Durch die Zeit

Tag: Schweinebucht

Die Nackten sterben aus

Heute nach Ewigkeiten mal wieder in der Schweinebucht gewesen. Weil ich mit dem Auto kam, musste ich über beide große Wiesen laufen, um an meinen Stammplatz zu kommen. Ich bin nun ja wahrlich nicht mehr jung, aber insgesamt waren es vielleicht zwei oder drei Prozent der Anwesenden, die etwas jünger als ich waren.

Einst

Vor Jahren hätte ich die Hitze echt besser ab haben können. Da wäre ich nach der Arbeit noch schnell mit dem Rad zu Schweinebucht gefahren, um den nackten Körper noch der Sonne anzubieten (und ggf. etwas zu schwimmen, aber nur etwas). Aber jetzt. Jetzt schleiche ich mich in die Straßenbahn, bin froh, einen Sitzplatz zu bekommen, genieße die Kühle des Supermarktes und bewege mich zu Hause im Zeitlupentempo.

Aber besser als frieren ist es allemal.

Grave

Irgendwie ist gerade alles schwer. Irgendwie macht mir meine allgemeine Situation zu schaffen. Mal abgesehen von so ‚Kleinigkeiten‘, dass ich mehrmals auf dem Flughafen Istanbul-Atatürk gewesen bin und gar keine Bilder brauche um mir vorstellen zu können, wo die Bomben hoch sind.

Ich habe die finanziellen Mittel zur Verfügung wie als Student, habe einen ‚Job‘, der über die Bezeichnung ‚einfache Hilfstätigkeiten Büroorganisation‘ nicht hinauskommt (wenn er das überhaupt erst erreicht?), bin die meiste Zeit alleine und wenn es zur Kommunikation kommt, dann ist meine Rolle bei der überwiegenden Mehrheit deutlichst definiert: „Ha, der kann ja richtig gut zuhören – also kann ich reden!“

Es saugt irgendwie alles.

Und einiges, was früher als Ausgleich diente fällt gerade weg. Dieses Jahr war ich noch nicht ein einziges Mal in der Schweinebucht. Lag einerseits klar am Wetter, andererseits … mit den 9 kg mehr sehe ich aus wie … nee, das lass ich dann doch lieber im kleinen Kreis. Und seit dem jetzt wohl drei Jahre währenden Ausgabestopp kommen auch keine Eitelkeiten irgendwie rein …

Wie auch immer. Ich durchdringe es derzeit nicht und fühle es eben nur schwer und anstrengend.

Schweinebucht

Vor Jahren hätte das im Sommer als postalische Adresse gelten können. Denn wenn ich nicht an der Uni war, war ich an der Schweinebucht, lag nackt am Wasser, lernte und las, aß und trank und ging erst dann, wenn die Sonne keinen Hau mehr hatte.

In den letzten Jahren war ich in der Mittagspause mal kurz dort, oder am Wochenende, letztes Jahr, soweit ich mich erinnern kann, überhaupt nicht.

Heute für eine Stunde hingefahren und es dann schon von anderen recht mutig gefunden, ihren nackten Körpern anderen zu zeigen und überlegte, dass meiner ja auch ganz schön in die Jahre gekommen ist und der, den ich vor 25 Jahren hatte, mir auch besser gefallen hat.

Früher Stunden – heute reichte die eine, auch weil die Sonne, wie mir scheinen will, aggressiver geworden ist. Ich vertrag nicht mehr viel von ihr und ich glaube, meine Hautärztin findet das gut.

So kommt’s. Aber muss das?

Für morgen Vormittag und frühen Nachmittag hatte ich einiges zu tun. Aber je länger der heutige Tag dauerte, desto mehr Änderungen gab es. Und so steht mir morgen der Tag bis zum späten Nachmittag als Strohwitwer zur freien Verfügung. Und um die Falten wegzubekommen reifte minütlich der Plan: Yeah – dann morgen mal ausführlich Schweinebucht! *freu*

Gerade die Wettervorhersagen gesehen. Gut dass ich vorgestern in der Bibliothek war und zwei interessante Bücher besorgt habe.

Nach langer Zeit

Letztes Jahr habe ich es nicht ein einziges Mal geschafft. Und dieses Jahr heute zum ersten Mal! Das hat es in den früheren Jahren nicht geben, da war die Schweinebucht im Sommer sozusagen mein Zuhause.

Schweinebucht

Anton Weyrother

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