Durch die Zeit

Tag: Pizza

Plan

Ich glaube, ich baue morgen mindestens eine Überstunde ab, damit ich ausreichend in der Sonne rumgammeln kann. Später noch eine Sitzung von Verein 1 mit anschließender ‚Vernissage‘ und dann geh‘ ich mit mir Pizza essen!

Zwischen Aperol und Grappa

Die Schwester auf Besuch. Muttern gibt ihr Geld mit für ein Abendessen. Also heute beim wirklich guten Italiener.

An einem der Nachbartische zwei Männer. Ich würde sie älter als mich schätzen, daher dürften sie gerade so mein Alter haben. Der eine sitzt ähnlich verknotet am Tisch wie ich es auch gerne tue und hört dem anderen zu. Sein Gegenüber ist am Reden, als würde er Geld dafür bekommen. Mich erinnert die Szene dann sehr an P. und mich. Von der Intensität die uns verbindet, sieht der Betrachter also nichts.

Etwas später nimmt Großvater und Enkel am Nachbartisch Platz. Ein Blick reicht und ich bin in den ca. 10-jährigen Enkel verliebt, da er mich an B. erinnert, den ‚kleinen‘ Bruder meiner Patentochter. Und er ist wie B. Mit ausgesuchter Höflichkeit fragt er beim Großvater nach, ob er die Pizza „mit den Händen“ essen darf (er darf selbstverständlich) und beginnt eine Anti-Liebesgeschichte aus der Schule zu erzählen, so dass Großvater und ich danach in lautes Lachen ausbrechen. Mir ist das im ersten Moment peinlich, aber danach weicht weder er noch ich den gemeinsamen Blicken aus und ich hab‘ das Gefühl: Ist OK.

Zwei Tische weiter ein Freundinnen-Pärchen. Die eine kennt über geschätzt 17 Ecken meinen Mann und tut aber so, als ob sie dicke Freunde wären und nur durch das Unbill des Schicksals nicht am selben Tisch sitzen würden (was mich veranlasst hätte, spontan unwohl zu sein). Jedenfalls kommentiert sie übergriff was wir und was sie auf dem Teller bzw. in den Gläsern haben.

Die türkische Servicekraft (ein exellenter Meister seines Faches) macht wie immer eins auf italienisch und nennt mich permanent „Dottore“. Keine Ahnung warum erst heute, aber jetzt ist er eben der „Professore“. Ehre, wem Ehre gebührt.

Es hätte so einfach sein können

Ich will ja nicht hochmütig klingen, aber im Grunde gibt es in dieser Stadt nur drei Restaurants, in denen wir ernsthaft essen gehen können. Nichts gegen den ein oder anderen Italiener oder Grieche hier – aber die Pasta bekommen wir in der Zwischenzeit auch echt gut hin und danke Eva auch eine erstklassige Pizza. Das ein oder andere Griechische machen wir eh seit Jahren. Für ein Schnitzel oder Gulasch muss ich auch nicht aus dem Haus, ebensowenig für Knödel jeglicher Art. Einzig Döner bekommen wir nicht hin.

Zum Geburtstag dachte ich mit Mann und Freund essen zu gehen. Restaurant 1 (teuer) hat aber seit eineinhalb Jahren das Programm nicht geändert – und auf eine Wiederholung habe ich so nicht richtig Lust. Restaurant 2 (teuer) wäre ein Wagnis, denn die, die dort waren, waren nicht sehr überzeugt, viel Schischi und Theater halt. Restaurant 3 (sehr teuer) ist mitten in einem Pächterwechsel und hat eh zu.

Jetzt doch selber kochen? Oder zum guten Italiener? Zum halbteuren Inder?

Wir mal wieder alleine zusammen

Das hab‘ ich echt lange nicht mehr gemacht: Bin mit mir ne Pizza essen gegangen.

Hat sich so ergeben, dass um 18 Vorstand war (in einer Kneipe), mein Mann andersweitig unterwegs war, so dass ich die Alternative hatte zwischen Käsebrot zu Hause, Döner oder eben Pizza mit nem Glas Wein. Nahm die letzte Variante.

Ich kann das nach wie vor echt genießen, mit mir, einem Buch, ner Pizza und einem Glas Wein zusammen zu sitzen und Zeit zu verbringen. In dieser Kombination ist es einfach reine ‚Luxus-Time‘.

Als ich Singel war, war sowas ja vollkommen OK. Aber heute dachte ich schon, ob das nicht ein bisschen arg egoistisch war? Oder einfach die Zeit genutzt?

ausnahmsweise

Bei der alltäglichen Konferenz zum Thema: „Was essen wir heute abend eigentlich?“ wurde ausnahmsweise (!!!) von meinem Mann Nudeln bzw. Teigwaren mit in die Überlegung gebracht. Und ausnahmsweise (!!!) bin ich nicht darauf eingegangen sondern habe, heldenhaft wie ein hungriger Magen sein kann, Pizza nach der Kochpoetin vorgeschlagen.

Ein guter, ach was, ein sehr guter, ach was, ein absolut phantastischer Vorschlag, denn diese einfach zu machende Pizza (ich hoffe, die Kochpoetin verzeiht mir, aber in Ermangelung von Lievito Madre ersetze ich es durch weitere 18 gr Hefe und die Frühlingszwiebeln finden auf Bitten meines Mannes auch nicht den Weg auf den Teig) ist einfach der Hammer.

Eine noch größere Ausnahme wäre gewesen, hätte ich bei der Konferenz etwas asiatisches vorgeschlagen. Aber wenn ich das tue, dann weiß mein Mann, dass ich entweder wegen irgendetwas ein irre schlechtes Gewissen habe oder verrückt geworden bin.

Oder 1,84 Quadratmeter

Gestern nach der Fortbildung wurde ich gleich zwei mal gefragt, ob man mich ein Stück mitnehmen könne. Die für die beiden überraschende Antwort lautete: „Vielen Dank, nein, denn ich gehe jetzt mit mir noch eine Pizza essen.“

Hab‘ ich dann auch beim „Schwimmbaditaliener“ getan – der heißt so, weil wir früher nach dem wöchtenlichen Schwimmen dort hin sind, um angeblich wenigsten einen Teil der verbrauchten Kalorien wieder aufzunehmen – und war dann selber überrascht, wie mehrere junge Männer nicht das geringste Problem zeigten, eine Pizza mit einem Durchmesser von 60 cm alleine zu verspeisen!

Was war es dann?

Zweistündiger, nahezu komatöser Mittagsschlaf. Lag das …

  • … an dem Glas Weißweinschorle zur Pizza mit H. im F.?
  • … an den (örtlichen) Narkosemitteln von heute Morgen?
  • … an der Tatsache, dass ich nur geträumt habe, dass ich heute Nacht geschlafen hätte?

Geht gar nicht

Irgendwann werde ich schon mal darüber ausreichend gejammert haben, dass wir gut kochen können. Echt ein Übel. Nicht bei Freunden oder Bekannten oder so, denn auch Bemühung kann gut schmecken, nein, was Restaurants etc. betrifft. Heute wirklich große Lust auf eine Pizza gehabt, uns noch die Mühe gemacht in eine etwas entferntere Pizzeria zu fahren, da wir beide den Steinofen zu schätzen wissen.

Was kam war eine gut 60 x 60 (!) cm große Pizza, spärlichst mit einer sehr minderwertigen und stark versalzenen Salami belegt, Such-pseudo-Pilzen und geschmacksneutralen Peperonis in grün unter einer Schicht Chemiekäse der Klasse B.3. Der Teig, ohne jede Frage, war sehr akzeptabel. Es reuen die 8,30 Euro sehr.

Aus Höflichkeit haben wir uns die letzten beiden Drittel einpacken lassen aber der Gedanke an die morgige Konsistenz lässt erahnen, dass wir den Frevel begehen werden, und sie wegwerfen.

 

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