Durch die Zeit

Tag: T.

4 B’s

  • Das Finanzamt überweist mir 163 Euro – und ich habe nicht die geringste Ahnung warum bzw. wofür. Ich lasse das mal so stehen und warte ab, ob das nicht einfach eine Fehlbuchung ist.
  • S. schreibe ich noch nachträglich eine Geburtstagsmail, T. hat gestern immerhin ne WhatsUp bekommen, so dass ihr Freund fast schon eifersüchtig geworden ist, alle anderen von gestern und heute bleiben ungratuliert, darunter auch mein Bruder, dem es auch nicht auffallen wird, dass ich nicht pflichtmäßig Falschheiten abgesabbert habe.
  • Im Job stelle ich fest, dass QR-Codes sich eigenartig verhalten – auch die IT-Abteilung hat keinen blassen Schimmer warum das so ist / sein könnte.
  • Theoretisch wäre ein Canon EOS R5 drin – aber wirklich nur rein theoretisch!

Acht Bullets

  • Wochenende in Bochum. Kann man da eigentlich wandern gehen?
  • Ich wehre mich mir zuzugestehen, dass ein Gasgrill gegebenenfalls unter Umständen vielleicht doch Vorteile haben könnte.
  • Nach wie vor bekomme ich kein entspannte Verhältnis zum Mund-Nasen-Schutz – erst recht nicht beim Bahnfahren (auch wenn ich die Notwendigkeit einsehe).
  • Zwei Schwule – ein Gedanke: Der Pool der Notfallliteratur für den Urlaub ist auf 61 Bücher gestiegen. Ich fühle mich aber sowas auf der sicheren Seite!
  • Warum kann der Urlaub nicht gleich morgen beginnen oder jetzt gleich nach diesem Post?
  • Dass wir einen Tisch am Mittwoch in zwei Wochen in einem 2-Sterne-Schuppen habe, habe ich ja wohl schon oft genug hier ausposaunt.
  • Soll ich das große Menü nehmen (7 Gänge) oder das kleine (5 Gänge)? Und wenn ja, das mit Fisch oder mit Fleisch? Und wenn ja, dann doch wohl mit Weinbegleitung, oder?
  • Manche Urlaubsvorbereitungen sind echt, echt schwierig: Denn man könnte ja auch noch – als Premiere – mal drei Austern vorweg nehmen.

Endlich: 4. Etappe

Dank T., der für den Transfer zum Startpunkt und vom Endpunkt sorgte, und Dank E., der heldenhaft mit mir wanderte, endliche die 4. Etappe eine ‚Steiges‘ gemacht, den ich vor zwei Jahren begonnen hatte. Probelm bei der 4. Etappe war einfach das, ich wäre mit öffentlichen Verkehrsmitteln nie wieder nach Hause gekommen.

Also stapften mehr als 100 Jahre Lebensalter 22 Kilometer durchs Land – und wäre Heine hier vorbeigekommen, er wäre ausgetickt und seine Winterreise wäre um einige Seiten länger.

Viel Wandererfahrung hab ich ja nicht – aber diese insgesamt 87 Kilometer muss man erstmal woanders finden.

Ich bin jetzt gerade echt runter mit der Bereifung, denn das Streckenprofil war jetzt nicht gerade unanstrengend.

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Das Bild hier nach gut einem Drittel der Strecke. Zwischenziel war die Burg da hinten in der Mitte, von der es dann aber nochmals sechs Kilometer bis zum Schluss ging.

 

So, …

… bin dann mal kurz Mosel gucken.

Tja, statt Neapel …

… wird es jetzt die Mosel.

Statt fünf Tage nur drei.

Aber immerhin hat sich die Reisebegleiterin nicht geändert, die nach wie vor verschiedene Lüste hat. Wie gut, dass ich sie auch habe.

Küssen kann man nicht alleine

Jetzt mussten halt mal T. und A. herhalten. Aber mir war einfach danach. Verdient hatten sie es ja eh schon lange. Und war ja auch nur jeweils ein ganz unschuldiger Kuss auf die Wange.

Tagesschnipsel

  • Mein alter Job ist nun offiziel besetzt. Ich kann nicht verstehen, dass die Kollegin, die schon länger als ich im Haus bin und die weiß, was es da (nicht) zu tun gibt, ihn übernommen hat. Einzige Vermutung: Sie ist in meinen Ex-Zimmer-Kollegen so verliebt, wie er in sie.
  • Vormittags mal etwas zu tun gehabt, nachmittags dann wieder Beschäftigungstherapie.
  • Komplett überraschend: Ich habe einen Adventskalender! T. hat sich vorgenommen, mir jeden Tag was per Mail / WU oder sonstwie zu schicken. Heute gleich mal mich um eine Reise beworben, wenn ich gewinne, muss sie mit.
  • Haushaltsverhandlunge in Verein 1. Ich muss morgen da nochmals konzentriert rüber, aber wir werden die Viertelmillionen wohl reißen. Angefangen habe ich vor Jahren bei 100.000.
  • Lesekreis. Erneute Diskussion, was wir nach dem Delius (der neue ist echt nicht gut) lesen. Doch nicht Bernhard, vielleicht Seebald oder gar Seume (nein, bei Reiseliteratur steige ich sofort aus), aber dann doch eher Goethe, wenn nicht vielleicht erstmal nen kurzen Bernhard … Ich habe dafür definitiv keine Nerven und lasse sie alleine diskutieren.

Vorfreude

Ich hoffe E. nimmt es mir nicht übermäßig übel, den ich schon längst in I. hätte besucht haben wollte, aber im März geht es jetzt erstmal für vier Tage nach Neapel mit der Ex. Lese gerade von Roberto Saviano „Die Lebenshungrigen“ und hab‘ davor mit Begeisterung auch „Der Clan der Kinder gelesen“. Und die Ferrante (nur 1. Band gut, dann nimmt es kontinuierlich ab) spielt ja auch dort. Dann gibt es noch Pompei, wo ich als Kind schon immer hin wollte und überhaupt … es ist a) Italien und b) am Meer und c) muss ich nicht alleine fliegen und d) ist es echt ein Versuch, was da dann die Angst mit mir macht und e) sind meinte Ex und ich derzeit auch nicht gerade Kinder der Traurigkeit und f) … ich glaube es ist einfach gerade dran, Neues zu entdecken.

Lieber E., im Januar und Februar hätte ich noch ein paar Tage Urlaub und wenn das mit dem Krieg nicht weiter eskaliert und vielleicht T. auch Zeit hat …

Berg & #489 & Hirsch

Da ich dieses Jahr – warum eigentlich? – kaum wandern war, habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und bin zu meinem Lieblingsberg gewandert. Sehr gemächliches Tempo und eher nur so grob orientiert, wie ich laufen wollte. Führte natürlich dazu, dass ich etwas von der Richtung abgekommen bin und einige Kilometer zusätzlich unter den Sohlen hatte – aber da Sonne und genügend Brote und Tee dabei …

Unterwegs war so gut wie niemand, drei Wanderer habe ich auf knapp 20 km gezählt, und selbst am und auf dem Berg dann weite Ruhe, stilles Nichts, viel Sonne, viel Wind und viel, viel blauer Himmel.

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Auf einen der Felsen hochgekletter und erstmal die restlichen Brote gefuttert, bevor ich mir ein fast hüllenloses ‚Sonnenbad‘ (den Begriff habe ich übrigens von Franz Kafka) gönnte (aus Faulheit habe ich die fetten Wanderschuhe angelassen, da ist immer so schwer reinzukommen).

Der Kaffee in einer Art Berghütte wurde mir dann furchbar vor drei Prolls vergrault, die wirklich nur Bullshit von sich gaben und dabei meinten, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Sie haben Bierpreise auf dem Ballermann verglichen und sind zu dem Schluss gekommen, dass, wenn das Bier teurer ist, man auch besser feiern kann.

Ich bin dann einfach T. auf der Straße entgegengelaufen, der so nett war, mich mit dem Auto dort abzuholen (ja, man kann es sich auch einfach machen und da hin fahren!), weil er mich eh treffen wollte. Zuhause dann auf dem Balkon ist er dann mit seinem Thema rausgerückt, weswegen er mich vor zwei Wochen hat ’sitzen lassen‘.

Es ist echt meiner Tätigkeit in Verein 1 und der Lebenserfahrung geschuldet, dass zumindest mir recht schnell klar war, warum und wie der Schuh ihn drückt bzw. warum die Situation ihn so gekränkt hat. Aber da T. echt nicht auf den Kopf gefallen ist, ist er dann mit meinen Fragen schon selber darauf gekommen, was eine Verschiebung im bestehenden System alles auslösen kann. Die Umarmung zum Abschied war mehr als herzlich.

Jungs in seinem Alter haben ja immer Hunger (selbst ich soll es damals gehabt haben – für eine kurze Zeit) und da eine leise keimende Leidenschaft fürs Kochen bei ihm hochwächst, durfte er dann gleich noch seinen ersten (fast flambierten) Hirsch (aus der Keule) braten und die Beilagen machen (Röstkartoffeln, Mischgemüse (frisch), Pilze). Ich mag sein Gesicht, wenn er dann isst und Erstaunen sich abzeichnet , dass er das ja gekocht hat.

Erinnerung aus gegebenem Anlass

Nachher dann noch zu T., private Abifeier. Letzter Woche auch schon bei ihm gewesen, da war Abiball. Bei der Zeugnisübergabe war ich dann aber nicht dabei.

Man begeht die Hochschulreife in der Zwischenzeit groß und ausführlich.

Bei mir damals gab es eine lauwarme Rede des Vizedirektors, die Übergabe des Zeugnis, anschließend ewas zu trinken, etwas Musik und gut war’s. Mir hat man damals dann vorzugsweise konduliert, nicht weil mein Abi so schlecht gewesen wäre (immerhin 2,4! was für meine schulische Begeisterung einer 1,1 gleichkommt) sondern da mein Bruder – der genau wie T. heißt – ja kurz davor tödlich verunglückt war.

Und wie sehr man meine Leistung schätzte, brachte wohl am Besten mein Vater zum Ausdruck, der mir mit folgenden Worten ‚gratulierte‘: „Vor zwei Jahren hätte ich keine fünf Mark auf Dich gesetzt.“

Mir ist gerade etwas bitter.

Vergessen

Eigentlich hätte ich in Verein 1 heute Dienst gehabt. Aber ich war nicht dort. Der Grund: Ich hatte es einfach überhaupt nicht auf dem Schirm. Ehrlich gesagt, habe ich das auch gerade erst entdeckt, als ich mal in den Kalnder geschaut habe. Das mache ich normalerweise mehrfach am Tag – nur heute … .

Ist doof, dass ich nicht hin bin, es ärgert mich auch etwas. Andererseits war es gut, dass ich heute frei hatte, etwas lesen, einen kleinen lustvollen Mittagsschlaf abhalten konnte. Später dann ein bisschen kochen – das Meiste hat eh mein Mann getan – und dann eben A. & T. zum Abendessen. Schön mal wieder, vorallem weil T., wie es mir scheinen will, ein kleinwenig auftaut.

Heute dann auch Rückmeldung von jener Person bekommen, mit der ich letztens so eine lustvolle Nacht hatte. Ich hatte ihr einen kleinen Text dazu geschrieben, wie ich es empfunden hätte und warum, denn es war schon besonders für mich in verschiedener Hinsicht gewesen. Für sie war es anscheinend ähnlich. Aber das besondere war, dass bei uns beiden ein gleicher Grundtenor herrschte. Jetzt liegen die Hürden natürlich hoch, sollte es zu einem „nächsten Mal“ kommen – aber anderereseits, bei dem Grundtenor?

Aufgewacht bin ich heute echt mies und wollte dem Tag noch vor dem Aufstehen dunkelblau geben. Er bekommt jetzt ’nur‘ blau, weil mich die aktuelle Arbeitssituation eben doch bis in den Schlaf beherrscht. A. & T. und mein Mann und mein Lusterlebniss der besonderen Art bekommen im Kopf ohne Diskussion dunkelgrün.

In memoriam

Heute, genau genommen gestern, wenn ich die Uhrzeit mir anschaue, ist der Todestag meines ältesten Bruders. Der 34. Also schon alles ne Ecke her. Aber der Tag ist immer irgendwie komisch. Und nach wie vor macht es irre Knoten im Hirn, dass ich nun viel, viel älter als mein ältester Bruder geworden bin.

Es gäbe darüber echt eine Unmenge zu schreiben, gerade was den bei uns mißratenen Trauerprozess betrifft. In der Zwischenzeit bin ich der Überzeugung, dass ein katholisch geprägtes Trauern im ‚Normalfall‘ vielleicht funktionieren mag – nicht aber wenn ein Sohn / Bruder im Jugendalter stirbt.

Es gäbe eine Unmenge darüber zu schreiben, mit welchen nahezu grandiosen Vermeidungsstrategien ich der Trauer ‚ausgewichen‘ bin oder vielmehr sie mir verboten habe bzw. mußte (?). Erst als ich gut 20 Jahren später in eine analoge Unfallsituation gekommen bin (in meinem Fall komplett ungefährlich, nicht einmal die Hose hatte was abbekommen) konnte ich das erste Mal weinen.

Es mag paradox klingen, aber über die Sprachlosigkeit, über das Schweigen könnte ich ebenfalls eine Unmenge schreiben.

Als ich dann die Neffen von E. kennenlernte, von denen der jüngste ja den Namen meins Bruders trägt, war das eine Wahnsinnsherausforderung, T. mit seinen Namen anzusprechen. Irgendwie war es wie ein ‚Sieg‘, als mir das mit der Zeit dann doch gelungen ist.

Irgendwie hat dieser Tod und die sich daraus ergebenden Folgen – und die Folgen habe ich echt arg, arg unterschätzt – ganz schön das Leben beeinflusst und mein jetziges Angstgedöhns hat sicher damit auch etwas zu tun, denn damals ist mir so eine ’naive‘ Sicherheit, es wird schon alles gut gehen, flöten gegangen.

Wenn ich mir das heute so anschaue, dann kann ich wenigstens konstatieren, dass ich mit dem Thema nach wie vor nicht hausieren gehe, aber damit einen einigermaßen guten Umgang gefunden habe und, wenn das es aufkommt (was aber eher selten ist, ist ja auch kein ’schönes‘ Thema) auch darüber differenziert reden kann. Hilft mir jedenfalls jetzt sehr im Umgang mit Menschen, die gerade trauern.

Es wird ein komischer Tag bleiben: Aber das darf es – jetzt endlich – auch.

 

Dann mal weg

Bevor ich mich hier gar nicht mehr melde, melde ich mich außerplanmäßig aus meinem Urlaub. War es bisher nicht ganz unanstrengend, habe ich mir am Wochenende dann den Rest gegeben. Samstag knapp acht Stunden bei meinem neuem Meisterprüfungsausschuss, denn bis Mitternacht mit Ersatzsohn T. auf dem Sofa, Sonntag ab 8 (!) wieder im Meisterprüfungsausschuss, dann ab 17 Uhr für meinen Mann länger am Computer, nicht ins Bett gekommen und heute morgen klingelte der Wecker um 5:30. Im Zug (7 Stunden für 24 Euro – kann man nicht meckern) nicht schlafen können und selbst am Nachmittag wegen Übermüdung kaum.

Wie auch immer: Vom Sofa aus sehe ich das M E E R!

Die Bude hier ist so warm, dass ich mir keine Hosen anziehen muss, der Weißwein ist gut gekühlt, das Fernsehprogramm genauso beschissen wie überall, der Italiener um die Ecke etwas laut, aber soweit OK … ich denke, wenn ich morgen mal geschlafen habe, kann das richti gut werden – auch wenn die Wassertemperaturen nur 4 Grad beträgt.

Ich werde mir diese Woche einfach keinen Stress machen – das betrifft auch meine Schreiberei hier. Wenn ich Lust habe …

Kleinigkeiten

Die Idee von T.: Er kommt, wir machen zusammen Lasagne, dann laden wir seine Mutter ein und haben einen schönen Abend.

Einziger Schönheitsfehler dabei: Ich hatte keine Zeit.

Noch ne gescheiterte Annäherung

„Heimat“-„Urlaub“. Also ein Wochenede in meiner Geburtsstadt. „Heimat“ ist das schon lange nicht mehr, aber eine andere hat es danach auch nie gegeben . (Köln hätte es werden können, wenn wir da nicht nach vier Jahren wieder weggezogen wären.) Muttern „feierte“ Geburtstag, d.h. die Restfamilie war heute essen. Aber zu sagen, zu erzählen hatte man sich so gut wie nichts. Ein paar Belanglosigkeiten eben, mehr nicht, nichts darüberhinaus. Ich find’s echt irgendwie traurig.

Wenn ich mir dann die Familie von E. bzw. T. anschaue, klar, da ist auch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen, echt nicht, aber dennoch, die interagieren, reden, sind sich irgendwie auch nah bzw. nehmen sich wahr … . Ich weiß in der Zwischenzeit auch nicht mehr, ob ich wirklich dahinter kommen will, warum das so ist, so geworden ist. Schräg ist das allemal und hat, vereinfacht gesprochen, einfach damit zu tun, dass es eine Menge von Tabus gibt.

Egal für heute, ich komm‘ eh nicht so richtig ran.

Es war halt einfach nur anstrengend und wenn man wo ankommt und gleich wieder weg will, dann ist es kein gutes Zeichen.

Geburtstag auf dem Lande

Diese Woche ist T. 18 geworden. T. ist der jüngere Neffe von E. Kennengelernt habe ich ihn und seinen etwas älteren Bruder F. vor Jahren schon unter nicht ganz so schönen Umständen. Aber so richtig befreundet haben wir uns dann in Istanbul, als wir alle auf der Hochzeit ihres Onkels waren. Da ist mir T. schon aufgefallen, der damals für sein Alter irre interessante Fragen stellte und immer etwas nach dem Dahinter schaute.

15 Uhr war gestern die Geburtstagsfeier angesagt. Gedanken, wie und vorallem was das werden wird, habe ich mir im voraus nicht gemacht. Und statt pünktlich zu kommen, kam ich eineinhalb Stunden später, weil ich mir so dachte: Ach, das ist eh alles recht locker, die nehmen das schon nicht so genau. Nun, ein Fehler. Denn so verpasste ich das Kaffeetrinken von 25 (!) Gästen. Die mussten sich mit nur *grins* acht oder neun verschiedenen Kuchen zufrieden geben. Als ich das realisierte, hat es mich erstmal wieder zurück aus dem Wohnzimmer gehauen, denn ich hatte so einen kleinen Flashback, wie solche Feiern (wenn auch nie mit so vielen Gästen und maximal zwei verschiedenen Kuchen) bei uns abgelaufen sind – und darauf hatte ich definitiv keine Lust. Echt nicht.

Also erstmal etwas Geschirr abspülen geholfen und schließlich – mit einem Bier bewaffnet – an die abgedeckte Tafel (die hatten mal locker ausreichend Tische und Stühle für min. 25 Menschen!), die, da einfach nur abgedeckt auf dem Dorf wohl nicht geht, mit Schalen voller Süßigkeiten vollgestellt war, als hätte es eben nie Kuchen gegeben. Wenige Sekunden später musste ich über das Wesen von Portwein referieren und mit E.’s Bruder auch gleich ein Glas kippen. Dann erzählte F. von seinem Studium und den Motor, den er gerade in der Garage ausgebaut hatte, T. kam irgendwann mit Kafka’s „Verwandlung“ an, … kurz: Das war einfach richtig schön. Das war lebendig, durcheinandrig, mal laut, mal leise, aber vorallem war es ungezwungen. Ich hab‘ das echt in vollen Zügen genossen.

Abendessen gab es natürlich auch. „Fünf Pfund“ nannte sich da Gericht. Das heißt, man nehme 1 Pfund Gehacktes, 1 Pfund Rindfleisch, 1 Pfund Schweinefleisch … die anderen beiden Pfunde konnte mir dann niemand so genau erklären, jedenfalls kommt, man will ja auch gesund essen, auch noch Paprika rein. Dass die Mutter Pfund mit Kilo verwechselt hat, hat mich irgendwie dann nicht verwundert, schließlich hatte es ja in den drei Stunden zuvor so gut wie nichts gegeben. Um das ausreichend auszugleichen gab es eben noch Salate, Wurst, Käse und Nachtische … eine Landvöllerei. Ich wußte echt nicht, wie gern ich das alles mag. Aber eben wie geschrieben, „Familie“ & „ungezwungen“ ist halt die Entdeckung.

T. ist jetzt nicht so der große Leser vor dem Herrn. In seiner Schule gibt es wirklich „betreutes Lesen“. Dennoch war ich so old-school und hab‘ ihm u.a. das „Symposium“ von Platon geschenkt. Das wird er dieses Jahr nicht lesen, nächstes wohl auch noch nicht – aber ich bin mir sicher, dass er es irgendwann in der Hand halten und überlegen wird: Wegschmeißen? Das ist der Moment, in dem er dann zumindest reinschauen wird, weil so ohne eine Zeile gelesen zu haben wird T. es nicht übers Herz bringen. Dann – so denke ich echt – wird es ihn packen. Ich gebe zu, dass ich auch keine so rechte Ahnung habe, was er später mal machen sollte bzw. in welchem Beruf ich ihn mir vorstellen kann – aber ich traue ihm auf alle Fälle weit aus mehr zu, als war er jetzt (und seine Freundin) nach dem Abi berufstechnisch vor hat. Ich würde ihn echt viel, viel lieber auf einer Uni sehen, denn da gehört er einfach hin.

B & B

Nach dem Besuch in Bochum bei A. & T. Wahl in Bayern. Keine Überraschung und die CSU doch nicht so schlecht wie erhofft. Jetzt noch zwei Wochen abwarten. Wenn sich dann nichts in der Politik bewegt, dann bekomme ich echte Ängste.

Mir ist noch nie so sehr wie heute aufgefallen, wie die Politiker gebetsmühlenartig immer das Gleiche abseiern und alles tun, um bloß nicht konkret zu werden. Absichern nach allen Seiten, bloß kein Gesicht zeigen und lieber mal in alle möglichen Ärsche kriechen, vielleicht hilfts ja.

Dennoch ist mir die Demokratie lieb und teuer.

WMDEDGT 8/18

Wie schon vorletzten Monat (im letzten war ich in Urlaub, mit ohne Internet), mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

7:35 – Es ist Sonntag! Warum sollte der Wecker auch nicht mal früh klingeln?
7:37 – Ich arbeite mich aus dem Wasserbett und bin erstaunt: Musklen fühlen sich alle soweit OK an.
7:45 – In der Küche E., der Kaffee kocht, ich nehme auch einen.
7:55 – E.’s Neffe F. ist nun auch aufgetaucht, bringt mir eine Badehose mit.
8:10 – Wir sind bei bewölktem (!) Wetter im Schwimmbad. Laut Anzeige ist dass Wasser vier Grad wärmer als die Luft. Ich ziehe mich trotzdem um.
8:15 – Das Wasser ist nicht ganz so kalt wie befürchtet, das Mittelmeer war aber bedeutend wärmer.
8:40 – Im Schwimmbad gibt es Panecake und Kaffee
9:15 – Wieder bei E.’s Familie, noch nen Kaffee, dann schwinge ich mich aufs Rad.
10:24 – Die Bahn kommt pünktlich.
11:05 – Wieder zu Hause mit brüllendem Hunger. Schwimmen ist das eine, ne Steinmauer am Vortag bauen das andere.
12:10 – Mir fallen fast die Augen zu, also gibt es einen Mittagsschlaf.
14:00 – Die Muskeln meinen mich nun sehr deutlich erinnen zu müssen, dass ich gestern mit E. und T. malocht habe wie Idioten (Steinmauer und so). Die Bewegungsabläufe sind siebzigjährigmäßig.
14:15 – Tee und (Fach-)Lektüre auf dem Balkon. Ertappe mich kurz bei der Überlegung, mir zumindest ne Hose anzuziehen. Aber ich schwächel doch nicht als Vollzeitnudist bei 23 Grad!
15:35 – Weitere Arbeit am Rechner. Mein Mann hat für seine Schulung Fotos gemacht, die müssen erst ausgesucht, in Reihenfolge und beschriftet werden. Die Berarbeitungen frühestens am Dienstag oder so, mir fehlen noch zwei Idee für die Moderation am Dienstag.
17:45 – Kochen: Lammcury mit Blumenkohlsalat.
18:30 – Seehofer gucken im Ersten. Große, leere Worte, ein schlaffer Luftballon. Grauenhaft, dass sojemand macht hat und meint Trump machen zu müssen, in dem er Sachen behauptet, die nicht stimmen.
18:45 – Wir essen trotzdem! Dazu Lindenstraße, Nachrichten, Weltspiegel.
19:45 – Anruf bei Muttern. Wie schon seit 5 Wochen: Total unklar ob OP möglich oder nicht, geschweige denn wann. Dennoch scheint sie etwas entspannter zu sein als in letzter Zeit.
20:15- Wie (fast) immer: Tatort. Nachdem wir letzte Woche zum ersten Mal „Im Schmerz geboren“ gesehen haben. war die Erwartung sehr gering, dass der heute auch was zu bieten hätte. Hat er aber, wenn auch ’nur‘ formal. Eine Kamerfahrt über 90 Minuten – das ist mal was.
21:45 – etwas Fernsehen, etwas Internet, etwas Plaudern, etwas Käse, etwas Handcreme suchen, etwas … und etwas bettfertig machen. Morgen klingelt der Wecker schon um 5:45, denn meine Musklen melden jetzt schon lautstark an, dass das Mit-dem-aus-dem-Bett-steigen ’ne längere Geschichte werden könnte.

Koinzidenz (?)

Am 33. Todestag meines ältesten Bruders gibt mir mein bester Freund ein Buch zurück (Stefan Zweig: Die Welt von Gestern), das ich ihm vor Jahrzehnten mal geliehen haben muss, welches mir besagter Bruder zwei Jahre vor seinem Unfalltod zu Weihnachten schenkte.

Ungerecht

Wenn T., der BMW*-Trainer von Montag, mal nicht konnte, dann hat ihn seine Frau S. vertreten. Eine Peruanerin, die wohl in ihrem richtigen Leben irgendwelche geheimen Kräfte zu Höchstleistung drillt. Übernahm sie bei uns Altherren das Kommando, krachten die Knoche nur noch so. Nur zehn Einheiten, versprach sie vor jeder Übung, dass sei ja nicht viel und man könne auch gleich mal anfangen. Und dann zählte sie in ihrer Art die zehn Wiederholungen mit einer quasi lachenden Stimme runter: 10 – 9 – 8 – 7 – 9 – 8 – 7 – 6 – 5 – 4 – 6 – 6 -5 – 5 – 5 – 4 – 4 – 4 – 3 – 5 – ….  Das war echt höllisch manchmal – vorallem, weil sie mitmachte und  man ihrer Stimme irgendwelche Anstrengung nicht anhörte.

Jetzt hört T. auf, weil er sie pflegen muss. Nach Krebs und Chemo jetzt Herzinsuffizienz mit einer Leistung von gerade noch 15 Prozent.

Das erinnert mich dann an meinen Vater und meine Lieblingstante. Das ganze Leben lang gesund gelebt, weder gesoffen noch geraucht noch übermäßig gegessen oder sonst was – und dann – zack.

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* BMW = Bauch muss weg

WSMDEGT 03/18

Wie letzten Monat, mache ich wieder mit bei der Frage: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

6:30 – Nichts neues: Der Wecker!
6:35 – Auch nichts neues: Nochmals der Wecker!
6:37 – Teewasser aufsetzten, Heizung aufdrehen, Bad gehen – und sogar anziehen.
6:48 – Brote schmieren, Zeitung laden, Tee schlürfen
6:50 – Zeitung lesen, Tee schlürfen, Heizung abdrehen – draußen hat es Plus-Grade, da braucht es das nicht mehr.
7:10 – Zeit für die Straßenbahn.
7:16 – Ich schaffe mal wieder die 3.
7:29 – Ich ’steche‘ mich ein.
7:35 – Es wird ein langer Tag, denn ich vertrete das Sekretariat bis 15:30. Etwas zu tun habe ich sogar und hin und wieder kein weißer Elefant, sondern Telefonklingeln.
12:18 – Ich hab‘ mir einen Burger verdient, jawoll!
12:49 – Zwischen den wenigen Telefonaten lese ich in „Friedinger“ von Stefan Kutzenberger.
15:40 – Auf der Straßenbahn und zurück.
16:05 – Bisschen Internet, Mails, nackte Männer, Blog … was halt so ansteht.
16:25 – Tageslektüre. Quäle mich durch drei Seiten von „Also sprach Zarathustra“ von Friedrich Nietzsche (das Buch erreicht mich absolut nicht) und exzerpiere dann akribisch zwölf Seiten der echt spannenden Abhandlung „Das Leben nehmen – Suizid in der Moderne“ von Thomas Macho. (Nur damit das klar ist: Ich habe nicht im geringsten die Absicht mich zu suizidieren, sondern habe in einem anderen Kontext des öfteren mit suizidalen Menschen zu tun. Was Macho da auf den ersten 60 Seiten an Grundfragen stellt (Wem gehört eigentlich mein Leben? Mir? Den Eltern? Gott? Göttern? …) und an Denkmodellen aufzeigt, ist einfach rasend spannend.)
17:10 – Nochmals paar nackte Männer gucken und flickr gerade ziehen.
17:25 – Da ich gestern (endlich) mit „House of Cards“ fertig geworden bin (5. Staffel – in der Zeitung gelesen, dass die 6. gerade online geht), gönne ich mir nun Suburra. Derweil umziehen.
18:10 – Wieder auf die Straßenbahn.
18:20 – Wieder hätte ich die 4 fahren lassen und auf die 7 gewartet. Aber ich brauche die 4, nicht die 7!
18:45 – BMW*-Sport bzw. Alt-Herren-Gymnastik. T. quält auf angenehme Art, packe u.a. die 4 x 20 Alt-Herren-Liegestützen (also mit aufgesetzten Knien). Und damit die Psyche auch noch schön gequält wird, gibt es Schlager aus den 70gern – noch zehn Minuten länger, und ich hätte alles gestanden.
20:02 – Wieder zu Hause: Es gibt Börek, Tomatensalat und Bier. (Das kann mit nocheinglaswein natürlich nicht mithalten.)
20:50 – Der montägliche Chat mit U. Und wenn die Spontanität in eine Buchung führt, bin ich demnächst mir ihr an der Ostsee.
22:15 – Allgemeines Abschimmeln.
23:35 – Mal langsam ins Bett. Friedinger wartet.


*BMW = Bauch muss weg

Viele Worte

Gestern gar nicht mehr dazu gekommen, zu schreiben. Im Dienst in Verein 1 war ein Neuer dabei, der – wie ich damals auch – viel erklärt bekommen wollte. Aber der erste Eindruck von ihm ist richtig gut.

Dann entwickelte sich das spätabendliche Schwätzchen mit dem aktuellen Ziehsohn T. zu einem handfestem, echt gutem Gespräch. Gegen halb zwei war ich dann auch mal im Bett.

Takt

So richtig bin ich immer noch nicht im Takt. Ist auch gut so. Ärgert nur hier etwas im Blog (mich). Morgen mir spontan einen Urlaubstag genommen, den ich auch als Urlaubstag verbringen werde. Geplant ist vormittags Sauna, dann mal ausführlich und in aller Ruhe Computer mit Musik, abgewechselt von Buch mit Musik und Schlaf ohne Musik. Mein Mann wird spät nach Hause kommen, so dass ich entweder was für Ersatzsohn T., der jetzt eine Woche da ist, kochen werde – oder wir ziehen uns einfach ne Pizza rein.

Ganz nette Aussichten – vor allem, weil ich jetzt einfach noch etwas wach bleiben kann, Brahms genieße, nach all der Umzieherei und dem Sport heute komplett erschöpft bin und jetzt einfach Zeit mir mit mir gönne.

WSMDEGT 10/16

Wie schon auch letzten Monat fragt Frau Brüllen: Was machst Du eigentlich den ganzen Tag.

00:45 – Doch noch eine Mail an U., der ich wohl etwas hart über den Mund fuhr, als sie schon wieder mit ihrem Thema begann, was im Grunde schon seit zwei Jahren geklärt ist. Aber die Nerven lagen da schon blank.
01:30 – Doch mal ins Bett.
06:48 – Beim Aufwachen das Gefühl, es könnte Schnee liegen. Es regnet aber ’nur‘.
06:51 – Das Bad ist kalt:
06:59 – Warum steh‘  ich eigentlich nicht auf frisches Brot, wie all die anderen?
07:18 – Immerhin heute mal pünktlich an der Straßenbahn.
07:36 – Arbeitstrott – es gibt sogar etwas zu tun.
09:35 – Die Sekretärin will wissen, warum ich so „voll Scheiße“ aussehe. Ich spare mir die Erklärung.
09:37 – Die Sekretärin bittet mich in der Personalabteilung anzurufen, ich hätte mich vergessen einzustempeln.
09:39 – Mein Mann ruft an und sagt nur: „Ham wa“.
10:30 – Es ist definitiv – fertig wird heute nix, weil dauernd …
10:55 – Straßenbahn schon zurück, denn …
11:17 – …soll T. mit dem Zug ankommen.
11:33 – rollt dann der Zug mit „5 Minuten Verspätung“ ein.
11:50 – Reden, Tee trinken, Pfannekuchen machen, Pilze machen
12:15 – Kommunikatives Mittagessen
12:50 – Rückzug hinter den Computer. Eine ‚Kategorie‘ ist eine ‚Kategorie‘ die eine ‚Seite‘ ist – bei ihr. Bei WordPress gelingen ihr Sachen, die ich noch nie gesehen habe – keiner kann sie aber (er)klären. Leise Zweifel, ob sie überhaupt etwas von mir lernt.
15:50 – Zeit für ein Spaziergang, doch vorher kurz Zugzeiten checken. Der, mit dem sie fahren wollte fällt aus, entweder jetzt oder erst in drei Stunden mit unsicherer Prognose. Da die Kinder ‚warten‘ …
16:27 – Wir holen ein paar wenige Küsse nach … und jede/r denkt vermutlich so ihren / seinen Teil. Die Gemengenlage ist aber auch etwas appart.
16:37 – Der Zug ist auf die Minute püntklich und weitgehend leer.
16:45 – Kurz auf der Post. Päckchen holen. Nächste Whiskey-Lieferung die mir –  wie sollte es anders heute sein – T. geschenkt hat.
16:55 – Kurz Mails etc. checken
17:10 – Tageslektüre: 3 Seiten „Die besten deutschen Gedichte“ und 10 Seiten Jürgen Neffe: „Marx, der Unvollendete“.
18:00 – Auf die Minute Abendessen, mein Mann muss noch weg, ich später ja auch. Bis dahin schimmel ich echt ne Runde ab.
19:39 – Wieder auf der Straßenbahn
19:55 – Längere Übergabe, da ich I. lange nicht gesehen habe und wir uns, obwohl wir uns kaum kennen, sehr, sehr mögen.
20:10 – Scheint ruhig zu beginnen. Aber das schien dann nur so.
23:00 – Die Ablöse ist pünktlich. Und da G. gestern auch dabei war, will sie mir gestehen, wie schrecklich sie den Abend fand. Wir kommen in einen kleinen, für mich überraschend gleichmeinenden, Austausch und entwicklen zwei Ideen, von der die eine ich wohl morgen gleich auf den Weg bringen werde. Daher erst …
23:35 – … zu Hause. Mein Mann ist überraschend noch wach, eins kann ich noch loswerden.
23:55 – Wein und TV – ich werd‘ sicher noch eine Stunde brauchen – aber der Ersatzsohn T. kommt morgen sicher nicht vor, da reicht es dann mal für einen Mittagsschlaf.

 

Das und dies und jenes

Überraschenderweise nochmals die Sonne auf dem Balkon genießen können. Bekomme derweil von P. über Mail ein Foto in ähnlicher Situation (wenn auch in schönerer Umgebung).

Anruf von H., kurze Rückfrage bei C. und nach zwölf Minuten ist klar: Im November machen C. und ich unsere jährliche Lesung, diesmal Robert Musil.

Dann Lust das Abendessen mit A. und T. etwas zu pimpen und da uns vieles fehlt machen wir dann Griesschnitten mit Zimtzucker und gedünsteten Äpfeln … manch Einfaches ist einfach nur gut.

Frau Merkel scheint mir leicht angepisst zu sein während Herr Schulz sie viel zu oft annickt. Damit ist die Wahl definitiv gelaufen und die bleierne Zeit wird weiter gehen. Man kann nur hoffen, dass sich die SPD in der Oppsition sich aufrafft um dann endlich mal wieder zu ihren Wurzeln zurück zu kommen um dann auch Paroli bieten zu können.

Die Gedanken sind frei

Irgendwie nett die Gedanke, T. wäre heute überraschend vor der Tür gestanden. Hätte etwas Stress gemacht wg. Dienst, aber vielleicht hätte ich den auch noch von der Backe bekommen? Aber ob ich dann auch jetzt nochmals der Nacktheit und der Sonne so gefrönt hätte, obwohl sie, wie sie schrieb, heute auch mal ohne schwimmen war? Aber das „Was-wäre-gewesen“ hebe ich mir für’s einschlafen auf. Da habe ich ja dann die Wahl, ob ich es so gestalte, dass ich gut einschlafe oder mich mit einem Ständer beschäftigen kann.

Aus der Nacht

Heute nacht geträumt, mit meiner Ex-Freundin T.  und meinem besten Freund P. Sex zu haben. Die beiden etwas zurückhaltend, da sie sich gar nicht kennen, aber ihnen scheint es Spaß zu machen, dass ich mich abwechselnd um sie bemühe. Überraschend schnell kommt P. zu einem gewaltigen Orgasmus. Ich bin fast neidisch – hä? – ich bin neidisch wie viel und wie weit er sein Sperma auf seinem Körper im Knien verspritzen kann. Andereseits freut es mich wiederum, dass die Situation ihn so geil macht(e).

Ist ‚t‘ nicht auch die Abkürzung für ‚Zeit‘?

Heute eine lange Mail von T. bekommen, nachdem ich mich bei ihr ‚entschuldigt‘ habe, dass ich nicht, als ich auf Familienurlaub war, bei ihr vorbeigeschaut habe. Aber die Besuche bei Muttern sind zeitlich eh immer auf Kante genäht – denn eine Anstandszeit muss es ja schon sein, aber zu lange will ich dann auch nicht. Dann ‚wollen‘ die Geschwister mich ja noch sehen, eine Rote muss ohne wenn und aber sein … und dann ist die Zeit meist auch wieder vorbei.

Gut, wenn ich ein, zwei Züge vorher genommen hätte – aber ich hatte nachts davor ja noch einen Notfall psychisch zu verarzten (warum habe ich darüber noch gar nicht geschrieben?) – und Muttern gesagt hätte, ich komme ein, zwei Stunden später, wäre schon etwas Zeit gewesen. Aber hätte die gereicht? Nach der Mail heute: Nein. Wenn sie mitgewandert wäre die 20 km, das wäre es gewesen – aber hätte sie sich so schnell einen Tag frei nehmen können?

Ich hatte noch überlegt, wo ich sie reinquetschen könnte – aber dann lief mir die Zeit doch etwas in die Ecke, da ich ja in erster Linie die krebskranke Tante besuchen wollte – denn nichts ist von Ewigkeit.

Jetzt habe ich sie auf das Wochenende eingeladen, wo ich ja reichlich Zeit für vieles habe – und ich würde mich tierisch freuen, würde es so ’spontan‘ klappen, aber bei einer Mutter von zwei halbwüchsigen Kindern mit x Verpflichtungen ist das wenig wahrscheinlich.

Andereseits: Hätte ich mich nicht entschuldigt, hätte sie dann auch das alles geschrieben, was sie geschrieben hat?

Immer noch …

… out of order.

Vom Arbeitsplatz aus aber  schnell ein paar Sprengsel der vergangenen Tage:

  • Als T., der 16-jährige Neffe von E., eintrifft, ist es ganz normal, dass wir uns zur Begrüßung umarmen. Meinen Tanten und Onkels habe ich damals höflich die Hand gegeben, sie mir auch – mehr gab es da nicht an Körperkontakt.
  • Bei den Vorstandswahlen in Verein 1 erhalte ich doch tatsächlich die meisten Stimmen.
  • Auf der Todesanzeige für meinen Onkel – den ich seit dem Tod meines Vaters nie wieder gesehen habe – hat man hinter jedem seiner Vornamen ein Komma gesetzt.
  • Ich glaube, ich bin deswegen schwul, weil ich Frauen einfach nicht kapiere. Wenn eine Frau Sex will, sitzt sie als Aufforderung dann mit verschränkten Armen unter einer Decke und schaut fern?
  • Dreimal dabei ‚erwischt‘, dass meine Intuition echt hilfreich war.
  • Die Internetlosigkeit ist gar nicht mal so schlimm, aber bloggen und Bilder gucken vermisse ich schon etwas.

2 + 2

Da scheinen sich zwei „Sorgenkinder“ herauszukristallisieren. Bei P. nach wie vor alles arg unklar und damit auch leicht beängstigend und bei B. wohl so ein Beziehungsgedöhns.

Im Gegenzug ist die Exfreundin gerade sehr schreibfreudig und ausgeschlossen und plötzlich meldet sich auch noch A. aus der Vergangenheit.

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