Durch die Zeit

Tag: Tomaten

Ruf

Morgen kommt quasi die einzige Kollegin, die ich bei meinen derzeitigen Arbeitgeber kennen und mögen gelernt habe, mit ihren Typen zum Abendessen. Das heißt: Am Montag steht der ein und die andere bei ihr auf der Matte, um zu hören, ob ich / wir denn wirklich so gut kochen, wie es die Runde gemacht hat. Also kredenzen wir nach kurzer interner Absprache:

Amuse Gueule: Bandnudel, Schrimps, Knoblauch, Bärlauch
Antipasti: Crostini, Radiccio, Gorogonzola
Primo: Ravioli mit Ricotta, gemahlenen Steinpilzen, ggf. Pinienkernen, Petersilie und Petersilienbutter
Secundo: Petto di Polo, gebackenes Gemüse, Sugo aus Tomaten, Oliven, Pepperoni
Dolce: Panna Cotta mit Frucht

Ist jetzt nicht gerade etwas, was uns Höchstleistung abverlangen würde, aber für sie und ihn – nach dem, was ich bei ihnen gegessen habe – schon ein paar Klassen besser. Und es soll Luft  nach oben geben.

Ich merke, da geht es auch darum, etwas zu beweisen, nicht den beiden gegenüber, sondern den „KollegInnen“, die am Montag bei ihr auf der Matte stehen werden und wissen wollen, ob wir denn wirklich so gut kochen, wie man „halt so hört“ – und die ich nie einladen werde.

FINIS – Peter Weiss: Ästhetik des Widerstands

2018-10-16 20.35.10
Beginn Lektüre für Lesekreis: April 2017
Anzahl gelesene Seiten: 1.199
Dauer Lektüre geschätzt: 60 Stunden
Anzahl Treffen Literaturkreis: 23
Anzahl Stunden Gespräch über Lektüre im Literaturkreis geschätzt: 85
Anzahl Seiten Notizen: 17
Länge Unterstreichungen geschätzt: größer 100 Meter
Derweil getrunkenen Flaschen Weißwein (alle) geschätzt: 25
Derweil getrunkenen Flaschen Bier (alle) geschätzt: 52
Derweil getrunkenes Wasser (alle) geschätzt: mehr als 100 Liter
Derweil verspeiste Pistazien (alle) geschätzt: 5,75 Kilogramm
Derweil verspeistes Studentenfutter (alle) geschätzt: 7,8 Kilogramm
Derweil verspeiste Tomaten (alle): 4
Anzahl der von Teilnehmenden gemachten Kopien für die andren geschätzt: 670
Anzahl der gelesenen Kopien von den Teilnehmendne geschätzt: 35
Höhe des Erkenntnisgewinns: nicht darstellbar.

Noch’n Spleen

Ich esse keine Tomaten. Einfach so.

Na ja, Tomatensalat geht, Tomatensoße auch, auf der Pizza grubbel ich sie auch nicht runter – aber im grünen Salat geht genauso wenig wie auf einem Brötchen. Die Beilagentomate auf dem Teller ist ebenso bäh wie vereinzelte Cherrytomaten in Gemüsen oder so.

Aber damit setze ich mich bloß von meinem Mann ab, der Tomaten über alles liebt und es im Grunde kein Essen ohne Tomaten gibt.

Wenn man mich fragt, warum ich die Tomaten aus dem Essen glaube, antworte ich mit „Tomatenallergie“ – funktioniert hervorragend, es gibt nie eine Nachfrage.

Einfach – gut

Wir kochen ja echt gerne, und auch gerne mal mit allem Schi-schi was es so gibt.

Vom Heimatbesuch von vor zwei, drei Wochen habe ich gut ein Kilo Schwarzwälder Speck mitgebracht (mein Bruder meinte, das gehört sich so – er hat auch gezahlt).

Also gab es heute abend: Schwarzwälder Speck, Radieschen, ein paar Tomaten, einen Rettich und Brot (und für die Perversen unter uns: Butter!). Später noch Schnaps und E. brachte eine Birnen-Tarte noch mit.

Das Essverhalten der vier Gäste lässt auf eine akute Hungersnot schließen.

Herr, wirf Hirn bzw. Inspiration runter

Zur Zeit irgendwie uninspiriert. Liegt das am Fußball? Macht das dann doch schneller blöde als ich dachte? Daher ist die Frage, „Was essen wir heute?“ zu einer gefürchteten geworden, denn schon wieder Pasta?

Heute bin ich beim lamiacucina fündig geworden und mache, leicht abgewandelt, Ricotta-Spinat Crespelle auf Tomatencoulis.

Himmel für Eilige

Schmale breite Nudeln (wenn möglich selber gemacht, heute nicht), ausreichend Olivenöl, ausreichend Knoblauch, ne gute handvoll geteilte Kirschtomaten, ausreichend kleine Schrimps, wahlweise – da scheiden sich dann die Welten – Basilikum (mein Mann) oder Petersilie (glatte, ich) und fertig ist ein kleiner Himmel zum Abendessen.

Qual der Wahl – wie schön!

Wir gehen heute schick essen!

Aber was soll ich nehmen? Kalbs Cordon bleu Special paniert mit getrockneten Oliven, gefüllt mit Serrano Schinken, Mozzarella, Tomaten & Basilikum, serviert an zweifarbigem Kartoffelpüree? Oder doch lieber Gnudi Hausgemachte Ricotta Gnocchi serviert unter geschmolzenen Tomaten und feinen Basilikumstreifen? Aber das hört sich auch nicht schlecht an: Rosa gebratenes Lammnüsschen mit Kartoffel-Lauch-Gratin und Baseler-Dörrbohnen

R. und anderes

Ich bin ja wirklich nicht erst seit vorgestern auf dieser Welt. Und so die ein oder andere Erfahrung habe ich ja auch schon gemacht. Und so ganz auf den Kopf gefallen bin ich dann auch nicht, auch wenn ich sicher kein „Käpsele“* bin. (Boa – seit wie viel Jahrzehnten habe ich den Begriff nicht mehr verwendet?)

Heute hatte mich R. mal wieder eingeladen. Statt auf Salat und Käse auf Tomantesuppe und Käse. Ähh: I c h  e s s e  a u s  P r i n z i p  k e i n e  T o m a t e n  und w a r m e  T o m a t e n gehen GG AA RR  NN II CC HH TT. (Warum ich keine Tomaten aus Prinzip esse, hängt mit meinem Mann zusammen – ne andere Story, ein eigener Blogeitrag, wen(n)’s interessiert.) Und: Die hat geschmeckt, aber echt.

Also: Heute hatte mich R. mal wieder eingeladen. Und ich Naivling dachte: Na, halt einfach so. War aber nicht. Letztendlich gab es ein Haupt- und zwei Nebenthemen. Dass mich die Nebenthemen weit mehr interessierten, wird wohl niemand überraschen:

Hauptthema: Meine (bezahlte) Tätigkeiten im Förderverein für 2015. (Gesprächsdauer: ewig – im vergangenen Jahr hatte das einen finanziellen Ertrag von 700 € erbracht, 2015 wird es zumindest nicht mehr sein, außer ich dopple alle Vorbesprechungen.)

Nebenthema 1: R. hat eine CD-Sammlung in Umfang von gut 12.000 Stück (eher etwas mehr, denn ich weiß nicht, was in den anderen beiden Räumen noch ist, wo aber, nach Aussage von R., noch „ne Menge“ steht) und will sie auflösen – ob ich an klassischer Musik interessiert sei?

Nebenthema 2: e-books. Er hätte gut 300 auf seinem Rechner. So aktuelles. So eher anspruchsvolles. Ob er mir was schicken soll. Ich: Geht doch nicht, wegen Kopierschutz. Er: Aber die schickt mir mein Bruder immer und bei mir funktioniert es. Ich: Dann schick mir mals was zur Probe. Er: Mach ich. — Er hat was geschickt – es ist auf meinem Reader – problemlos.

* Ein Zündplättchen, im Alemannischen Käpsele genannt, ist eine pyrotechnische Munition für kleine Spielzeugpistolen, mit der ein Schussgeräusch erzeugt werden kann. Darüber hinaus ist ein „Käpsele“ auch ein kluger, gewitzter Mensch, immer gut für eine zündende Idee.
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