Durch die Zeit

Tag: P.

Kampfkommunikator

Manchmal reicht eine Kleinigkeit und die Gemütslage kommt in Schieflage. Heute war es einfach eine nicht gestellte Frage und ich war zu stolz, sie einzufordern. Ich hatte heute schon so viel zugehört, dass ich einfach mal gefragt werden und mir das Rederecht nicht erkämpfen wollte. Ich bin nicht so der Kampfkommunikator. Jetzt hadere ich mit der Situation, ob ich nicht doch … und ob ich recht habe, jetzt so ein bisschen sauer zu sein … und lauter solche Doofgedanken.

Aber auf dem E-Reader ist der neue Leon, den zieh‘ ich mir noch mit einem Glas Weißwein im Bett rein und lass den Tag mal Tag sein.

Jede*r wie will – # 442

P. mit seiner Tochter kommt. Zu unterschiedlichen Zeitn. So gibt es für P. und uns Steinpilzarvioli mit Petersilien-Salbei-Butter, davor den ersten Feldsalat, danach Griesschnitten mit Zimtzucker und für das Fräulein Tochter auf Wunsch Pfannenkuchen mit Birnenkomoptt.

2017-09-15 17.24.37

Vom Tag

Schönen Tag mit P. gehabt. Interessanterweise mit viel nackt. Ist eigentlich nicht so sein Ding. Dazwischen Zimmer streichen. Reden über Väter und Sex – in der Offenheit ebenfalls ungewöhnlich. Macht mit mir viel im Kopf.

Genieße gerade die Zwischenzeit mit mir im ICE, denn das Restwochenende wird einfach nur anstrengend.

Zuhause wartet der Mann mit einem Sekt, denn unserer Verpartnerungsmedaillons sind heute fertig geworden.

Und das Besondere zudem an diesem Beitrag: Aus einem pünktlich fahrenden, funktionstüchtigem ICE mit derem kostenlosen Bordangebot gesendet!

Hin und wieder: Weniger ist mehr bzw. mehr ist’s

P. sucht eine/n neue/n Mitbewohner/in. Ein Dutzend Bewerber/innen schaut er sich an, übrig bleiben fünf. Ob ich ihm bei der Entscheidung helfen könne. Aber gerne doch. Dennoch frage ich mich vorab, welche Fragen / Argumente / Überlegungen kann ich beisteuern, ihm die Entscheidung zu erleichtern? Bevor ich einen ganzen Katalog erarbeit und damit zugleich ein ausdiffernziertes Punktesystem, verlasse ich mich mal auf was ganz anderes: Auf’s reine zuhören.

Ich bitte P. also von den letzten fünf Bewerber/innen zu berichten. Ich mache mir Notizen und ’stoppe‘ per Gefühl die Zeit, die er braucht, von ihnen zu erzählen. Dann ist klar, die Mädels gewinnen vor den Jungs, das zweite Mädel vor dem ersten. Jetzt hat er eine schöne Reihenfolge, die er abtelefonieren kann (denn alle vier sind geeignet).

Spätfolgen

Gestern: Ein Abend bei P. in B. Spät ins Bett und noch später eingeschlafen. Selten danach die Gesprächsinhalte so direkt in einen auch hoch sexualisierten Traum um- und eingearbeitet, dass ich allen Freudianern jetzt die Freude nehme, sich darauf stürzen zu können.

Aus der Nacht

Heute nacht geträumt, mit meiner Ex-Freundin T.  und meinem besten Freund P. Sex zu haben. Die beiden etwas zurückhaltend, da sie sich gar nicht kennen, aber ihnen scheint es Spaß zu machen, dass ich mich abwechselnd um sie bemühe. Überraschend schnell kommt P. zu einem gewaltigen Orgasmus. Ich bin fast neidisch – hä? – ich bin neidisch wie viel und wie weit er sein Sperma auf seinem Körper im Knien verspritzen kann. Andereseits freut es mich wiederum, dass die Situation ihn so geil macht(e).

2 + 2

Da scheinen sich zwei „Sorgenkinder“ herauszukristallisieren. Bei P. nach wie vor alles arg unklar und damit auch leicht beängstigend und bei B. wohl so ein Beziehungsgedöhns.

Im Gegenzug ist die Exfreundin gerade sehr schreibfreudig und ausgeschlossen und plötzlich meldet sich auch noch A. aus der Vergangenheit.

Geheimnis vs Geheimnis bleibt Geheimnis

Vor ca. zwei Wochen fragte P., ob wir nicht mal ein Bier trinken gehen könnten, sie müsste / wollte mir was erzählen. Wir haben uns dann für gestern verabredet und ich konnte aber nur zu einer ‚komischen‘ Zeit, weil ich noch in Verein 1 tätig war. Das mit der Zeit fiel ihr auf und wollte dann das Warum wissen. Ich vertröstete sie auf gestern.

Sie kam dann gestern relativ schnell zu ihrer Sache. Übrigens nix Schönes und auch ich kann nur hoffen, dass die Ärzte eine ‚einfache‘ Erklärung dafür haben und es nichts echt Krasses ist.

Obwohl wir noch echt ne Zeit saßen – mitten unter Fussbalfans, die uns aber mal locker am Arsch vorbeigegangen sind trotz Übertragung – kam sie nicht auf ihre Frage nach der komischen Zeit zurück. Gut so.

Nachtrag

Wer wissen will, wie meine Entscheidung in diesem Fall gefallen ist: Nach ewigen Grübeleien, ob ich nicht doch vielleicht noch schnell einlade und mein Mann kocht oder wir kochen und ich lade die ein, oder doch die anderen und dann nur bei Wein und Käse oder vielleicht doch so richtig heftig kochen, dann aber nur für P. … ich denke, für mich wird’s am Freitag bei meinem Lieblings-Italiener F. geben:

  • Prosecco
  • Gamberetti, Aglio, Olio e Pepperoncino
  • Fegato alla Venezina oder vielleicht doch Costolette d’agnello alla Guglia beziehungsweise Saltimbocca alla Romana
  • Formaggio

Zudem haben die einen recht ordentlichen Rosé, den ich an sich ja eh gerne trinke, ein Grappa wird danach auch drin sein und finanziert – und das ist das Schönste daran – ist es auch, denn meine Tante G. hat vorab die Rechnung für meinen Mann, P. und mich übernommen.

WMDEDGT 12/16

Mach‘ ich mal wieder mit. Frau Brüllen fordert wie jeden Monat auf, den 5. eines Monats zu protokollieren: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

7:11 – Ich werde wache und registriere langsam: ich bin komplett nackt; ein anderer nackter Arsch schmiegt sich an meinem; ich schlafe defintiv nicht in meinem Bett. Dann erinnere ich mich, dass ich ja bei meinem besten Freund P. in  B. bin, ich einen Tag Urlaub habe und somit alles seine Richtigkeit hat.
7:25 – Ich ziehe mich mühsam an, weil meine Klamotten, warum auch immer, über den ganzen Raum verteilt liegen.
7: 36 – Der Mitbewohner von P. ist in der Küchen verbotenerweise wach und gesprächig. Ich schnappe mir die Zeitung von gestern und tue so, als würde ich interessiert lesen – dass ich keine Lesebrille aufhabe, fällt niemanden auf. Immerhin gibt es Tee.
7:50 – Jetzt kann ich mal kurz ins Bad.
8:09 – P. und ich machen uns auf zum Bahnhof.
8:20 – Kleine Knutscherei zum Abschied.
8:25 – Stelle mich in einer Bäckerei unter, höre „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ von Milan Kundera, trinke einen lauwarmen Tee, kaue auf einer Plastikbrezel herum.
8:59 – Der Zug ist gegen alle anderen Angaben pünktlich.
9:01 – Sogar ein Sitzplatz. Lese etwas in „Das Pfingstwunder“ von Sibylle Lewitscharoff, schließe dann aber doch lieber die Augen und döse vor mich hin.
10:21 – Der Zug ist immer noch pünktlich als ich aussteige.
10:30 – Zuhause sinnloses Hin und Hergelaufe, koche Tee, werfe einen Blick in die Zeitung, fahre den Rechner hoch, lese die eine Mail, gucke schnell bei tumblr und flickr, was die nackten Männer machen (sie sind immer noch nackt), schaue auf den Kalender, was der Tag so noch für mich bereit hält.
11:03 – Ziehe die Lektüre für das Bibel-Leseprojekt vor.
11:50 – Kleines Mittagessen (Rosenkohl vom Samstag) und Zeitungslektüre.
12:37 – Dringend benötigter Mittagsschlaf.
14:09 – Korrespondenz.
14:19 – Fotos machen und bearbeiten für die Wochenaufgabe um 17 Uhr auf dem Foto-Blog.
14:52 – Tee und Verfassen des Protokolls der ordentlichen Mitgliederversammlung vom Samstag (Verein 2).
15:31 – Lektüre: J. J. Vosskuil: Das Büro I – Direktor Beerta
15:55 – Aufbruch zur Straßenbahn.
16:30 – Laberrunde für’s Geschriebene. Habe verdrängt, dass es nach den 90 Minuten noch ein „gemütliches Beisammensein“ gibt, diesmal sogar mit Alkohol in Form von Glühwein. Also bleibe ich eine Anstandszeit und mache mich, ohne aufräumen zu helfen, mit S. ab.
18:47 – Rückfahrt mit der Straßenbahn
19:04 – Abendessen kochen (Nudelsuppe) und essen und in die Glotze gucken (verschiedene Nachrichten).
20:17- Korrekturen in den Haushaltsplan Verein 1 einarbeiten.
20:50 – Chat mit U. Sehr schleppend, weil sie was auf dem Herzen hat, aber nichts erzählen will, dafür aber andauernd Anspielungen macht. Ich halte es interessanterweise diesmal aus.
22:17 – Feierabend. Bisschen doof in die Glotze gucken.
22:50 – Aufbruch ins Bad, dann mit nem Glas Rotwein und Vosskuil in die Federn. Wenn nich noch fünf Seiten schaffe, bin ich gut, zehn dürften utopisch sein.

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