Durch die Zeit

Tag: Tee

WMDEDGT 9/19

Jeden Monat fragt Fr. Brüllen, was man denn so heute gemacht hat. Na dann:

6:00 – Der Wecker und so … ist alles aus den letzten Beiträgen bekannt, da ändert sich gerade nicht viel.
6:25 – schon auf dem Rad
6:38 – macht es Pling an der Stechuhr
6:44 – Büro aufschließen, Tee kochen, Rechner hoch fahren, es genießen, dass ich ein eigenes Zimmer habe, Mails checken (es gibt sogar welche), dann den einen Flyer fertigmachen (nur noch eine Kleinigkeit) und ausdrucken (das  dauert!). Und so geht es den ganzen Vormittag. Mal das, mal jenes – alles irgendwie neu und ich frage B. Löcher in den Bauch.
12:10 – Ich muss mich richtig für  eine Mittagspause unterbrechen und ziehe mir ein paar Tramezzinis rein, die ich eigentlich zusammen mit Rolli-A. essen wollte. Aber da ihre Assistenz krank geworden ist, kann sie nicht zur Arbeit kommen und musste sich selber ‚krank‘ melden.
12:25 – Das eine Excel-Problem lässt mich nicht los, also wird weiter gemacht. Zufällig lösche ich dann noch eine Datei, darf sie komplett neu machen und lösche darauf hin eine zweite. So kann man sich auch Arbeit machen. Nur noch Kleinigkeiten, also nehme ich mir mals das Indesign-Handbuch vor, denn ich bin zwar firm aber noch lange nicht fitt.
16:14 – Echt? Schon? Zeit vergessen. Mal nach Hause.
16:35 – Lokalzeitung lesen. Freunde von uns sind im Urlaub und haben sie umgeleitet. Sie ist das Papier nicht wert, auf das sie gedruckt wird … aber was war ich als Student stolz, dass ich dafür Kulturkritiken schreiben durfte und mir damit z.T. meinen Lebensunterhalt bestritt.
16:55 – Tageslektüre (immer noch 3. Reich, jetzt aber 3. Band). Mir fallen aber nach ein paar Seiten die Augen zu  also …
17:14 – Kurznickerchen mit Marcel Proust auf den Ohren
17:31 – Bisschen Computer, aber lustlos. Hab‘ da gerade keinen richtigen Zug dahin.
18:04 – Mal ganz langsam Richtung Küche. Feierabendbier (alkfrei), Fleischbrühe (echte, wenn auch aus der Tiefkühle), Suppennudeln – was braucht man für ein Festessen mehr?
18:33 – Festmahl mit Fernsehen. Da der Mann nicht zu Hause ist, darf’s für Minuten auch dann mal die Privaten sein.
19:45 – Das Vorabendprogramm ödet mal wieder ohne Ende, aber so richtig viel Power habe ich nicht mehr, dennoch:
19:50 – Glas Wein und weiter in der „Adlon-Verschwörung“ von Kerr.
21:10 – Der Mann kommt auch mal nach Hause und bringt die neue Schreibtischlampe mit. Wir schwätzen, schauen mit einem Auge noch einen Krimi, planen mit einem anderen Auge eine Wellness-Wochenende (oder was es dann auch immer werden wird).
22:00 – Mir quillt die Müdigkeit aus den Augen. Ich bin es halt nicht mehr gewohnt, acht Stunden zu arbeiten und acht Stunden auch etwas zu tun zu haben. Das wird nicht mehr lange dauern, dass ich mit ein paar Seiten Kerr im Bett liege und darüber einpenne.

Berg & #489 & Hirsch

Da ich dieses Jahr – warum eigentlich? – kaum wandern war, habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und bin zu meinem Lieblingsberg gewandert. Sehr gemächliches Tempo und eher nur so grob orientiert, wie ich laufen wollte. Führte natürlich dazu, dass ich etwas von der Richtung abgekommen bin und einige Kilometer zusätzlich unter den Sohlen hatte – aber da Sonne und genügend Brote und Tee dabei …

Unterwegs war so gut wie niemand, drei Wanderer habe ich auf knapp 20 km gezählt, und selbst am und auf dem Berg dann weite Ruhe, stilles Nichts, viel Sonne, viel Wind und viel, viel blauer Himmel.

2019-08-29 13.09.49

Auf einen der Felsen hochgekletter und erstmal die restlichen Brote gefuttert, bevor ich mir ein fast hüllenloses ‚Sonnenbad‘ (den Begriff habe ich übrigens von Franz Kafka) gönnte (aus Faulheit habe ich die fetten Wanderschuhe angelassen, da ist immer so schwer reinzukommen).

Der Kaffee in einer Art Berghütte wurde mir dann furchbar vor drei Prolls vergrault, die wirklich nur Bullshit von sich gaben und dabei meinten, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Sie haben Bierpreise auf dem Ballermann verglichen und sind zu dem Schluss gekommen, dass, wenn das Bier teurer ist, man auch besser feiern kann.

Ich bin dann einfach T. auf der Straße entgegengelaufen, der so nett war, mich mit dem Auto dort abzuholen (ja, man kann es sich auch einfach machen und da hin fahren!), weil er mich eh treffen wollte. Zuhause dann auf dem Balkon ist er dann mit seinem Thema rausgerückt, weswegen er mich vor zwei Wochen hat ’sitzen lassen‘.

Es ist echt meiner Tätigkeit in Verein 1 und der Lebenserfahrung geschuldet, dass zumindest mir recht schnell klar war, warum und wie der Schuh ihn drückt bzw. warum die Situation ihn so gekränkt hat. Aber da T. echt nicht auf den Kopf gefallen ist, ist er dann mit meinen Fragen schon selber darauf gekommen, was eine Verschiebung im bestehenden System alles auslösen kann. Die Umarmung zum Abschied war mehr als herzlich.

Jungs in seinem Alter haben ja immer Hunger (selbst ich soll es damals gehabt haben – für eine kurze Zeit) und da eine leise keimende Leidenschaft fürs Kochen bei ihm hochwächst, durfte er dann gleich noch seinen ersten (fast flambierten) Hirsch (aus der Keule) braten und die Beilagen machen (Röstkartoffeln, Mischgemüse (frisch), Pilze). Ich mag sein Gesicht, wenn er dann isst und Erstaunen sich abzeichnet , dass er das ja gekocht hat.

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Ich / Wir sind ja echt nicht oft beim Steh-Türken um die Ecke. Obwohl der ne Pizza macht, die man sonst hier in der Umgebung echt lange suchen muss. Und wenn „scharf“ dransteht, dann ist die es auch.

Da ich heute ja von einem Termin zum anderen renne, reichte es beim Umsteigen von der einen Straßenbahn in die andere eben dort vorbeizugehen, um mir – Großverdiener, der ich ja jetzt bin – nen kompletten Döner-Teller reinzuziehen. Mit nem Glas Tee, den ich bei E. in Istanbul lieben gelernt habe – denn ohne jede Diskussion: Mit nem Schiff über den Bosporus, nen Tee in der Hand, die Kulisse von Istanbul vor oder hinter sich … g e i l!

Beim Bezahlen kommt der Chef angerannt um dem Neuen hinter dem Tresen zu verklickern: Der Tee geht bei dem selbstverständlich aufs Haus.

Keine Ahnung wie ich zu dieser Ehre komme – aber es hat mich gefreut.

Ände/rung einer Ära

Es waren wohl an die 15 Jahre, dass ich morgens runter zum Briefkasten bin, um meine geliebte SZ zu holen. Denn was ist ein morgen ohne Zeitung? Früher gehörten dazu noch ne Tasse Kaffee und zwei Zigaretten – aber Zeiten ändern sich, jetzt wird die Lektüre von einem Becher Tee begleitet. Nun aber, wenn es die Temperaturen zu lassen, komplikationslos ohne Hosen, denn seit zwei Tagen lese ich sie digital.

In der alten Wohnung habe ich mich zuletzt öfters mal ärgern müssen, dass sie einfach zu spät kam. Und als B. mir zeigte, wie einfach das auf so einem Tablet dann sein kann … und ich jetzt ja auch eins habe … und etwas sparen muss, da ich ja auch noch Netflix habe … und Rohstoffe ja wichtig sind … und ich immer fauler werde, Altpapier wegzubringen …

Und wie mir scheinen will, verändert sich das Leseverhalten etwas und – da ich sie ja jetzt überall dabei habe – lese auf alle Fälle mehr, interessanterweise viel aus dem Wirtschaftsteil, der sonst nicht gerade so im Zentrum stand.

Schaden tut das alles nicht.

Der Tag

etwas länger geschlafen (sehr berechtigt) – genossen sich nix anziehen zu müssen und das tee-frühstück auf den balkon einnehmen zu können – krimilektüre beendet (absolut nicht empfehlenswert, aber es war schön die orte, in denen er spielte, fast alle zu kennen) – mal wieder im voskuil weiter gemacht – kleiner ‚workout‘ zur documenta – danach weiterhin nackt mit proust-lektüre und voskuil auf dem balkon – eine gute stunde am rechner wegen beckett u.a. – zwei stunden locker in der küche da abendgäste – a. bezeichnet mich als „nackedei“, dabei habe ich ein t-shirt an – schicklich angezogen begrüße ich den rest der gäste – bei spargel mal wieder die unterschiedlichsten themen, von griechenland bis verpatnerung – das theoretisch gemeinte „wollen wir noch abwaschen?“ (ich) wird praktisch interpretiert (mein „mann“) – jetzt wird geschimmelt …

WMDEDGT 6/17

Mache ich (nach einer von Vodafone erzwungenen Pause mal)  wieder mit. Frau Brüllen fragt – wie jeden Monat am 5.: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

8:30 – Obwohl ich ausschlafen darf, wache ich auf und kann mich auch nicht überreden, weiter an der Matratze zu horchen, also …
8:45 – … wasche ich erstmal das (wenige) Geschirr ab, bevor ich mir einen Tee koche und meinen nackten Körper der Morgensonne preisgebe (die es mir nicht verübelt).
9:11 – Schicklich angezogen ‚wandere‘ ich mit „Oliver Twist“ auf den Ohren durch die Gegend und genieße die Lichter.
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11:15 – Ich gönne mir nach der ganzen Lauferei gegenüber einen Milchkaffee (der überraschenderweise dann doch schmeckt).
12:11 – Toast und Tee mit Lektüre und ohne Klamotten auf dem Balkon.
13:14 – Kurzer Mittagsschlaf
13:50 – Diverse Lektüren (Proust-Biographie von Tadie, Briefe von Prosut, neuster Roman von Edmund White), dazwischen verschiedene Kurznachrichten.
16:00 – Internet-Time – aber alles sehr lust- und ergebnislos, daher …
16:50 – … Restlektüre von White und duschen.
18:05 – Auf zum Griechen, Abschlussessen meines Strohwitwertums mit mir und Bodo Kirchhoff. Gutes Essen, sehr schlechter Service, falsche Rechnung (und so fühle ich mich auf den Wein als Entschädigung für den miserablen Service eingealden).
20:13 – Gerade noch rechtzeitig zum Tatort
20:27 – Familärer Anruf mit einer schreienden Mutter im Hintergrund – ob ich den Tatort noch checke?

Fasten 2/1

[Fasten 2/2]

[10:39] Nun, wenn man beim Fasten immer so schlecht schläft, wie es die Bücher vorraussagen, dann werde ich ab heute nur noch fasten! Wäre mir die Wärmflasche nicht aus dem Bett geplumpst, hätte ich wohl die erste Nacht seit langem mal wieder durchgeschlafen.

Und auch obwohl ich gestern Abend gefühlte 200 Liter Tee getrunken habe, musste ich nachts echt nicht pissen gehen, womit ich wirklich gerechnet habe.

Wenn das (leichte) Hungergefühl mal weg wäre, wäre es echt OK.

Gegenüber gestern fehlen überraschend 1,3 kg auf der Waage.

[Fasten 1/3]

Es wird

Eine wirkliche Komfort-Temperatur war das heute morgen noch nicht ganz, aber es reichte dann doch gerade so, nur mit T-Shirt das Frühstück einzunehmen (einen Becher Tee) und mit der Lektüre der Tageszeitung zu beginnen (SZ).

WMDEDGT 12/16

Mach‘ ich mal wieder mit. Frau Brüllen fordert wie jeden Monat auf, den 5. eines Monats zu protokollieren: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

7:11 – Ich werde wache und registriere langsam: ich bin komplett nackt; ein anderer nackter Arsch schmiegt sich an meinem; ich schlafe defintiv nicht in meinem Bett. Dann erinnere ich mich, dass ich ja bei meinem besten Freund P. in  B. bin, ich einen Tag Urlaub habe und somit alles seine Richtigkeit hat.
7:25 – Ich ziehe mich mühsam an, weil meine Klamotten, warum auch immer, über den ganzen Raum verteilt liegen.
7: 36 – Der Mitbewohner von P. ist in der Küchen verbotenerweise wach und gesprächig. Ich schnappe mir die Zeitung von gestern und tue so, als würde ich interessiert lesen – dass ich keine Lesebrille aufhabe, fällt niemanden auf. Immerhin gibt es Tee.
7:50 – Jetzt kann ich mal kurz ins Bad.
8:09 – P. und ich machen uns auf zum Bahnhof.
8:20 – Kleine Knutscherei zum Abschied.
8:25 – Stelle mich in einer Bäckerei unter, höre „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ von Milan Kundera, trinke einen lauwarmen Tee, kaue auf einer Plastikbrezel herum.
8:59 – Der Zug ist gegen alle anderen Angaben pünktlich.
9:01 – Sogar ein Sitzplatz. Lese etwas in „Das Pfingstwunder“ von Sibylle Lewitscharoff, schließe dann aber doch lieber die Augen und döse vor mich hin.
10:21 – Der Zug ist immer noch pünktlich als ich aussteige.
10:30 – Zuhause sinnloses Hin und Hergelaufe, koche Tee, werfe einen Blick in die Zeitung, fahre den Rechner hoch, lese die eine Mail, gucke schnell bei tumblr und flickr, was die nackten Männer machen (sie sind immer noch nackt), schaue auf den Kalender, was der Tag so noch für mich bereit hält.
11:03 – Ziehe die Lektüre für das Bibel-Leseprojekt vor.
11:50 – Kleines Mittagessen (Rosenkohl vom Samstag) und Zeitungslektüre.
12:37 – Dringend benötigter Mittagsschlaf.
14:09 – Korrespondenz.
14:19 – Fotos machen und bearbeiten für die Wochenaufgabe um 17 Uhr auf dem Foto-Blog.
14:52 – Tee und Verfassen des Protokolls der ordentlichen Mitgliederversammlung vom Samstag (Verein 2).
15:31 – Lektüre: J. J. Vosskuil: Das Büro I – Direktor Beerta
15:55 – Aufbruch zur Straßenbahn.
16:30 – Laberrunde für’s Geschriebene. Habe verdrängt, dass es nach den 90 Minuten noch ein „gemütliches Beisammensein“ gibt, diesmal sogar mit Alkohol in Form von Glühwein. Also bleibe ich eine Anstandszeit und mache mich, ohne aufräumen zu helfen, mit S. ab.
18:47 – Rückfahrt mit der Straßenbahn
19:04 – Abendessen kochen (Nudelsuppe) und essen und in die Glotze gucken (verschiedene Nachrichten).
20:17- Korrekturen in den Haushaltsplan Verein 1 einarbeiten.
20:50 – Chat mit U. Sehr schleppend, weil sie was auf dem Herzen hat, aber nichts erzählen will, dafür aber andauernd Anspielungen macht. Ich halte es interessanterweise diesmal aus.
22:17 – Feierabend. Bisschen doof in die Glotze gucken.
22:50 – Aufbruch ins Bad, dann mit nem Glas Rotwein und Vosskuil in die Federn. Wenn nich noch fünf Seiten schaffe, bin ich gut, zehn dürften utopisch sein.

WMDEDGT 10/16

Mach‘ ich mal wieder mit. Frau Brüllen fordert wie jeden Monat auf, den 5. eines Monats zu protokollieren: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

6:23 Bekommen von meinem Mann einen Morgenkuss und döse weiter.
6:45 Wecker klingelt. Und?
6:50 Schon wieder. Gequältes Aufstehen
6:52 Duschen und so
7:06 Setze Teewasser auf und beschließe, mich doch anzuziehen, ist doch etwas kühl schon
7:11 Zeitung holen
7:12 Lektüre und Tee
7:25 Aufbruch zur Arbeit mir Rad
7:45 Ankunft, Tee kochen, Flurzwangsplaudereien absolvieren
7:55 Da ich die Vorgänge für diese Woche wohl schon gestern erledigt habe, beschäftige ich im Zeitlupentempo mir Altvorgängen, und bin dankbar, dass der Kollege mir 10 Fotos zur Berabeitung rüber reicht. Schreibe den Chef eine Mail, dass mir in spätestens 10 Tagen auch die letzte Doof-Arbeit ausgehen wird. Scanne in Zeitlupe Altvorgänge und beschäftige mich dann mit DIN 824 die sich – ernsthaft! – mit dem Falten von Plänen beschäftigt.11:50 Mache Schluss
12:15 Nudelsuppe von gestern aufwärmen, essen, weitere Zeitungslektüre
12:45 Mails checken (keine), Flickr checken (kaum was los), tumblr checken (es gibt wirklich hübsche Schwänze), „Bibliothek der freien Bücher“ checken, da M. mit ihrer Durckbetankung gestern ein einziges Chaos angerichtet hat und ich alle Mühe hatte, es zu bändigen. Nein, sieht gut aus, dennoch ändere ich gleich mal die Ordnerstruktur.
13:20 Kurznickerchen
14:00 Bibellektüre
14:30 Besondere Mails beantworten
15:30 Blogeintrag für heute schreiben.

Daher ab hier nur geplante Zeiten:

16:00 Tee und Lektüre
16:45 Sachen richten wie Brote, Lektüre, Brille, Unterlagen, …
17:00 Mit dem Rad auf die Straßenbahn (weil die Strecke so verdammt steil ist und ich da oben nicht vollkommen verschwitzt ankommen will).
17:30 Vorstandsitzung. Wie immer: Viele, viele doppelte und dreifache Worte. Aber sonst wäre man ja auch schon zu früh fertig. So bis 19:00, denn dann muss der Vorsitzende zum Chor:
19:10 Mache es mir in der Küchen bequem, Tee, Brote, Lektüre
20:00 Dienstbeginn, davor kurzer Ablöseplausch
23:00 Wohl kein Ablöseplausch, da niemand die Nachtschicht übernimmt
23:11 Nach rasanter Fahrt mit dem Rad wieder zu Hause
23:15 Mit Wein vor dem Fernseher. Mein Unter- bzw. Unbewußtes wird wieder eine gute Stunde brauchen, um den Dienst zu verdauen. Danach: Bett.

WMDEDGT 09/16

Mach‘ ich mal mit. Frau Brüllen fordert wie jeden Monat auf, den 5. eines Monats zu protokollieren: „Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

6:20 – M. gibt mir einen Guten-Morgen-Kuss. Ich döse weiter.
6:45 – Erstes Klingeln.
6:51 – Zweites Klingeln, aufstehen, Bad, Hemd anziehen.
7:08 – Brote machen. Während das Teewasser kocht, Kurzssprint zum Briefkasten, Zeitung holen, danach Tee und Lektüre.
7:21 – Klamotten anziehen, Sachen packen, Wohnung abschließen.
7:23 – Rad aufschließen (frisch aus der Reperatur) und die knapp vier Kilometer in Angriff genommen.
7:41 – Ankunft.
7:43 – Öffen Büro, Rechner hochfahren, Kanne Tee kochen.
7:50 – Mailprogramm öffnen: Keine Mails! D.h.: Wie fülle ich die Langeweile bis 12 Uhr aus. Daher scanne ich 15 Alt-Vorgänge und lege sie in der Datenstruktur ab, lese im Internet Zeitung, esse meine Brote, verändere weitere 200 Dateititel von „in ARCHIVnummer“ in „Archiv-Nr“ per STRG+V, schaue aus dem Fenster, kratze mich am Sack, spreche drei Sätze mit dem Abteilungsleiter, der ein eigenes Telefon verspricht, schaue aus dem Fenster, schaue auf die Uhr, … .
12:08 – Aufbruch nach Hause.
12:30 – Ankunft zu Hause. Klamotten aus, T-Shirt an. Anschließend Geschirr spülen und gleichzeitig eine Portion Bratkartoffeln machen.
12:55 – Bratkartoffeln nebst erneuter Zeitungslektüre.
14:00 – Hochfaren des Rechners, Mails checken (auch keine), Blog checken (zwei Klicks, nicht mehr), Flickr checken (Stillstand), Tumblr checken (gefühlt 200 neue Bilder von denen ich gefühlt 180 schon gesehen habe).
14:15 – Mittagsschlaf mit Autoerotik.
15:00 – Die nächste Tasse Tee wird gekocht. Anschließend Bibel-Lektüre (Blog-Projekt dazu HIER).
15:25 – Klamotten anziehen, Bernhard-Bücher schnappen, Kopien machen gehen.
15:50 – Festlegen, wer welche Stelle liest, nur kurz von M. unterbrochen.
18:10 – Während M. Brot backt, döppe ich die Bohnen, koche sie, mache Spätzleteig, presse den, lass eine große Portion Butter flüssig werden, trinke derweil einen Amaro, ne, zwei.
18:45 – Festliches Abendessen.
19:15 – Ich falle ins Fresskoma vor dem Fernsehen, bekomme aber inhaltich eigentlich nichts mit.
20:15 – Rufe P. an, um mit ihr einen Biertermin auszumachen.
20:28 – C. steht vor der Tür, etwas Geplaudere, dann erste Leseprobe.
22:40 – C. macht sich wieder auf den Heimweg, ich schimmel noch etwas vor dem Fernseher.
23:25 – Überraschend früh suche ich da Bett auf.

 

Bloomsday

Da wird also heute niemand darum rumkommen. Irischen Whiskey und gebratene Nierchen (oder andere Innereien). Für die Nicht-Joycianer sollte es dann zumindest also schon Tee und ein Gorgonzola-Sandwich sein.

Have you a cheese sandwich?

—Yes, sir.

Like a few olives too if they had them. Italian I prefer. Good glass of burgundy take away that. Lubricate. A nice salad, cool as a cucumber, Tom Kernan can dress. Puts gusto into it. Pure olive oil. Milly served me that cutlet with a sprig of parsley. Take one Spanish onion. God made food, the devil the cooks. Devilled crab.

—Wife well?

—Quite well, thanks … A cheese sandwich, then. Gorgonzola, have you?—Yes, sir.

*

-Mustard, sir?

-Thank you.

He studded under each lifted strip yellow blobs.Their lives. I have it. It grew bigger and bigger and bigger.

Mr Bloom ate his strips of sandwich, fresh clean bread, with relish of disgust, pungent mustard, the feety savour of green cheese. Sips of his wine soothed his palate. Not logwood that. Tastes fuller this weather with the chill off.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass die Lektüre des Ulysses ein ‚muss‘ ist. Ich helf‘ auch gerne.

Statistik, die nun wirklich echt niemand braucht – aber dennoch!

Am 15. Februar dieses Jahres habe ich 5.760 Tempotaschentücher gekauft, warum und wie und wozu kann man HIER nachlesen.

Und wenn mein Taschenrechner mich nicht betrügt – aber das würde er ja eh nie tun – bedeutet dass, dass mein Mann und ich täglich 23,3 Taschentücher verbrauchen, pro Person also 11,7 am Tag. Das nennt man eben Statistik. In Wahrheit nämlich verbrauchen wir pro Tag 23,3 Taschentücher, mein Mann davon im Durchschnitt 1,3 und ich den ganzen verdammten Rest. Denn wahlweise morgens nach dem Aufstehen oder so gegen 22 Uhr kommt es immer häufiger vor, dass mich eine Niesattacke überkommt, bei der ein Päckchen Tempos mit zehn Stück eh das Mindestmaß ist, was ich dann brauche.

Und die paar Tempos, die ich im Bett für anders brauche fallen da genauso wenig ins Gewicht wie die, die ich brauche, um mal wieder verschütteten Tee oder Kaffee aufzusaugen.

Ich bin übringens davon ausgegangen, dass die Tempos mindestens für ein Jahr reichen.

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