Durch die Zeit

Tag: Photo

Was für ein elendes Gedöhns

Meinen Fotoapparat gestern bei M. vergessen. Für die morgige Aufgabe daher meine ‚alte‘ 20d genommen. Aber weder für meinen Rechner noch den Rechner meines Mannes gibt es einen passenden Treiber. Mein Kartenlesegerät am Computer ist defekt. Für den Mac gibt es auch nichts, was die Kamera erkennen lässt. Findet sich noch eine uralt Gurke mit Vista. Nun, da klappt es einigermaßen mit dem Treiber aber dieses komplett-Scheiß-Programm Picasa raubt mir dann echt den letzten Nerv, weil dieses bis in die letzte Codezeile idiotisches und unbrauchbares Programm unter „exportieren“ das Exportieren von Vorschaubildern (!!!) versteht. Und wo es die Daten hingespeichert hat …

– 25

Ich gucke, wenn es sich ergibt, auf Alpha ja wirklich gerne die „Tagesschau“ „vor 25 Jahren“. OK, damit dürfte jetzt allen denkenden MitleserInnen mein Alter so einigermaßen klar sein (wenn es das nicht bereits schon war).

Die Faszination liegt nicht nur daran, die ‚Geschichte(n)‘ schon zu kennen, sondern auch das Hirn anzustrengen und die Namen zu den (irgendwie) bekannten Gesichtern wieder zu finden. Bei manchen ist so geprägt, dass es gefühlt keine Sekunde dauert, obwohl die schon seit 24 Jahren keine öffentliche Rolle mehr spielen.

Und irgendwie bin ich ganz froh, dass ich auf den meisten Bilder, die es von mir gibt, nix anhabe. Denn wenn ich sehen würde, was ich vor 25 Jahre so angezogen habe (stand ich da eigentlich schon nackt vor der Kamera, eher nicht, da stand was anderes, aber nicht vor und mit Kamera … ) ich meine, gestern habe ich Rita Süssmuth gesehen (klingelt es im Hirn? „Ministerin für Jugend, Familie und Gesundheit“ und im Grunde die einzige CDU-Politikerin, die AIDS nicht als Strafe für Schwule gesehen hat – danach war sie zehn Jahre, da von Kohl abserviert, Präsidentin des Dt. Bundestages) mit Schulterpolstern von ca. 1 Meter Länge (auf beiden Seiten) …

Als Kind habe ich immer gelacht, wenn ich frühe Bilder meiner Eltern gesehen habe. Vielleicht auch ein (Mit)Grund, warum ich schwul geworden bin, um dieses hämische Lachen des Eigenerzeugten nicht hören zu müssen.

Aber ich möchte, falls doch mal solche Bilder von mir aus der Zeit auftauchen sollten, darauf hinweisen: Unter der Jeans – nur das Feinste!

 

Kurz und knapp

Zurück mit Schnupfen und Fieber und ein paar Erkenntnissen:

  • Auf dem Markt in meiner Heimatstadt ist mir sehr bewußt geworden, wie ärmlich hier es um die Lebensmittel steht
  • 80-jährige feiern durchaus nicht nur gerne, sondern auch sehr, sehr lange
  • Ich scheine auf „Kannst Du mal gerade …“ abonniert zu sein
  • Fast wäre es das dritte Mal gewesen – aber dann war es „nur“ Sperma auf einem verzückten Gesicht
  • Trotz Bodensee, das Nervenkostüm ist nach wie vor dünn
  • Das schlechte Gewissen meines Bruders besteht aus mehreren Kilos geräucherter Würste, Speck und Fleisch
  • Ich kann auch ohne tumblr ganz gut
  • Ich kann derzeit wohl nur Kitsch-Fotos machen

lesegut

Seit drei, vier Wochen (?) verfolge ich das Blog von „lesegut„. Wenn ich alle Informationen richtig zusammenfasse, dann müsste er mein Alter haben (also nächstes Jahr was rundes), frisch verliebt, Soldat, Kampfhubschrauberflieger und gerade in Afgahnistan im Einsatz.  Und er photographiert gerne, sehr gerne aus der Luft, wenn er mit „Emma“ – warum so einen altmodischen Namen für so einen modernen Kampfhubschrauber? – unterwegs ist. Und die Photos sind teilweise einfach nur phantastisch und wenn er noch ein paar mehr macht und ich ihm helfe, das ein oder andere noch leicht zu optimieren und wenn er dann noch einen Verlag findet und gute Presse … er wäre ein gemachter Mann.

Ich hab den Kriegsdienst verweigert und würde es jeder Zeit nochmals tun. Und warum Deutschland am Hindukusch verteidigt werden muss – ist mir immer noch eine Frage. Und dass der Bundespräsident sich gerade als ein kleiner „Kriegsbefürworter“,  um das mal nett auszudrücken, entpuppt, enttäuscht mich maßlos. Und dass Deutschlands Wirtschaft durch die Rüstungsindustrie stark gestützt wird, halte ich bei unserer Geschichte für moralisch recht verwerflich. Kurz und gut: Eigentlich müsste ich so ein Blog, wie das von „lesegut“ einfach ablehnen, es nicht verfolgen, vielleicht mal einen bösen Kommentar absetzen.

Aber mich reizt es gerade einen Versuch zu unternehmen, ihn zu verstehen (auch wenn die Kommunikation eigentlich nicht vorhanden ist, es ist eher so ein Nachdenken über ihn). Und da frag‘ ich mich, was das für ein Spagat sein muss, einerseits wirklich ästhetisch sehr gute Bilder zu machen und aber im gleichen Moment zu wissen, dass, wenn der Befehl kommt, was ganz anderes. (So stelle ich es mir vor, aus dem Blog ist die konkrete Aufgabe so ganz genau nicht zu entnehmen – da hat wohl auch die Bundeswehr was dagegen). Der Spagat (wohl gerade frisch) verliebt zu sein und ein paar tausend Kilometer in der Wüste zu sitzen. Und spannend auch, dass seine Blogeinträge so gar nicht martialisch sind, wie man es sich vielleicht klischeehaft von einem Soldaten vorstellt, sondern eher weich und dem Menschen zugewandt sind. Und so einer sitzt in einem wohl Millionen-schweren-Kampfgerät …

mb2-131026r_286

2014-01-28 13.23.37

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