Durch die Zeit

Tag: Ständer

Gestern und heute

Vor Jahren habe ich einen Terz gemacht, um einen Bildschirmhintergrund wegzubekommen, nur weil klar war, dass A. sich neben mich an den Rechner setzen würde und mir das irgendwie peinlich / schamvoll war, dass er da ein Bild von mir mit Halbständer hätte sehen können.

Gestern erzählte ich ihm in meinem neuem Zimmer, dass ich jetzt das Ständerbild doch weggemacht hätte, weil es bei manchen dann doch für Irritationen gesorgt hätte – und zeigte es ihm dann mit einer Selbstverständlichkeit, als hätte ich ihm einen Kaffee angeboten.

outdoor

Nicht, dass mir gerade einer abgeht oder ich nicht weiß, wohin mit meinem Ständer – nein, so ist das nicht, aber irgendwie ist es dann doch ein Lustgefühl, die Wäsche draußen auf der Wiese aufzuhängen.

Das muss irgendwie total tief in meiner Kindheit versteckt sein, denn seit ich sieben bin, gab es immer einen Trockraum, in meinen eigenen Wohnungen, trocknete die Wäsche eben im Zimmer oder im Flur. Seit wir hier eingezogen sind, freu‘ ich mich wie ein Schneekönig, die große Wiese nutzen zu können.

Es ist jetzt nicht auch so, dass ich heute beim ersten Mal gleich meine ganze Reizwäsche rausgehängt habe, insbesondere diesen hübschen goldenen String mit dem Elefantenrüssel vorne dran … wer jetzt glaubt, das ich sowas habe (also String mir Rüssel, alles andere ist, glaub ich, vorhanden) der / die ist selber dran schuld! … nein, es waren nur ein paar Handtücher – aber jetzt renne ich alle sechs Minuten zum Fenster, um zu schauen, wie hübsch die Wäsche im Winde weht.

Und es macht definitiv richtig Spaß!

Unfreiwillig

Beim Umzug ist mir ein gerahmtes Foto von mir wieder in die Hände gefallen, auf dem jetzt nicht so wahnsinnig viel zu sehen ist: meine angezogenen Beine und mein Ständer.

Das ist schon ein paar Jahre alt, aber das Foto ist in seiner Schlichtheit und Deutlichkeit echt nicht schlecht.

Ohne groß zu überlegen habe ich es beim Auspacken einfach auf eins meiner zwei Fensterbretter gestellt – und zwar durchaus so, dass man es sehen muss, wenn man zwei Schritte in den Raum macht und sich umsieht. Aber das ist mir erst heute aufgefallen – und ich frage mich jetzt, was bisher die Leute wohl gedacht haben, als ich ihnen das Zimmer gezeigt habe und ob ich jetzt peinlich berüht sein sollte / müsste.

Die Gedanken sind frei

Irgendwie nett die Gedanke, T. wäre heute überraschend vor der Tür gestanden. Hätte etwas Stress gemacht wg. Dienst, aber vielleicht hätte ich den auch noch von der Backe bekommen? Aber ob ich dann auch jetzt nochmals der Nacktheit und der Sonne so gefrönt hätte, obwohl sie, wie sie schrieb, heute auch mal ohne schwimmen war? Aber das „Was-wäre-gewesen“ hebe ich mir für’s einschlafen auf. Da habe ich ja dann die Wahl, ob ich es so gestalte, dass ich gut einschlafe oder mich mit einem Ständer beschäftigen kann.

#372 – Dem weißen Schnee etwas entgegensetzen!

Wenn man sonst nix besseres zu tun hat, dann zieht man sich halt aus, schmiert sich den ganzen Körper mit blauer Acrylfarbe ein und lässt sich in der Badewanne fotografieren.

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Das geht am einfachsten, wie schon geschrieben mit E., denn falls man doch nen Ständer bekommt (und das ist dann schon eher die Regel …).

Leider stellt man erst danach fest:

  • der Hintergrund ist supoptimal
  • das Modell war auch schon mal schlanker und dynamischer
  • Acrylfarbe auf der Haut ist ein Fluch

#370 – Für die Kunst

E. ist wohl die einzige Hete, bei der ich ohne jegliche sexuelle Absicht nen Ständer produzieren kann. Für das Neujahrsfoto heute einiges versucht, darunter auch Portrait im farbigen Wasser. Und wenn  man schon dabei ist, dann ist Halbständer im farbigen Wasser auch nich so übel. Wenn morgen Zeit ist, dann wiederholen wir das.

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Weg des Begehrens (1)

Intro

Im Gegensatz zu Emcke bin ich in einem sehr katholischen und damit auch sehr konservativen Elternhaus aufgewachsen. Dort war das Thema Sexualität, wen wundert’s, ein absolutes Tabu-Thema. Kam es dann doch, natürlich nur am Rande, zur Sprache, dann hatte Thema sofort einen negativen Beigeschmack, wurde flux quasi mit Scham übergossen. Keine Ahnung wie das genau funktionierte. Ich kann mich nur blass erinnern, dass meine Mutter, alles was auch nur andeutungsweise mit Sexualität zu tun hatte, negativ kommentierte. So gab es auch für verschiedenen Sendungen Fernsehverbot, denn dort gäbe es schamlose Inhalte. Und dieses schamlose Verhalten fing bei uns ja schon mit dem Küssen an von Leuten, die nicht verheiratet sind. Als Kind, auch als Jugendlicher (und eigentlich immer noch) wendete ich mich ab, egal ob real oder Fernsehen oder Kino, wenn sich zwei Menschen länger als drei Sekunden küssen. Nicht, weil ich meine, in ihre Intimität einzudringen, sondern weil es mir unangenehm ist, ich Scham verspüre. Das ist ein richtig langer Arm aus der Vergangenheit.

Und natürlich dann die gewissen bohrenden Nachfragen im Beichtspiegel (das ist eine Art Fragekatalog, den man vor der Beichte durcharbeiten soll, um auch bloß keine Sünden zu vergessen oder als zu gering zu erachten). Ab einem gewissen Alter wurde da gefragt, ob man „unkeusch“ gewesen sei „mit sich oder anderen“. Damit wurde ich konfrontiert, als ich noch gar nicht wusste, dass man mit dem Ding zwischen den Beinen außer pinkeln noch etwas anderes machen kann – aber es schwebte schon etwas über mir, was noch schlimmer sein musste, als lügen oder stehlen. Das Erschrecken war nicht gerade klein, als ich merkte, dass dieses Ding da unten seine Größe ändern konnte, ein unabhängiges Eigenleben führte. Mir war das für einige Zeit mehr als unangenehm, es war schlichtweg beängstigend, weil ich nicht wusste, was das zu bedeuten hatte. Ich war einem Teil meines Körpers willen- und hilflos ausgeliefert. Und dieses Nicht-Wissen, um was es sich da handelt war allemal schlimmer, als in den Jahren danach einen Ständer zu den unpassensten Situationen zu bekommen. Aber da ich schon damals mit der Mode ging und nur engste Hosen trug … . Und als man mir dann unfreiwillig beibrachte, was man mit diesem lebendigen Ding denn alles so anstellen kann, war jeder Orgasmus ebenso von Lust wie von Scham und Sünde belegt. Es hat Jahre gebraucht, dass ich mich nach einem Orgasmus eben nicht mehr schlecht fühlte. Dass es menschenfremd ist, die sexuelle Lust eines Pubertierenden durch Worte einschränken zu wollen kann nur von Verfassern stammen, die ihre eigene Sexualität (und ich spreche da bewusst jetzt mal nicht von Lust) verdrängt haben. By the way: Ich habe in der Beichte nie zu meinem ‚unkeuschen‘ Verhalten Stellung bezogen – und ich würde mich erinnern, wenn ich danach gefragt worden wäre.

Teil 2

Vertrauen

Letztens war A. – nach harter, harter Uni-Prüfungszeit – mal wieder da. Mit Computerproblemen. Ob ich nicht noch irgendwie ne Festplatte hätte, um seine Daten sichern zu können? Es fand sich zwar etwas, aber dafür inkompatibel, und so fragte er, ob er seine Daten komplett auf meinen kleinen Rechner (aus dem Hause Apfel) sichern könne. Bitte gerne, Speicherplatz ist ausreichend vorhanden.

Ich fragte mich, ob ich das auch getan hätte. Denn A. hat mit 100-prozentiger-Sicherheit jetzt nicht nur Daten bei mir gespeichert die sein Studium betreffen. Denn, wenn ich von mir ausgehe, dann sind eine Menge meiner Daten eh ‚unkritisch‘, aber da gibt es Briefe, Tagebücher, persönliche Texte und in meinem Fall natürlich noch ein Haufen von Fotos, die nicht nur andere sonder auch mich mit Ständer zeigen, teilweise in Aktion, teilweise voller Sperma und was sonst. Dinge jedenfalls, die man auch guten Freunden jetzt nicht so mir-nichts-dir-nichts aufs Auge drücken will.

Da ich den kleinen Rechner jetzt nicht wirklich häufig nutze – und die Frage sehr berechtigt ist, warum ich mir den überhaupt angeschafft habe – bin ich über seine Daten nur einmal gestolpert, als ich ein Hörbuch suchte, was dann zwischen irgendwelchen Hirn-Anatomie-Blut-Gerinsel-Fachbegriffen gelandet war.

A. heute wieder da – bei Saltimbocca – und die Nachricht, dass sich das Computerproblem zu Gau ausgeweitet hätte. Jetzt hat er gar keinen Rechner mehr. Ich würde mich tierisch ärgern, weil ich dann meine (wenigen) Mails auf dem Handy schreiben und dauernd die Brille trage müsste und auch hier es mit den Handy nicht so leicht hätte. Aber sonst?

Also hab‘ ich ihm meinen kleinen Rechner angeboten, auf dem der meiste Speicherplatz eh von ihm derzeit belegt wird. Er hat sich zwar geziert – hätte ich mich auch – aber dann doch es angenommen, denn es dauert noch etwas, bis er einen neuen hat.

Jetzt hat er auch also einen Teil meiner Daten bei sich. Und ich gebe zu, dass ich kurz überlegt habe, was denn da drauf ist. Und ich konnte es dann doch nicht unterlassen ihn zu warnen, dass, wenn er auf den Bilderordner geht, er vielleicht mit Fotos konfrontiert wird, die seiner sexuellen Ausprägung nicht entsprechen. Aber es ergab sich, weil er für mich ein Update installierte, dass der Bildschirmschoner ansprang – ich habe meine Warnung dann einfach nur noch darauf beschränkt, dass er ja ohne Frage fähig sein, den auszuschalten oder zu ändern.

By the way: A. hat mich schon ausreichend nackt gesehn. Und A. ist jetzt auch nicht so ein Kind von Traurigkeit, dass er beim Anblick eines Ständer traumatisiert werden würde. Warum musste ich das kommentieren? Davor warnen? Wo er doch weiß, dass ich Männerakte mache?

In einem früheren Blog habe ich mal geschrieben, was ich für einen Terz ich gemacht habe, als A., damals kannte wir uns noch nicht soo gut, zu Besuch war und ich einen Teufel tat, um mein Bildschirmhintergrund, der mich nackt im Bodensee zeigte mit einem recht gut druchbluteten Schwanz (aber kein Ständer!) zu eleminieren. Affig bin ich mir vorgekommen. Später habe ich das Bild einfach gelassen und ihm gesagt, dass mein Schwanz sonst ne andere Größe / Kleinheit hätte. Er grinste, glaub‘ ich nur – und es war OK.

Scham ist schon was komisches!

 

Von heute

Es gibt so Tage, da überlege ich lange, was ich denn hier schreiben könnte …

Aus dem heutigen Tag könnte ich wohl mehrere Einträge machen, aber, erstmal einen:

  • D. will von mir wissen, ob ich abgenommen (!!!) hätte. Ich verneine wahrheitsgemäß, denn das Gegenteil ist der Fall – aber sie glaubt mir nicht und bleibt bei ihrer Wahrnehmung. Was an sich nicht schlimm ist, aber die Gefahr besteht, dass sie den „starken Gewichtsverlust“ problematisieren könnte.
  • Beim Telefonat mit P. ist mir aufgefallen, dass ich wie ein was-auch-immer durch die Wohnung laufe, wenn wir telefonieren. Sitzen und telefonieren geht zu Hause überhaupt nicht. (Achtung: Das ist ein indirekter Insider.)
  • P. will sich ein neues Rad kaufen, fragt mich um Rat und Idee, irgendwann ist auch das Thema Ständer dran. Überraschend klar und offen er: „Dass das Thema Dein ist, war mir ja klar, so wie Du auf Ständer stehst.“
  • Frau B. war zusammen mit Herrn J. zu Fotos hier. Er weigerte sich allen meinen ‚Anweisungen‘ zu entsprechen, außer der einen, dass er sich auf den Stuhl setzte. Ansonsten schaute er weder in die Kamera noch an ihr vorbei noch … Ich bin ja selber Misanthrop, ab deswegen ätze ich doch die anderen nicht runter!
  • Die Nachbarn gießen Fr+Sa Blumen, also kann ich gen Bodensee in der Hoffnung auf Hetensex.
  • Heute habe ich mich beschimpfen lassen müssen mal als „Macho-Arschloch“ und dann als „Brüllaffe“.

# 242

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