Durch die Zeit

Tag: Schlaf

Heute nicht

Das hat heute schon mit dem Aufstehen begonnen: Keine Lust zu nix. Also tue ich nur das Notwendigste und lasse den Rest einfach sein. Morgen ist auch noch ein Tag – und vielleicht habe ich dann ja mal ein paar Stunden am Stück geschlafen.

Eule schlägt Lerche

Da habe ich mal frei und es kommt nicht so ganz genau darauf an, wasnn ich aufstehe. Sofort mutiere zur Eule und finde mich in dem Rythmus in dem ich mich gut fühle. Auf meiner Uhr ist es jetzt 23:58 – keine Zeit, um ins Bett zu gehen. Jezt ist die Zeit hier noch was Kleines zu schreiben, dann vielleicht noch Netflix, auf alle Fälle noch lesen und paar Dinge im Internet finde ich auch noch.

Das entspricht meiner inneren Uhr – schon immer. Wenn man mich als Student fragte, bis wann man mich anrufen könne, war die Antwort: „Bis 2 auf alle Fälle, meist bis 3.“ Vor 10 bin ich aber da auch nie auf.

Um so erstaunlicher finde ich es, dass ich in einer normalen Arbeitswoche mich so umschalten kann, dass ich kurz vor 23 im Bett liege und dann um 6 meine Beine aus dem Bett schwinge.

Aber gut geht es mir, wenn ich Eule sein darf.

Melde mich …

… nachträglich hier einfach mal krank.

Weiß echt nicht, welche ICD der Arzt schreiben würde – aber irgendwas mit „unbestimmt“. Viel Kopfweh, Schlappheit, Schlafsehnsucht (unerfüllt meist) und so nen kleinen Tunnelblick.

WMDEDGT 12/18

So gut wie jeden Monat fragt das Fr. Brüllen, was man denn so am Tag macht.

6:29 – Der Wecker klingelt spät und ich bleibe sogar noch eine Minute liegen.
6:31 – In der Küche, Tee aufsetzen.
6:33 – frühmorgendliche Badaktivitäten verschiedener Art
6:40 – Tee aufgießen und anziehen
6:45 – Tee genießen, eine große Kanne Tee kochen, Brote schmieren.
6:55 – Zeitungslektüre
7:19 – Richten für den Tag
7:25 – erwische noch die 1
7:45 – erwische eine frühere 17
8:01 – schon im Bildungszentrum – im Grunde viel zu früh, daher
8:03 – einen schnelle Kaffee mit Schinkenbrötchen
8:22 – Ankunft in Raum S5, Frau W. ist auch schon da. Begrüßung, Unterlagen auspacken, kleine Absprachen, Prüfungsunterlagen scannen
8:30 – Pünktlich stehen die ersten beiden Prüflinge im Raum, wie sie unterschiedlich nicht sein können. Sie wird die Prüfung nicht bestehen (da durch das Schriftliche durchgefallen), er könnte ne gute Note machen. Sie aufgeregt wie ein Gummiball, er die Ruhe selbst. Sie … jedenfalls kommt es so und Frau W. und ich prüfen uns ohne wirkliche Pause einen Wolf ab, bis …
13:15 – … der letzte Prüfling gar nicht kommt und wir unsere Sachen packen können.
13:28 – Wieder die 17 zurück, dann in der Stadt auf der Suche nach Grappagläsern, dazwischen eine schlechtschmeckende Currywurst auf dem schrecklichen Weihnachtsmarkt, da u.a. „Stille Nacht“ mit erheblicher Dezibel-Zahl über den kleinen Platz schreit.
15:45 – Zuhause. Der Paketbote war zwar für meinen Mann da, noch (?) nicht aber für mich. Ahnung, dass das mal wieder ne Hängenummer wird.
15:59 – Viel zu wenig Schlaf in den letzten Tagen und Nächten, ich gönne mir eine Runde.
16:15 – Schwer erhebe ich mich, der Mann ist auch schon da, gemeinsam Tee und Absprachen zu Freitag, Abendessen und Linzertorten, die ich morgen backen werde.
17:00 – Tageslektüre, derzeit die „Metamorphosen“ von Ovid und die „Sagen des klassischen Altertums“ von Schwab – muss ja auch mal sein.
17:55 – Werde jetzt doch noch in die Küche beordert und helfe ohne zu klagen. Dazwischen ein alkfreies Bier und den ein oder anderne Blick in die Glotze.
18:45 – Abendessen (überbackener Blumenkohl) dazu irgendeine strunzdumme Vorabendserie, aber die Akkus sind gerade leer.
19:20 – Mein Mann versucht heldenhaft sein neues Internetradio zu installieren. Aber da muss erst der Checker kommen, also ich – jetzt funktionierts und für den Rest des Abends werde wohl ich mit der Musik sämtlicher griechischer Sender beschallt werden.
20:20 – mein Mann arbeitet sich in die Mediathek ein und findet einen wirklich spannenden Film … der dann doch zu einem großen Entsetzen der Beginn eines Mehrteilers ist. Ich mag ja Serien!
22:00 – Ja, auch ich habe Abgründe … also gucke ich noch in das Finale von „The Taste“ rein – immerhin ist ja einer der Kandidaten noch ein echtes Schnuckel.
geplant: 22:30 – Nachtlektüre und wohliges Einschlafen (wünschen wird man sich ja noch was dürfen!)


Splitter

Mir einfach einen Tag Urlaub genommen. Nichts tun ist anstrengend. Meinte auch der Psychodoc und hatte noch ne interessante These dazu. Also in die Sauna. Es ist noch Geld auf der geschenkten Wertkarte von vor drei, vier Jahren. Überraschenderweise wenig los. Überraschenderweise auch noch Sonne. Wer liegt schon Anfang November nackt in der Sonne? (OK, das ging nur die ersten 15 Minuten nach dem Saunagang, dann wurde es doch etwas kühl.)

Als ich aus der Dusche komme und mich anziehen will, treffe ich einen ehemaligen Ausbilder, der keinen Hehl daraus macht, meinen Körper einer eingehenden und kritischen Betrachtung zu unterziehen. Immerhin lässt er sich zu einem „Schön braun“ hinreißen.

Mittagsschlaf, der den Begriff Schlaf berechtigt.

Später noch ein Buch, was ich bestellt hatte, nicht kaufen müssen, weil ich anderweitig an die entsprechende Literatur gekommen bin. Die Buchhändlerin bedankt sich sogar dafür. Es scheint wohl öfters vorzukommen, dass sie was bestellen, was dann gar nicht abgeholt wird.

Morgen Kontrastprogramm vom Feinsten: Abteiltungssitzung – also fröhliches Reigen der selbstherrlichen bzw. selbstüberschätzenden Selbstdarstellung. Ich will mir ein Gedicht ausdrucken und schauen, ob ich es derweil auswendig lernen kann.

WMDEDGT 11/18

Wie so gut wie jeden Monat mache ich bei Fau Brüllen mit.

5:59 – zuverlässig: Wecker.
6:09 – Aus dem Bad zurück, irgendwo habe ich Zeit liegen lassen.
6:18 – Mit dem Schmierenvon Broten fertig. Irgendwo habe ich noch mehr Zeit liegen lassen.
6:29 – Linie 52 kommt – mal wieder – nicht, obwohl ich lieber mit dem Bus fahre. Also um
6:30 – mit der Linie 7.
6:45 – Braves Einstempeln, Kollege M. kommt später als ich – Premiere für uns.
6:58 – Tee ist gekocht, Zimmertür ist zu, Raum und Zeit zur ausführlichen Zeitungslektüre
7:48 – Ich bearbeite einen Vorgang – es wird auch der einzige bleiben. Den Rest der Zeit lese ich die Benn-Biographie von Holger Hof fertig.
11:11 – Wieder auf der Straßenbahn.
11:30 – Wieder vor dem Rechner, diesmal meiner, Bücher runterladen.
12:15 – Es gibt Rührei und Brot
12:45 – Ein kleines Nickerchen, 5,5 Stunden Schlaf in der Nacht sind halt doch etwas wenig
13:45 – Tageslektüre 1: Gustav Schwab: Sagen des klassischen Altertums: Tageslektüre 2: Gottfried von Straßburg: Parzival. Davor, danach, dazwischen etwas Mail, etwas Bilder, etwas dies und das.
16:00 – Salat kaufen zur Gulaschsuppe, die wir gestern mitbekommen haben.
16:15 – Zwei Kapitel für das Musil-Projekt gelesen und geschrieben.
17:00 – Dies & das
17:41 – Linie 52 kommt – aber es ist ja auch die andere Richtung.
18:00 – Monatliche Laberrunde, heute Pädophilie – ich hab‘ erstaunlich viel zu sagen.
19:32 – Gerade noch die 4 bekommen
19:48 – Warten, dass die Suppe heiß wird.
20:00 – Suppe und Nachrichten
20:20 – Tatort von gestern
22:15 – Brote schmieren, damit mir nicht wie gestern wieder die Zeit am Morgen wegläuft
22:45 – schon im Bett. Aber mit Lektüre. Belletristik.

Rechts statt links

Wäre ich abergläubisch – was ich aber nicht bin – dann könnte ich heute den lieben langen Tag unken und tun und deuten, denn ich bin gestern auf der rechten (!) Seite liegend problemlos (!) eingeschlafen.

Ist das der Beginn einer neuen Zeitwende? Wendet sich jetzt das Blatt? Gibt es neue Aussichten? Hat sich das Schicksal, das Glück, das Pech, … gedreht?

Nun, es darf spekuliert werden – und selbstverständlich werde ich mich hier nochmals melden, sollte ich heute zu Reichtum, Job und / oder Schönheit (oder vergleichbarem) kommen.

To be continued

Komischer Tag irgendwie, ach was, komisches Leben derzeit

  • Überraschend gut geschlafen heute Nacht und dennoch trotz komatösem Mittagsschlaf unendlich müde (was mich davon – naturgemäß – nicht abhält nicht ins Bett zu gehen).
  • An der Arbeit nix zu tun und keine Idee, wie noch auffüllen.
  • Leichte ‚Angst‘ morgen zu vergessen, dass ich am Freitag nicht ins Büro muss, weil ich einen Gleittag habe.
  • Freue mich auf den Ersatzsohn am Freitag, aber frage mich, was ich zu bieten habe.
  • Sitze für Verein 1 derzeit in dem Gremium und in dem Arbeitskreis und in der Gruppe und übernehme das und jenes und selles und dieses und dass dann auch noch … aber nichts davon ist das ‚Eigentliche‘.
  • Würde gerne einfach nur noch lesen – aber wenn ich länger als eine Stunde gelesen habe denke ich, „Leben wäre auch ne prima Alternative“ (Maxi Wander).
  • Dann die Angst, wie sich das mit dem befristeten Job entwickelt, ob ich da, wo ich gerade bin, noch was reißen kann.
  • Einerseits verkriechen wollen und andereseits mal der Welt zeigen …
  • Einen Artikel muss ich bis Sonntag noch geschrieben haben und die große Statistikpräsentation für Verein 1 muss ich bis zum 3.2. auch noch auf die Beine stellen. Das kostet mich wieder um die 20 Stunden – und ich frage mich da schon: Warum mache ich das?
  • Meinem Mann geht es auch nicht gerade gut und der beginnt sich zu bewerben, natürlich in Städten, in denen ich nie hin wollte und will – und Fragen türmen sich da natürlich auf, auf die ich so richtig Lust nicht habe.
  • Und, überhaupt …

Weltidee

Also, ich werde jetzt ein neuartiges Bett konstruieren, d.h. vielmehr eine intelligente Matratze. Die besteht dann aus ein paar tausend kleinen Kolben, die mit irgendeinem tollen Geel gefüllt sind. Legt man sich auf die Matratze, drücken die Kolben das Geel in ein extra Behältnis. Steht man wieder auf, strömt durch ein anderes Ventil, weil die Matratze unter Unterdruck oder Überdruck steht (das muss ich noch rausfinden) wieder Geel in die Kolben. Und jetzt kommt die eigentliche Weltidee: An den Ventilen ist geschickterweise immer eine kleine Turbine angebracht, so dass bei aus- wie beim einströmen des Geels man Energie (!!!) erzeugen (!!!) kann!!!.

Das heißt, hat man heftigen, leidenschaftlichen Sex bewegt man sich ja durchaus auf der Matratze und bringt so die Kolben in ein beständges auf und nieder, d.h., die Stromerzeugung wird dementsprechend hoch sein. Selbst beim wichsen kommt es dann logischerweise zu einer höheren Stromerzeugung.

Für viele wird es also heißen: Habt viel heftigen Sex, dann habt ihr viel selbstproduzierten Strom

Für Menschen wie mich wird es zudem heißen: Neben dem vielen heftigen Sex bist Du eh so ein verdammt unruhiger Schläfer, dass Du wohl die meiste Energie erzeugen wirst.

Denn nur einer wie ich, der sich Nacht für Nacht von der einen Seite auf die andere wirft, hat überhaupt noch das Potenzial übrig, auf so eine Weltidee zu kommen. Wer sich gegen Gewinnbeteiligung an der Entwicklung beteiligen will, der mag sich bitte einfach melden. Wer einen schönen Namen für diese Art von Bett findet, bekommt dann eins geschenkt!

Das erste Mal

Das erste Mal in diesem Jahr dass ich

  1. gleich eingeschlafen bin
  2. durchgeschlafen habe
  3. nicht vor gegebener Zeit aufgewacht bin
  4. und derweil keine Scheiße geträumt habe.

Weiter so!

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