Durch die Zeit

Tag: S.

Ex-Lehrer halt

Sonntag. Kurz nach 8 Uhr (!). Das Telefon (!) klingelt. Es ist W. von Verein 1. Er will nur schnell ausrichten, dass er S. vom Problem unterrichtet hat und ich daher nicht gebraucht werde.

Etwas müde – # 442

Gegen 4 ins Bett gekommen, um 9 dann wieder auf, am frühen Nachmittag eine Stunde geschlafen. Ich mag diesen Zustand der Übermüdung dann schon, weil er mich fokussiert. Abendessen mit Mann, J., meiner Patentochter S. und ihrer Freundin M. Mein Gulasch – Eigenlob stimmt – gehört echt zu den besten, die ich je gemacht habe, schiebe es aber auf das fantastische Fleisch vom Metzger nebean (wobei der Kilopreis bei ihm gegenüber dem Discounter vier Euro billiger (!) war). Immer dann, wenn ich meine nächste Frage nicht anbringen konnte – war ich wegen der Übermüdung die Gelassenheit selbst, habe gewartet, bist wieder Luft war, und dann meine Frage gestellt. Und immer wieder muss ich erkennen: Ich hab’ne echt klasse Patentochter! Die ist nicht nur nicht auf den Kopf gefallen, sondern kann auch Fragen stellen!

2017-09-09 22.41.42

Wegen Dienst gestern schon „Pate I“ verpasst, jetzt zu spät für „Pate II“ gekommen – aber somit weiß mein Mann, was ich mir zu Weihnachten wünsche. Jetzt sag‘ bloß einer, ich sei nicht pflegeleicht!

Zum Trotz

Kneipenabend mit S. Gegenüber gestern sind die Temperaturen quasi im Keller. Wir bleiben draußen sitzen.

*müffel*

Ich habe ja wirklich gerne (und viel) geraucht! Und könnte ich es auf sechs oder sieben Zigaretten pro Tag beschränken, dann würde ich nach wie vor rauchen. Doch das kann ich nicht.

Gestern mit S. mal wieder einen trinken, bei dem Wetter nicht in unserer ‚Stammkneipe‘ sondern ein paar Meter weiter, im Freien. Bei dem Wetter waren wir nicht alleine – versteht sich. Und da waren auch Raucher dabei – und zwar, wie ich fand, überraschend viele. Mit der Zeit hat mich das wirklich gestört.

Beim Aufwachen heute morgen roch das T-Shirt aber sowas nach Rauch – boa. Und als es gewechsel war, rochen die Haare.

Gott, was muss ich früher gestunken haben!

Fremdkochen

Beim ‚Weihnachtsessen‘ mit der Abteilung sind auch die alten Kollegen eingeladen. Ein älterer Herr kommt strahlend auf mich zu: „Freut mich Sie wieder zu sehen!“ Ich habe nur Fragezeichen in den Augen, ich kenne den Herrn nicht. „Und meine Frau und reden immer noch von dem Essen!“ Wenn es eine Steigerung von Fragezeichen in Augen gäbe, man würde es mir ansehen. „Alleine die Fleischbrühe!“ Aha! Langsam dämmert es ihm, dass mir überhaupt nicht dämmert und er beginnt umständlich  zu erklären … bis auch ich mich erinnere, dass ich letztes Jahr zweimal bei S. und B. gekocht habe, ohne mitessen zu müssen. Und einmal war dieser Herr mit Frau zu Gast. Nachdem das also geklärt ist, atmet er tief durch und fragt: „Würden Sie das auch mal für uns machen?“

Es gibt auch Ausrufezeichen in Augen.

Kommunikation plus

Gerade mit meinem Mann fast drei Stunden bei Frau B. zum Tee gewesen.

In gut einer Stunde zu S. auf einen Kneipenabend.

Wenn ich zurückkomme, werde ich mit Sicherheit mehr gesprochen haben als in den letzten beiden Wochen zusammengenommen. Es kratzt jetzt schon im Hals.

Das muss verdaut werden

Aus einem Mail-Brief meiner besten Freundin (wobei X ich bin):

Fakt für mich ist, dass der X im Brief für mich näher ist, als der in der Realität. Irgendwie kann ich nicht (mehr) mit Dir in der Praxis.

Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass wir uns nach unserer gemeinsamen Schulzeit – auch schon 2,5 Jahrzehnte her – immer nur sehr sporadisch getroffen haben. In den letzten Jahren war es schon ne Leistung, wenn wir uns zweimal von Freitag auf Samstag (oder so) gesehen haben, also max. 24 Stunden.

Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass es im Jahr vielleicht nur noch 4-6 Briefe sind, meist von ihr aus veranlasst aus einer ‚Notsituation‘, wo sie sich einfach mal auskotzen will und ich dann reagiere, eben der Freund bin, dem man mal alles so vor die Füße kotzen kann. Und das ist auch gut so!

Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass sie es ist, die normalerweise anruft, weil irgendeine Scheiße – sie ist verheiratet, zwei Kinder, nicht ganz einfache Ursprungsfamilie (wie bei allen anderen auch) – gerade am dampfen ist. Und Brief und Telefonat sind zwei verschiedene Medien, verschieden Arten zu kotzen. Und das ist auch gut so!

Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass ich sie hin und wieder einfach so anrufe, um zu hören, wie es ihr geht, was der Mann macht, die Kinder, die Arbeit, das Klavier, der Herd, …

Was bedeutet das jetzt alles? Was kann (nicht) werden?

Sind gerade echt mal wieder viele Fragen.

Geschunden & gestunken

OK, die Überschrift ist grammatisch nicht korrekt, aber dafür hat sie Rhythmus. Aber geschunden sind die Hände schon, voll von Eiterbeulen und Pestwarzen … nee, so dramatisch jetzt auch wieder nicht, aber ein Pflaster brauche ich dann schon und nen halben Liter Handcreme, weil sonst die Haut reißt. Liegt wohl an dem offenen Feuer, vor dem ich Stund und Stund stand. Dass ich mir nicht alle Finger verbrannt habe, grenzt an ein Wunder.

Irgendwie war es ganz schön, dann aber auch zugleich anstrengend und ein bißchen komisch. Das sind meist ganz nette Typen – aber ich vermute, wenn man Mittelalter so exzessiv macht, muss man schon einen gewissen Hau haben.Und dann finde ich es schon bedenklich, auf so ein Lager zu fahren und sämtliche Essenseigenheiten mitzunehmen. Einer aß nur dann mit, wenn er den Pfeffer selber drauf machen konnte (wie ich beobachten konnte, eine ganz normale Menge, ich hätte wohl weniger genommen), seine Freundin grenzte sich komplett aus, da sie mit ihren diversen Allegien kocketierte und so ihren Part an Aufmerksamkeit einforderte. Dafür waren die beiden J. zuverlässige Esser, die nach dem zweiten Nachschlag höflich in die Runde frage, wer noch was wolle. Aufallend auch S. und N. Sind im Grunde sehr nett, er sogar der Vorsitzende des Freundeskreise, aber die sonderten sich bei jeder Gelgenheit hab. Als es Kohlrouladen gab fragte er mich, ob es noch welche gäbe. Ich verwies auf den großen Bräter an der Feuerstelle. Er stand auf, holte zwei, gab eins seiner Freundin und eins sich – aß weiter. Jede/r andere im Lager hätte gefragt, ob er wem was mitbringen könne.

M. mimte wohl wieder den Cheflogistiker. Denn man kann die ca. 50 Lager mit ihren gut 520 Menschen nicht einfach so auf die Heimreise schicken. Da benötigt es eine kontrollierte Abfahrt vom Gelände, was eh nur durch eine schmale Stichstraße zu erreichen ist. Ich habe mich dann nicht eingemischt – wunderte mich aber, das er sich so kompliziert anstellte. Zwar für alles eine Excelliste, aber das Vorgehen mit so vielen Umständen … gut, ich war dieses Jahr da nicht dabei, für nächstes Jahr hat man mich aber schon angefragt, ob ich denn auch da etwas helfen könnte (also bei der Ausfahrtunterstützung, nicht Planung).

Kochen auf offenem Feuer ist übrigens relativ anstrengend. Denn das ganze findet ja auch dem Boden statt, so dass man sich dauernd bücken muss. OK, man könnte auch Feuerschalen etwas erhöht stellen, aber dann grillt es einem die Eier noch stärker. Zudem die Holzschlepperei und die ganzen Schüsseln sind ja auch nicht aus Plastik. Dazu die Wege, denn vieles war ja im Orga-Zelt und musste auch – des Regens wegen – gleich wieder zurückgebracht werden. Dazwischen immer mal wieder etwas Holz spalten und es hinschleppen … so dass man verdammt früh anfangen muss, soll um 13 Uhr das Essen auf den Tisch stehen.

Vielleicht gibt es in ein paar Tagen ein paar Bilder von J. hier zu sehen.

Badewannen sind wohl die geilste Erfindung der Menschheit! Zumindest nach so einem Wochenende!

‚Entlastung‘ – oder: Pauschalierung macht’s halt einfach

Schoß mir gerade in den Kopf. Ich bin ja der einzige (offen lebender) Schwule in meiner Familie. Und da Vaters- und Muttersfamilie alle aus dem katholischen … Also war das für meine Eltern halt immer schon so ein Crux (sic!), dass gerade sie nen schwulen Sohn … und jetzt kapiere ich gerade als meine Mutter letztens anrief, um mir mitzuteilen, dass es Tante B., ihre jüngste Schwester, ja ganz, ganz, ganz schwer hätte, da deren ältester Sohn, S., Moslem geworden ist!

Es gibt also Schlimmeres.

Und da ist einfach so vernunftsunmäßig, so blöd, so … nur weil manche schwul sind, meint irgend so ein Typ in Amerika – dank der ‚genialen‘ Waffenpolitik – 50 Schwule abzuknallen, worauf hin der nächste Gehirnamputierte meint ein Einreiseverbot … erlassen zu wollen, für alle, die gefährlich sind …

Warum fehlt es den Menschen am Mut zu denken? Weil den Finger auf andere zu zeigen einfach leichter ist.

 

 

WE wie weg

Der Beginn des Reigens.

Ziel: Süddeutschland

Aufgabenbereich: Kochen, Tango tanzen und zuhören.

Aber Tango leider nur ganz kurz. Wir haben noch nichts wochenendseminarmäßiges gefunden. Müssen aber ja auch erst schauen, ob wir zueinander passen. Aber da sie sich gerne führen lässt, wie sie sagt …

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