Durch die Zeit

Tag: Ständer

Die Gedanken sind frei

Irgendwie nett die Gedanke, T. wäre heute überraschend vor der Tür gestanden. Hätte etwas Stress gemacht wg. Dienst, aber vielleicht hätte ich den auch noch von der Backe bekommen? Aber ob ich dann auch jetzt nochmals der Nacktheit und der Sonne so gefrönt hätte, obwohl sie, wie sie schrieb, heute auch mal ohne schwimmen war? Aber das „Was-wäre-gewesen“ hebe ich mir für’s einschlafen auf. Da habe ich ja dann die Wahl, ob ich es so gestalte, dass ich gut einschlafe oder mich mit einem Ständer beschäftigen kann.

#372 – Dem weißen Schnee etwas entgegensetzen!

Wenn man sonst nix besseres zu tun hat, dann zieht man sich halt aus, schmiert sich den ganzen Körper mit blauer Acrylfarbe ein und lässt sich in der Badewanne fotografieren.

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Das geht am einfachsten, wie schon geschrieben mit E., denn falls man doch nen Ständer bekommt (und das ist dann schon eher die Regel …).

Leider stellt man erst danach fest:

  • der Hintergrund ist supoptimal
  • das Modell war auch schon mal schlanker und dynamischer
  • Acrylfarbe auf der Haut ist ein Fluch

#370 – Für die Kunst

E. ist wohl die einzige Hete, bei der ich ohne jegliche sexuelle Absicht nen Ständer produzieren kann. Für das Neujahrsfoto heute einiges versucht, darunter auch Portrait im farbigen Wasser. Und wenn  man schon dabei ist, dann ist Halbständer im farbigen Wasser auch nich so übel. Wenn morgen Zeit ist, dann wiederholen wir das.

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Weg des Begehrens (1)

Intro

Im Gegensatz zu Emcke bin ich in einem sehr katholischen und damit auch sehr konservativen Elternhaus aufgewachsen. Dort war das Thema Sexualität, wen wundert’s, ein absolutes Tabu-Thema. Kam es dann doch, natürlich nur am Rande, zur Sprache, dann hatte Thema sofort einen negativen Beigeschmack, wurde flux quasi mit Scham übergossen. Keine Ahnung wie das genau funktionierte. Ich kann mich nur blass erinnern, dass meine Mutter, alles was auch nur andeutungsweise mit Sexualität zu tun hatte, negativ kommentierte. So gab es auch für verschiedenen Sendungen Fernsehverbot, denn dort gäbe es schamlose Inhalte. Und dieses schamlose Verhalten fing bei uns ja schon mit dem Küssen an von Leuten, die nicht verheiratet sind. Als Kind, auch als Jugendlicher (und eigentlich immer noch) wendete ich mich ab, egal ob real oder Fernsehen oder Kino, wenn sich zwei Menschen länger als drei Sekunden küssen. Nicht, weil ich meine, in ihre Intimität einzudringen, sondern weil es mir unangenehm ist, ich Scham verspüre. Das ist ein richtig langer Arm aus der Vergangenheit.

Und natürlich dann die gewissen bohrenden Nachfragen im Beichtspiegel (das ist eine Art Fragekatalog, den man vor der Beichte durcharbeiten soll, um auch bloß keine Sünden zu vergessen oder als zu gering zu erachten). Ab einem gewissen Alter wurde da gefragt, ob man „unkeusch“ gewesen sei „mit sich oder anderen“. Damit wurde ich konfrontiert, als ich noch gar nicht wusste, dass man mit dem Ding zwischen den Beinen außer pinkeln noch etwas anderes machen kann – aber es schwebte schon etwas über mir, was noch schlimmer sein musste, als lügen oder stehlen. Das Erschrecken war nicht gerade klein, als ich merkte, dass dieses Ding da unten seine Größe ändern konnte, ein unabhängiges Eigenleben führte. Mir war das für einige Zeit mehr als unangenehm, es war schlichtweg beängstigend, weil ich nicht wusste, was das zu bedeuten hatte. Ich war einem Teil meines Körpers willen- und hilflos ausgeliefert. Und dieses Nicht-Wissen, um was es sich da handelt war allemal schlimmer, als in den Jahren danach einen Ständer zu den unpassensten Situationen zu bekommen. Aber da ich schon damals mit der Mode ging und nur engste Hosen trug … . Und als man mir dann unfreiwillig beibrachte, was man mit diesem lebendigen Ding denn alles so anstellen kann, war jeder Orgasmus ebenso von Lust wie von Scham und Sünde belegt. Es hat Jahre gebraucht, dass ich mich nach einem Orgasmus eben nicht mehr schlecht fühlte. Dass es menschenfremd ist, die sexuelle Lust eines Pubertierenden durch Worte einschränken zu wollen kann nur von Verfassern stammen, die ihre eigene Sexualität (und ich spreche da bewusst jetzt mal nicht von Lust) verdrängt haben. By the way: Ich habe in der Beichte nie zu meinem ‚unkeuschen‘ Verhalten Stellung bezogen – und ich würde mich erinnern, wenn ich danach gefragt worden wäre.

Teil 2

Vertrauen

Letztens war A. – nach harter, harter Uni-Prüfungszeit – mal wieder da. Mit Computerproblemen. Ob ich nicht noch irgendwie ne Festplatte hätte, um seine Daten sichern zu können? Es fand sich zwar etwas, aber dafür inkompatibel, und so fragte er, ob er seine Daten komplett auf meinen kleinen Rechner (aus dem Hause Apfel) sichern könne. Bitte gerne, Speicherplatz ist ausreichend vorhanden.

Ich fragte mich, ob ich das auch getan hätte. Denn A. hat mit 100-prozentiger-Sicherheit jetzt nicht nur Daten bei mir gespeichert die sein Studium betreffen. Denn, wenn ich von mir ausgehe, dann sind eine Menge meiner Daten eh ‚unkritisch‘, aber da gibt es Briefe, Tagebücher, persönliche Texte und in meinem Fall natürlich noch ein Haufen von Fotos, die nicht nur andere sonder auch mich mit Ständer zeigen, teilweise in Aktion, teilweise voller Sperma und was sonst. Dinge jedenfalls, die man auch guten Freunden jetzt nicht so mir-nichts-dir-nichts aufs Auge drücken will.

Da ich den kleinen Rechner jetzt nicht wirklich häufig nutze – und die Frage sehr berechtigt ist, warum ich mir den überhaupt angeschafft habe – bin ich über seine Daten nur einmal gestolpert, als ich ein Hörbuch suchte, was dann zwischen irgendwelchen Hirn-Anatomie-Blut-Gerinsel-Fachbegriffen gelandet war.

A. heute wieder da – bei Saltimbocca – und die Nachricht, dass sich das Computerproblem zu Gau ausgeweitet hätte. Jetzt hat er gar keinen Rechner mehr. Ich würde mich tierisch ärgern, weil ich dann meine (wenigen) Mails auf dem Handy schreiben und dauernd die Brille trage müsste und auch hier es mit den Handy nicht so leicht hätte. Aber sonst?

Also hab‘ ich ihm meinen kleinen Rechner angeboten, auf dem der meiste Speicherplatz eh von ihm derzeit belegt wird. Er hat sich zwar geziert – hätte ich mich auch – aber dann doch es angenommen, denn es dauert noch etwas, bis er einen neuen hat.

Jetzt hat er auch also einen Teil meiner Daten bei sich. Und ich gebe zu, dass ich kurz überlegt habe, was denn da drauf ist. Und ich konnte es dann doch nicht unterlassen ihn zu warnen, dass, wenn er auf den Bilderordner geht, er vielleicht mit Fotos konfrontiert wird, die seiner sexuellen Ausprägung nicht entsprechen. Aber es ergab sich, weil er für mich ein Update installierte, dass der Bildschirmschoner ansprang – ich habe meine Warnung dann einfach nur noch darauf beschränkt, dass er ja ohne Frage fähig sein, den auszuschalten oder zu ändern.

By the way: A. hat mich schon ausreichend nackt gesehn. Und A. ist jetzt auch nicht so ein Kind von Traurigkeit, dass er beim Anblick eines Ständer traumatisiert werden würde. Warum musste ich das kommentieren? Davor warnen? Wo er doch weiß, dass ich Männerakte mache?

In einem früheren Blog habe ich mal geschrieben, was ich für einen Terz ich gemacht habe, als A., damals kannte wir uns noch nicht soo gut, zu Besuch war und ich einen Teufel tat, um mein Bildschirmhintergrund, der mich nackt im Bodensee zeigte mit einem recht gut druchbluteten Schwanz (aber kein Ständer!) zu eleminieren. Affig bin ich mir vorgekommen. Später habe ich das Bild einfach gelassen und ihm gesagt, dass mein Schwanz sonst ne andere Größe / Kleinheit hätte. Er grinste, glaub‘ ich nur – und es war OK.

Scham ist schon was komisches!

 

Von heute

Es gibt so Tage, da überlege ich lange, was ich denn hier schreiben könnte …

Aus dem heutigen Tag könnte ich wohl mehrere Einträge machen, aber, erstmal einen:

  • D. will von mir wissen, ob ich abgenommen (!!!) hätte. Ich verneine wahrheitsgemäß, denn das Gegenteil ist der Fall – aber sie glaubt mir nicht und bleibt bei ihrer Wahrnehmung. Was an sich nicht schlimm ist, aber die Gefahr besteht, dass sie den „starken Gewichtsverlust“ problematisieren könnte.
  • Beim Telefonat mit P. ist mir aufgefallen, dass ich wie ein was-auch-immer durch die Wohnung laufe, wenn wir telefonieren. Sitzen und telefonieren geht zu Hause überhaupt nicht. (Achtung: Das ist ein indirekter Insider.)
  • P. will sich ein neues Rad kaufen, fragt mich um Rat und Idee, irgendwann ist auch das Thema Ständer dran. Überraschend klar und offen er: „Dass das Thema Dein ist, war mir ja klar, so wie Du auf Ständer stehst.“
  • Frau B. war zusammen mit Herrn J. zu Fotos hier. Er weigerte sich allen meinen ‚Anweisungen‘ zu entsprechen, außer der einen, dass er sich auf den Stuhl setzte. Ansonsten schaute er weder in die Kamera noch an ihr vorbei noch … Ich bin ja selber Misanthrop, ab deswegen ätze ich doch die anderen nicht runter!
  • Die Nachbarn gießen Fr+Sa Blumen, also kann ich gen Bodensee in der Hoffnung auf Hetensex.
  • Heute habe ich mich beschimpfen lassen müssen mal als „Macho-Arschloch“ und dann als „Brüllaffe“.

# 242

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Immer mal wieder

Seit gestern ‚kränkel‘ ich so rum. So ein bisschen Halsweh – was P. am Telefon dazu verleitet zu fragen, seit wann ich denn diese männliche Stimme hätte -, so ein bisschen schlapp, so ein bisschen appetitlos – aber eben alles nur ein ‚bisschen‘ was einfach nicht reicht, um zu beschließen: ich bin krank, ich leg‘ mich ins Bett und lass mich bedienen.

Daher dumpf vor dem Rechner gesessen, durch flickr, instagram und tumblr gescrollt und immer mal wieder so ein kurzes Aufzucken: Bin ich das, der seinen Ständer in die Kamera hält? Heute war kein Treffer dabei, obgleich ja einige geraubte Akt-Bilder von mir fröhlich durchs Netz wandern.

Und es scheint, dass es zwei, drei Menschen auf der Erde gibt, die mir in allen Dingen aber so was von ähnlich sind, dass selbst ich zweimal genau hinschauen muss.

Vielleicht sollte ich betonen: Ich habe kein Fieber!

I. und die gewisse Enge

Wie gestern schon geschrieben, stand ich in den letzten Jahren hin und wieder mal vor der ein oder anderen Kamera. Überwiegend bei J., hin und wieder, wenn auch oft spontan – aber warum nicht -, bei Fr. und Hr. K., und einmal bei einem Fotografen aus H., dessen Modebilder man in allen wichtigen Zeitungen und Zeitschriften findet.

Wie gestern nicht geschrieben, steht der ein oder andere Mann bei mir vor der Kamera – und wer die Kategorie „Durch die Linse“ verflogt haben mag, wird durchaus das Gefühl haben, dass diese Aussage durchaus richtig ist. Und da ich mich für Mode so gar nicht interessiere haben die Männer bald eben nix mehr an. Und da passiert es schon, dass der ein oder andere auch mal einen Ständer bekommt bzw. bekommen will. Sei’s drum – da ist eh vorher abgesprochen, ob ich dann weiter fotografieren kann / soll oder eben nicht.

Und es wäre total gelogen, würde ich jetzt behaupten, dass in diesen Momenten bei mir gar nix passiert. Ja, ich bekomme in solchen Fällen meist auch einen Ständer – für die Dauer von 2-3 Fotos. Denn, bis auf eine längst vergangene Ausnahme, ist mir an den Bildern gelegen und ich habe genug zu tun um zu schauen, ob die Haltung stimmt, das Modell im richtigen Licht steht, das die Blickachse stimmt, das … fotografieren ist genauso viel Arbeit wie fotografiert werden. Und da hat Lust bei mir, wenn ich fotografiere, nur für einen Moment Platz. (Als Modell, wenn es um Lust geht, ist die Arbeit die, sich abzukapseln und so zu tun, als wäre man alleine, als gäbe es den Fotograf gar nicht und als wären die Anweisungen des Fotografen eigene Gedanken.)

Heute war I. das zweite Mal da. Hat mich eh überrascht, dass er sich nochmals gemeldet hat. Das erste Shooting war extrem hölzern, wir fanden nicht wirklich einen Draht zueinander. Damals hat mich gestört, dass er mit seinem Körper einfach nicht kann. Es gibt echt Männer um die 30, die haben Probleme in den Schneidersitz zu kommen. I. ist einer davon. Und er ist ein Typ von Mann, den ich nicht sehe. So überhaupt nicht mein Beuteraster. Einer, den man mir auf den Bauch schnalln muss – und dann passiert meinerseits doch nix. Überraschenderweise hatte er beim ersten Shooting auch gleich nen Ständer – was eher ungewöhnlich ist, denn die Situation so alleine vor einem (fremdem) Fotografen ist anfänglich wenig erregend. Warm geworden sind wir bei dem ersten Shooting wirklich nicht – das sind zwei fremde Welten.

Heute war er – überraschenderweise – wieder vor der Kamera. Und es war ein anderer Mensch. Der hat sich bewegt, hatte Ideen, hat Vorschläge gemacht. Wenn ich sagte, das wäre jetzt mit Ständer gut, dann gab es den auch, meinte ich, geht das auch ohne, dann war der sofort weg.

Das war einfach richtig kreativ und locker und offen – dass kenne ich eigentlich nur von C. (der aber noch nie mit einem Ständer aufwartete).

Was mich heute irritierte – ab einen gewissen Punkt hatte ich einen Dauerständer, denn das was I. da bot, war jetzt nicht Porno, das war einfach ‚Lust vor der Kamera‘.

Und ja, wenn ich die Freigaben habe, zeige ich hier das, was ich hier zeigen kann.

Vorsicht: 18plus!

Ist schon spannend zu sehen, wie sich die eigene Sexualität über die Jahre verändert, oder der Umgang damit. Nach wie vor bin ich ja einer der ganz wenigen Menschen auf dieser Welt, der auch gerne mal alleine Hand an sich legt und das auch genießen kann. Stressfreier geht Sex ja echt nicht, denn das einzige, auf was man achten muss ist man selbst. Und das bekomme ich durchaus ganz gut hin.

Als Jugendlicher und junger Mann war ja vollkommen klar, das „das“ nie jemand mitbekommen dürfte, denn das wäre peinlich hoch 27 mal 39.873 Milliarden gewesen, mindestens. Über die Zeit aber hat die Lust an sich selbst auch noch andere Aspekte aufgetan. Das mag jetzt vielleicht jetzt typisch männlich(-kindlich) zu sein, aber wenn es es sich ergibt, hole ich mir auch gern mal einen runter, wenn jemand zuschaut. (Was die- oder derjenige derweil macht interessiert mich übrigens eher wenig dann.) Das hat psychologisch bzw. anthropologisch sicher etwas von „mein Haus – mein Auto – mein Pferd“ an sich – aber das tut der Lust in dem Moment dann keinen Abbruch.

„Gelernt“ bzw. „entdeckt“ bzw. „wahrgenommen“ habe ich das vor Jahren bei einem Shooting, als ich vor der Kamera stand. Beim zweiten Shooting fragte der geniale J. eben nicht, ob das auch „ohne Klamotten“ ginge, sondern ob das „mit Ständer“ ginge. Ging nicht – jedenfalls bei diesem zweiten Shooting. Beim dritten – ich hatte in der Zwischenzeit wirklich auf eigene Art und Weise geübt – war es im ersten Moment noch aufregend, aber dann … dann klappte es auch auf Kommando.

Hin und wieder frage ich mich aber auch, ob das nun eine „Entwicklung“ ist, oder ob mit zunehmenden Alter der Reiz stärker werden muss.

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