Durch die Zeit

Tag: P.

WMDEDGT 4/20

7:15 klingelt der Wecker – 7:50 in Ermangelung eines Autos doch notmäßig im Bus – 8:10 nachdem ich mir einen Kaffee gemacht habe, höre ich zu bis 12:00 – heimwärts zu Fuß durch die Sonne – 12:45 mein Mann ist so nett und macht uns ein paar Spaghetti mit Öl und Käse – 13:30 liege ich wieder im Bett und nacke im Glück – 14:45 doch wieder auf, ich okkupiere den Sonnenplatz an der eine Balkontür und entblättere mich Stück für Sück – 15:45 – werfe ich einen Blick in die spiegelnde Tür, vollkommen klar, warum C. mich zur ‚älteren Generation‘ zählt und ich dachte, ich würde eine Altersschönheit werden – 16:00 kurz in die Küche, abends soll es Rouladen geben – 16:30 hinter dem Rechner, dies und das und 1,5 Folgen „Elite“ – 18:00 wieder Küche, als J. klingelt habe ich immerhin schon mal ein T-Shirt an – 18:40 Rouladen mit Soße mit Kohlröschen mit Kartoffel-Sellerie-Stampf, danach ist ein Grappa notwendig – bis 20:00 lebhafte Gespräche, dann Nachrichten und die Ernüchterung, dass so schlimm es in Deutschland es auch immer sein mag, wir keine Ahnung haben, was Großbritannien, den USA oder Spanien abgeht – 20:15 ruft überraschend P. an obwohl er weiß, dass … doch er weiß es, ich verpasse nur die Titelmeldoie

Jung(s) halt

Als P. und ich gestern vom Italiener zurück sind, war noch Zeit und Lust auf einen kleinen und kurzen Absacker. Also zum kleinen Schränckchen im Flur, der die Alkoholika beinhaltet.

Vier Stunden später saßen wir immer noch auf dem Boden im Flur vor dem Schränckchen. Wie in alten Zeiten, kein Ende finden können, Fragen stellen, antworten, den anderen mit Worten erkunden, abgleichen und jetzt, wo wir die falsche Scham auch abgelegt haben, auch über das zu reden, was gemeinhin als ‚intim‘ gilt.

Das Gute am Schlechten

Aufgrund des Virus gestern in B. mit P. bei einem recht guten Italiener ohne Probleme den besten Platz und den besten Service bekommen – war sonst nur noch drei weitere Tische besetzt und die Küche konnte mit Zeit und Liebe kochen.

Aber schon klar, dass der Virus auch in diesem Bereich Berufsexistenzen vernichten wird.

Führende Null

nacht | Alle Versuche, den Dauertraum in eine postive Richtung zu lenken, misslingen.

vormittag & nachmittag | Da es nix zu tun gibt, erarbeite ich eine idiotensichere Excelmaske für Auszahlungsanweisungen – was gar nicht so einfach ist und richtig Spaß macht. Wusstet ihr schon, dass es keine Funktion gibt, die eine Ziffernfolge in einer Zelle auf verschiedene Zellen aufteilen kann, wenn die Ziffernfolge mit 0 beginnt?

abend | Kochen erstmal, also das, was noch getan werden muss, der Mann war über Tag schon fleißig: Lachstatar – Tafelspitz – Panna Cotta. Dann P. & S. zum Abendessen.

Gipfelwende?

Heute war so ein Tag, an dem ich mal gemerkt habe, wie anstrengend gerade diese Therapie ist und was mich das an Kraft kostet.

Gestern das letzte Mal als stellvertretender Meisterprüfungsvorsitzender aktiv gewesen – ich habe einfach die Konsequenz daraus gezogen, dass es mir a) kaum Spaß macht b) mehr Zeit kostet als Geld bringt und c) der derzeitige Vorsitzende eh niemanden neben sich haben kann – egal, wie oft er es auch beteuern mag. Wichtig hierbei für mich: Bis vor einem halben Jahr hätte ich trotzdem weiter gemacht, denn ich hatte ja zugesagt.

Danach noch bei P. zum Geburtstag und dort mir auch das Wort genommen, was a) niemand störte b) mir gut tat. Auch etwas, was ich gerade lerne.

Heute dann bis um kurz vor 9 geschlafen, fast gut sogar, und dann am Nachmittag nochmals zwei Stunden kommatös. Danach einen Anflug von Entspannung gehabt.

Ich hab‘ noch etwas Resturlaub …

Big Brother

Da ich gestern bei P. in B. war – seeehr langer, intensiver, emotionaler Abend – komme ich komplett übermüdet erst gut drei Stunden nach meinem üblichen Arbeitsbeginn im Job an. Ich muss eine Person rückrufen und bei dreien habe ich gleich eine Auskunft einzuholen – alle vier begrüßen mich mit: „Na, auch mal endlich da!“

Fledermaus

Gerade viel im Kopf, ws hier nicht her passt. Mittwoch fahre ich zu P. und werde versuchen zu erzählen. Ich habe selber keine Ahnung, was da mit / in mir passieren wird. Aber die Sonne hat geschienen und für Stunden kann ich den ganzen Mist auch immer wieder vergessen. Also, alles soweit gut, wenn auch phasenweise schwer.

Ruf

Morgen kommt quasi die einzige Kollegin, die ich bei meinen derzeitigen Arbeitgeber kennen und mögen gelernt habe, mit ihren Typen zum Abendessen. Das heißt: Am Montag steht der ein und die andere bei ihr auf der Matte, um zu hören, ob ich / wir denn wirklich so gut kochen, wie es die Runde gemacht hat. Also kredenzen wir nach kurzer interner Absprache:

Amuse Gueule: Bandnudel, Schrimps, Knoblauch, Bärlauch
Antipasti: Crostini, Radiccio, Gorogonzola
Primo: Ravioli mit Ricotta, gemahlenen Steinpilzen, ggf. Pinienkernen, Petersilie und Petersilienbutter
Secundo: Petto di Polo, gebackenes Gemüse, Sugo aus Tomaten, Oliven, Pepperoni
Dolce: Panna Cotta mit Frucht

Ist jetzt nicht gerade etwas, was uns Höchstleistung abverlangen würde, aber für sie und ihn – nach dem, was ich bei ihnen gegessen habe – schon ein paar Klassen besser. Und es soll Luft  nach oben geben.

Ich merke, da geht es auch darum, etwas zu beweisen, nicht den beiden gegenüber, sondern den „KollegInnen“, die am Montag bei ihr auf der Matte stehen werden und wissen wollen, ob wir denn wirklich so gut kochen, wie man „halt so hört“ – und die ich nie einladen werde.

Einfach schön (457-459)

Zwar nicht gut geschlafen, aber der Vormittag begann dennoch irgendwie schön. Und als ich dann noch die Sonne realisierte … . Dank S., die mir ihr Auto über die nächsten Tage geliehen hat, damit ich morgen die Prüfungsunterlagen transportieren kann, kurzerhand nach D. Mit den öffentlichen hätte das eine gute halbe Stunde gedauert, mal ganz davon abgesehen, dass ich erst noch hätte auf die Abfahrt warten müssen. So nur 16 Minuten. Ein Auto ist doch was schönes.

Dann von hinten eben hoch auf den D.

Die meiste Zeit wirklich alleine. Noch kaum ein Grün zu entdecken, aber die Sonne brach sich durch die Äste. Schade, dass niemand dabei war, denn das war schon besonders heute.

Es wird zwar bald mächtig steil und bis man oben ist, ist man auch gut aus der Puste, aber es lohnt sich einfach. Ich hab’s ja nicht so mit dem irrationalen, aber der Ort da oben ist schon irgendwie magisch.

Überraschend viele Familien mit Kindern dort. Aber ich vergesse immer, dass man auch mit dem Auto hochfahren kann. Hab‘ mir dann einen Kaffee und ein Stück Kuchen gegönnt (das war aber schleunigst schnell wieder aus meinem Körper) – saß in der Sonne und … es war einfach gut so.

Letztes Jahr in meinem Adventskalender hatte ich ja die Leser*innen für März oder Mai zu dieser Wanderung eingealden – gemeldet hat sich niemand, obwohl ich da oben ja jetzt zwei Leute kenne, die uns verköstigen könnten. Nun, dann muss halt P. jetzt mal drunter leiden, angedroht habe ich es ihm ja schon längst.

Wunder gibt es doch

Erster Dezember-Samstag. Die Innenstadt ist übervoll. Die Läden brechen vor EinkäuferInnen quasi zusammen (machen aber Kasse!) P. möchte in den Saturn, weil er für seiner Tante sich über etwas informieren will. Nach gut zehn Minuten stehen wir vor dem entsprechendem Regal und kapieren: We are oldschool – aber sowas von: denn wer hat heute noch einen MP 3-Player, geschweige, wer will denn noch sowas kaufen? Meine Idee, ein Handy als Player zu mißbrauchen wird von P. argwöhnisch beäugt, seine Tochter G. findet daran aber Gefallen. So stehen wir irgendwann ratlos vor einer Handy-Batterie mit der Preisspanne von 59 bis 999 Euro,. Und dann passierts: Wir werden angesprochen! Im Saturn! Von einem Saturn-Mitarbeiter!!! Freiwillig!!!!!

Ich falle also mal schnell vom Glauben ab und erwarte, dass wir jetzt nen Handyvertrag aufgeschwätzt bekommen. Doch der Mitarbeiter will erstmal wissen, was wir wollen. Nochmals zum mitschreiben: Der Saturn-Mitarbeiter will (!) wissen (!) was wir (!!) wollen (!!!).

P. erklärt. Daraufhin bekommen wir eine fachgerechte, ehrliche, klar verständliche, überzeugende und wohl auch fachkompetnte Beratung. Weil das Thema von P. auch meins ist, stelle ich zwischendurch Fragen. Es gibt weder Ausflüchte noch Allgemeinplätze. Am Ende sind zwei Produkte in der engeren Auswahl und er empfiehlt das, was 8 Euro teurer ist – und begründet es aufgrund der Anforderungen von P. Aus Lust ändere ich einen Parameter der Anforderungen – und der Typ springt zu was ganz anderem, weil wenn das dann das, wenn aber das, dann das.

Irre! Bei Saturn gibt es dann doch Mitarbeiter(Innen) die a) Ahung haben, b) Zeit haben, c) Kunden von sich aus ansprechen, d) auf die Kundenwünsche eingehen und e) einen nicht doof aussehen lassen.

Anton Weyrother

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