung ist. Keine Pads sondern ein Becher und so ein Porzellanding mit Papier was man reinlegen muss und dann Pulver und dann kochendes Wasser und man muss aufpassen dass nicht zu viel oder zu wenig Wasser und überhaut wieviel Pulver …

T. ist auf der einen Seite ein ganz normaler 15-jähriger (Computer, Musik, Bier, keine Lust auf Familie, …), auf der anderen Seite irgendwie ‚feinsinnig‘ und ‚denkend‘. Nichts gegen seinen Bruder, der herrlich über eine bestimmte Automarke schwadronieren kann und mit seinen 17 Jahren in einem Zwischenreich lebt, in dem man halt roten Ohren bekommt, wenn ein hübsches Mädchen einen anspricht. Aber im Gegensatz zu F. stellt T. Fragen. Gute Fragen. Und er kann zuhören. Kritisch zuhören.

Und er isst gerne Nudeln. Ha – wenn das nicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ist?

Himmel für Eilige

Schmale breite Nudeln (wenn möglich selber gemacht, heute nicht), ausreichend Olivenöl, ausreichend Knoblauch, ne gute handvoll geteilte Kirschtomaten, ausreichend kleine Schrimps, wahlweise – da scheiden sich dann die Welten – Basilikum (mein Mann) oder Petersilie (glatte, ich) und fertig ist ein kleiner Himmel zum Abendessen.

ausnahmsweise

Bei der alltäglichen Konferenz zum Thema: „Was essen wir heute abend eigentlich?“ wurde ausnahmsweise (!!!) von meinem Mann Nudeln bzw. Teigwaren mit in die Überlegung gebracht. Und ausnahmsweise (!!!) bin ich nicht darauf eingegangen sondern habe, heldenhaft wie ein hungriger Magen sein kann, Pizza nach der Kochpoetin vorgeschlagen.

Ein guter, ach was, ein sehr guter, ach was, ein absolut phantastischer Vorschlag, denn diese einfach zu machende Pizza (ich hoffe, die Kochpoetin verzeiht mir, aber in Ermangelung von Lievito Madre ersetze ich es durch weitere 18 gr Hefe und die Frühlingszwiebeln finden auf Bitten meines Mannes auch nicht den Weg auf den Teig) ist einfach der Hammer.

Eine noch größere Ausnahme wäre gewesen, hätte ich bei der Konferenz etwas asiatisches vorgeschlagen. Aber wenn ich das tue, dann weiß mein Mann, dass ich entweder wegen irgendetwas ein irre schlechtes Gewissen habe oder verrückt geworden bin.

Wenig Neues

Außer dass ich heute zum ersten mal Nudeln auf den Wäscheständer zum Trocknen aufgehängt habe, war es eigentlich ein ganz normaler, fast ruhiger Feiertag mit etwas wenig Sex für mein Dafürhalten.

Dann halt mit dem Auge

Mich würde es ja schon mal interessieren, was meine Nudelmaschinen für Teigdicken bei den einzelnen Einstellungen von 1 bis 10 ausgibt. Denn rezeptgläubig, wie ich beim ersten Mal bin, bräuchte ich heute für die Ravioli Aperto con Funghi Teigplatten von 1 mm Stärke. Aber weder die Gebrauchsanleitung(en) noch das Internet will mir dieses Geheimnis preis geben, obgleich ich eine handelsübliche Maracto Atlas 150 besitze.

Dann wird halt geschätzt – und meine Rezeptgläubigkeit hat eh enorm nachgelassen, dass wuppe ich schon.

Und nebenbei erfahren: Für die Maschine gibt es jetzt gar schon einen Motoraufsatz. Da muss ich mich mal erkundigen, wie da die Erfahrungen sind. Mit Fußschalter wäre das ja ein echter Gewinn, ansonsten ist es nur eine Spielerei.

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