Durch die Zeit

Tag: Tatort

follower 101

Instagram finde ich, unter Fotogesichtspunkten, echt nicht schlecht. Bin so ein wenig aktiv und wenn ich dann mal für ein Bild mehr als 20 Likes bekomme, dann beginne ich stolz zu werden.

Follower hatte ich bis gestern genau 100. Ein paar davon kenne ich persönlich, weil „Wenn du mir folgst, dann folge ich dir“ … der Rest ist … wie halt auch immer.

Heute Follower 101, genauer eine FollowerIN. Ich kenne sie schon länger aus dem Fernsehen und mag ihr ja schauspielerisches Talent nicht absprechen, aber dennoch regte sie mich als Tatort-Kommissarin immer nahezu unendlich auf, da a) ihr Text meist nur aus Einwortsätzen bestand und sie b) immer alle Schuld und Leid der Welt auf ihren Schultern trug.

Aber da sie nun meine Instagrammfotos mag (oder ihre PR-Abteilung) und sie das in meinen Augen natürlich adelt: Herzlich willkommen auf meinen Account Andrea Sawatzki!

 

Im Schmerz geboren

Ich schaue seit gut 20 Jahren nahezu regelmäßig Tatort. Das ist das Erbe meines Ex. Über die Jahre entwickelt man ja ein Gespür ob er gut, mittelmäßig oder einfach nur Schrott ist. Zudem: So richtig bleibt ja kaum einer in Erinnerung, es ist Durchgangsware.

Es gibt einen aus München, eine Art Kammerspiel, an den ich mich erinnern kann und nun der! Das war echt großes Theater. Ich weiss echt nicht, wann ich das letzte Mal so fasziniert einen Film gesehen habe. Dazu die Musik, die Shakespeare-Anspielungen und der großartige Ulrich Matthes.

Ein versöhnliches Ende eines schwierigen Wochenendes.

Tatort

Ich bekenne ohne Wenn und Aber: Ich bin ein Fan des neuen Tatorts aus Dresden. Selten so gelacht. OK, manchmal ist er kurz vor Klamauk – aber eben nur kurz. Und ich liebe es einfach, wenn Sprache in all ihrer Vielfältigkeit zum Einsatz kommt. Ich glaub, ich guck den morgen einfach nochmal.

(Späte) Ehrung

So wirklich überzeugt bin ich von dem neuen Berliner Tatort ja nicht, aber dass „Tschick“ von Herrndorf einen hübschen Auftritt hatte, das hat mich dann schon irgendwie gefreut. Herrndorf hätte das wohl selbst recht amüsant angemerkt.

1592 und nicht 1591 – oder von der Vater-Ki-Zuordnung

Skandal! In der xten Wiederholung des Tatorts „Ausweglos“ mit Simone Thomalla und Martin Wuttke – gerade im Moment auf dem MDR – gibt es einen Fehler, einen juristischen, einen bedeutenden! Keppler alias Wuttke zitiert einem möglichen Vater gegenüber §1591 BGB – der regelt aber die Mutterschaft. Die Vaterschaft regelt § 1592 BGB! Was für ein Skandal!

Ne, im Ernst, hab‘ gerade im Kommentar nachgeschaut und da ist mir aufgefallen, dass die Sprache dort ja fast schon dadaistisch ist. Es heißt dort zu Beginn des Kommentars – und ich hab sehr, sehr genau abgetippt!:

Die genet Vatersch führt zur Vaterschaft im Rechtssinne nur, wenn der Erzeuger, im maßgebden ZtRaum mit der Mu verh war, die Vatersch anerk hat od gerichtl als Va festgestellt ist. Es handelt sich um eine abschließende Aufzählg; and Tatbestde werden für eine Vater-Ki-Zuordnung nicht anerk.

Tatort

Seit ich mich geoutet habe, gucke ich Tatort. Das steht zwar jetzt in keinem wirklich direktem Zusammenhang, aber ermöglicht mir auszurechnen, seit wann ich Sonntagabends vor der Kiste hocke um mir die Lindenstraße reinzuziehen, dann den Weltspiegel und den Tatort. Hängt mit meinem ersten Mann zusammen, dem das Programm so damals heilig war. Vermutlicherweise hat er es schon längst aufgegeben – nur ich fröhne dem noch.

Jednefalls absolut geiler Tatort heute  abend. Und ich mag ja die Kölner und Münchner sehr und normalerweise spielen die Paare auch richtg gut. Aber gegen Corinna Kirchhof und Stefan Preis konnte Bär und Behrendt heute nicht mal für fünf Minuten anstinken. Das Paar war einfach nur Meisterklasse in der der Reduziertheit, in der Verzögerung. Nach langer Zeit mal wieder endlich zwei, die durch nicht-agieren agiern, bei denen die Kleinigkeiten das Ereigniss sind und nicht die große Geste. Geiler Kontrast allein schon zur der Brutaltiät zu Beginn. Hach, da war einfach schön zu sehen, dass es doch noch Qualität gibt – machmal, hin und wieder …

Tatort

In meinem ersten Blog habe ich regelmäßig am Sonntag kurz nach 21:45 Uhr den Tatort ‚rezensiert‘. Jetzt ist es 21:14 – und egal was in diesem Till-Schweiger-unsäglich-Ding noch immer passieren mag: besser kann es einfach gar nicht werden, nur noch von Minute zu Minute, wie bisher, schlechter. Das ist in meinen Augen nichts anderes als Pubertäts-Anfänger-Phantasien von der billigsten Sorte.

Andererseits ist es schon spannend zu sehen, wie das in der Zwischenzeit eher geringe Niveau der Tatorte jetzt nochmals um Welten gesenkt werden konnte. Da freut man sich einfach schon auf den nächsten, denn der kann einfach nur besser sein. Man gibt sich mit der Zeit mit immer weniger zufrieden – leider.

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Anne berichtet über Ihre Erfahrungen in den Büros der Schweizerischen Finanzdienstleister. Ebenso lässt sie euch an ihrem bunten Leben teilnehmen.

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