Durch die Zeit

Tag: Ostsee

Dann mal weg

Bevor ich mich hier gar nicht mehr melde, melde ich mich außerplanmäßig aus meinem Urlaub. War es bisher nicht ganz unanstrengend, habe ich mir am Wochenende dann den Rest gegeben. Samstag knapp acht Stunden bei meinem neuem Meisterprüfungsausschuss, denn bis Mitternacht mit Ersatzsohn T. auf dem Sofa, Sonntag ab 8 (!) wieder im Meisterprüfungsausschuss, dann ab 17 Uhr für meinen Mann länger am Computer, nicht ins Bett gekommen und heute morgen klingelte der Wecker um 5:30. Im Zug (7 Stunden für 24 Euro – kann man nicht meckern) nicht schlafen können und selbst am Nachmittag wegen Übermüdung kaum.

Wie auch immer: Vom Sofa aus sehe ich das M E E R!

Die Bude hier ist so warm, dass ich mir keine Hosen anziehen muss, der Weißwein ist gut gekühlt, das Fernsehprogramm genauso beschissen wie überall, der Italiener um die Ecke etwas laut, aber soweit OK … ich denke, wenn ich morgen mal geschlafen habe, kann das richti gut werden – auch wenn die Wassertemperaturen nur 4 Grad beträgt.

Ich werde mir diese Woche einfach keinen Stress machen – das betrifft auch meine Schreiberei hier. Wenn ich Lust habe …

3 Buchstaben

Spannende Beobachtung meinerseits. Immer wenn ich in den lezten Tagen gefragt wurde, wo ich denn im Urlaub war, war die Antwort: „Auf einem Campingplatz an der Ostsee.“ Hin und wieder wurde noch gefragt, wo denn genau – und Dahme scheint bekannter zu sein, als ich es mir habe je vorstellen können.

Was daran so ’spannend‘ ist, dass ich die drei Buchstaben FKK vor Camping immer fortlasse. OK, meinen ‚Kolleg*innen‘ möchte ich das echt nicht auf die Nase binden, nicht in der Situation, aber der Friseurin heute? Die hätte mir dann dennoch die Haare geschnitten. Und warum nicht auch gegenüber guten Bekannten? Was ist so schlimm daran?

Was steckt da also in mir, dass nackt-sein irgendwie nach wie vor bäh ist und zwar mehr noch als schwul sein? Und woher hab‘ ich das eigentlich?

Geht doch!

Gestern mal wieder das Thema „Was machen wir denn im Urlaub?“ angesprochen. Fällt uns gerade nicht so einfach, weil wir einerseits gerne radfahren würden, aber es mit dem Zelten nicht mehr so haben. Zelten im Grunde schon, aber das auf-dem-Boden-Gehocke geht uns beiden doch ganz schön an die Knochen. Und mir Rad jetzt Stuhl und Tisch mitnehmen ist wenig praktikabel. Deswegen haben wir einmal auf die Räder verzichtet und ein Auto genommen – Urlaub mit Auto geht irgendwie für uns gar nicht.

Jetzt geht es im August an die Nordsee (oder war das die Ostsee – ich muss da nochmals fragen), wir nehmen die Räder mit und haben uns ein klitzekleines Häuschen auf einem FKK-Campingplatz gemietet. So können wir sitzen, nackt sein und Rad fahren (wenn auch letzters dann doch angezogen).

Ich Bin Nicht Da!

Das Wetter hat mich schneller von der Ostsee vertrieben als gedacht. Irgendwie einfach keine Lust gehabt, den ganzen Tag in Regenklamotten zu fahren, bei Pausen immer das nächste Cafe aufzusuchen und sich in die hinterste Ecke zu setzen, wo die Heizung lief, keine Lust gegen andauernden kalten Gegenwind zu fahren und eine Beschilderung zu folgen, die meist den Namen nicht wirklich verdient  … nein, ich wollte einfach so gemütlich vor mich hinfahren, am Meer sitzen und starren zu können, auf Plätzen rumlungern und Leute beobachten und vorallem wollte ich eins nicht: frieren. Aber das tat ich beständig.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Jetzt freut sich mein Mann ne Backe weg, weil ich in zwei Stunden mit ihm auf die Burg fahre und bis Montag Mittelalter spiele. Ist zwar echt nicht so mein Ding, aber die Leute sind recht nett, das Essen meist gut (und kostenlos) und wenn der eine da ist, kann ich mich mit einem Windhund schmücken (der einzige Hund, den ich halten würde) und natürlich mir wieder einen blauen Unterarm holen.

Test

Das Wetter heute für das Rad optimal war, etwas Sonne, aber nicht zu viel, etwas Wind, aber auch davon nicht zu viel, einfach mal gedacht, ich bereite mich auf die Ostsee vor und fahre mal 50 km doof durch die Gegend. Sind dann doch wohl 75 geworden – mit verlorenem Tacho kann man so was ja nicht mehr messen – und ich bin am überdenken, ob 70-km-Abschntte an der Ostsee wirklich das Gelbe vom Ei sein werden, auch wenn ich dann nicht nur den Nachmittag sondern den ganzen Tag Zeit haben werde.

2015-05-04 13.41.57-2

Immerhin war ich schon so klug – ist das das Alter? – mir nicht nur meine beiden Kniemanschetten (oder wie diese Dinger heißen) mitzunehmen, sondern auf der Rückfahrt auch damit das linke Knie zu beschmücken. Jetzt bin ich so was von gespannt, wie sich das morgen anfühlt, denn die letzte Ego-Radtour (damals die Weser hoch) musste ich ja wegen den Knien abbrechen.

Und früh wird es ins Bett gehen und ich vermute, sollte ich Lust aufs Wichsen haben, die Gefahr, dass ich davor einfach mal einschlafe, ist gar nicht so gering.

+ 67 Stunden

Mir gerade „Krieg und Frieden“ von Tolstoj auf meinen Ipod geladen. 1 Roman = 67 Stunden. Jetzt bin ich gespannt, wie sich Tolstoj mit der Ostsee verträgt.

Seltenheitswert

Schalter der Deutschen Bahn. Die Angestellte ist nicht nur freundlich und kompetent, sondern gibt ohne Geld zu verlangen neben den Fahrscheinen auch gleich noch 50 Cent extra raus. Lag aber nur daran, dass ich einen Gutschein vom Geburtstag einlöste.

Also wer mich mal gucken kommen will, bin ab 18. Mai zu finden zwischen Flensburg und Lübeck. – Ich bin übrigens der mit dem Rad!

SY-Carioca

mein etwas anderes logbuch...

Das Scharlachrote K

... und der Zirkus drum herum

no_more_money_4_shit

Zwei Frauen ein Projekt

Gedankenwirrwarr & Ruhrpott

Meine ganz eigene Welt

Wildgans's Weblog

Lese- und Lebensdinge

Zeichen & Zeiten

Gedanken zu Büchern und dem Leben

Neues aus Absurdistan

Ist es möglich, sehenden Auges die Absurditäten unserer Zeit wahrzunehmen, ohne daß einem der Mund überfließt?

Musil lesen

"Der Mann ohne Eigenschaften" in weniger als 123 Wochen

Ein Nudelsieb bloggt, ...

... denn man(n) kann sich ja nicht alles merken ;)

KenterKönig

und anderes aus der weiten Welt

Winterlicht Fotografie

Fotografie berührt mein Herz

Bonaventura

Lektüren eines Nachtwächters

Early 50

Ein Blog über Krebs und viele andere Geschichten