Durch die Zeit

Tag: Traum

Träume sind …

Derzeit bin ich wirklich froh, dass ich mich an meine Träume nur sehr, sehr wenig erinnere. Die Traumreste der letzten Tage lassen mal locker darauf schließen, dass irgendetwas in mir gerade heftig abgeht. Heute Nacht bin ich bspw. irgendwann aufgewacht und brauchte etwas, um mir bewußt zu werden, dass die Traumtränen eben heftige Tränen aus dem Traum waren und der heftige Todesfall nicht real war. Und wenn ich das richtig beobachtet habe, beschäftigen sich viele Trauminhalte mit der Ursprungsfamilie. Keine Ahnung, was da der Auslöser sein könnte.

Interessanterweise kann ich das derzeit irgendwie gut ‚wegpacken‘, will heißen, beim Aufwachen ’stelle‘ ich mich den wenigen Resten und erinnere mich auch gut den heftigen Traumemotionen, aber es greift mich gerade emotional über den Tag nicht an.

So und so

Die einen wachen so auf, und ich dagegen schreckte heute morgen panisch hoch, weil ich träumte, dass zwei Bomben in der Seitenstraßen hochgegangen seien.

Das erste Mal

Das erste Mal in diesem Jahr dass ich

  1. gleich eingeschlafen bin
  2. durchgeschlafen habe
  3. nicht vor gegebener Zeit aufgewacht bin
  4. und derweil keine Scheiße geträumt habe.

Weiter so!

Definitv für Grundeinkommen!

Monatliche Laberrunde, in die ich ja seit der neuen Supervisorin gerne gehe. In der Eingangsrunde eine Kleinigkeit erwähnt und eigentlich gar kein Interesse daran gehabt, es in der Runde zu besprechen. Und überhaupt, die Welt kann mich gerad mal kreutzweise, aber sowas von!

Die Supervisorin lässt aber nicht locker, will unbedingt wissen, wie ich mit der Situation umgehe, wie belastend es sei, wie ich das aushalte. Und weil das so eine Art Sondergebiet ist muss ich ein paar Fakten vorab aufzeigen. Die Gruppe ist plötzlich wie paralysiert: acht Augenpaar hängen an meinen Lippen und statt das in Kürze abzutun, weil ich der Welt gerade echt kein Wort gönnen will, werde ich eine Stunde lang mit Fragen und Nachragen und Überlegungen überschüttet – eine total überwältigende Aufmerksamkeit. Und erst mit Hilfe der Supervisorin dämmert mir langsam, dass aus all den Fragen, auch den kritischen, nicht nur Respekt und Achtung, sondern wirklichs Anerkennung für die Arbeit auf diesem Sondergebiet spricht. Und als wir zum ‚gemütlichen‘ weihnachtlichen Teil übergehen – bei alkoholfreiem (!) Sekt, drei Fischcremes, einem mehr als mißratenem Zwiebelkuchen und meinen Pizzaschnecken, die ruhig auch besser hätten sein können – sprechen mich zwei noch extra darauf an.

Die Gruppe findet meine Arbeit toll. Der Vorstand vom Verein lässt auch immer durchblicken, wie froh er sei, dass ich mitarbeiten würde. Der Projektleiter weiß ob des Lobes keine Worte mehr. Ein Abteilungsleiter stürmte heute in die Tür, um mit einem „Klasse gemacht die Seite, da sieht man, wer was kann“ sofort wieder rauszustürmen. Das Lehrling meines Mannes war ganz glücklich, als mit ihr ihre Bewerbung durch bin und das ein oder andere sagen konnte , und und und …

Das Doofe daran – und deswegen kann mich die Welt gerade kreutzweise, am und im Arsch lecken, aber sowas von: Diese ganzen Lobs und Anerkennungs und Respektes und Achtungs sind ja schön und gut – aber warum finde ich, wo ich anscheind so doof und unpraktisch dann doch nicht bin, keinen Job? Und warum haben dort, wo ich jetzt noch zwei Wochen arbeite, Typinnen und Typen , die mehr als sich das Schild „Ich-bin-wichtig-ach-was-sehr-wichtig“ umhängen nicht können, einen guten, wenn nicht gar richtig gut bezahlten Job? Ich kenne jetzt mindestens drei dort, die aufgrund ihrer totalen Unfähigkeit – „Äh können Sie mir mal sagen, wie ich das Internet wieder aufbekomme, dass ist plötzlich weg, das war aber noch nie so und gemacht habe ich auch nix“ so der Anruf in der Technikabteilung, als die werte Kollegin ihren Browser geschlossen hatte) – in der freien Wirtschaft nicht einen einzigen Monat überleben würden.

Und zu allem Überfluss hat mir heute Nacht mit meine Exfreundin noch so gekonnt einen runtergeholt, dass ich total abgegangen bin und das Sperma nur so klatschte. Aber: Ich hab dem ganzen total entfremdet zugeschaut und nichts gefühlt, nichts gespürt, nichts erlebt derweil. Selbst auf die seltenen erotischen Träume ist kein Verlaß mehr!

Gefangen.

Mit erotischen oder gar sexuellen Träumen habe ich es ja eigentlich nicht. Manchmal finde ich das sehr schade, wenn andere erzählen, was sie da nachts alles erleben und ausleben. In den letzten Jahren hat sich das ein bißchen geändert, hin und wieder streicht auch dieses Thema durch meine Träume. Ist das jetzt Küchenpsychologie wenn man diese Art von Träume mit „ungelebten Leben“ begründet? (Aber dann hätte ich ein paar Jahre lang aber sowas von … träumen müssen – wohl doch Küchenpsychologie.)

In der Nacht auf heute hatte ich wieder einen. Hat mir aber letztendlich wenig Lust gemacht, denn die Nacht war danach vorbei. Denn auch wenn der junge Kerl nicht nur richtig hübsch und begehrenswert sondern zudem auch gut bestückt war, überwog dieses Scheißgefühl von früher Lust zu verspüren. Dafür herrschte das sich selbst (katholisch-)moralische Niedermachen, dass alles nur Lähmung / Stillstand war. Dieses idiotische, lähmende Gefühl zu wollen und zugleich alle Verbote vor sich aufmarschieren zu lassen, die man je irgendwie mitbekommen hat – und untergründig einfach zu wissen, zu fühlen: Einfach tun wäre jetzt die bessere Lösung!

Das in-sich-gefangen-sein.

Umdrehungen

Vor ein paar Wochen habe ich versucht zu zählen, wie oft ich mich im Bett zwischen 4 und 8 Uhr morgens auf die andere Seite werfe. Seit einziger Zeit scheint das meinem Körper extrem zu gefallen. Damals kam ich auf 24 Umdrehungen – aber das war ja elendig schwer zu zählen, denn ich musste ja wenigstens so wach werden, um denken zu können, dass ich nun zählen müsse und zudem musste ich mich ja an die Zahl davor erinneren. Und weiterhin erschwerend: Es könnte ja alles auch nur geträumt sein.

Aber egal wieviel Umdrehungen es damals waren, in den letzten Nächten habe ich das locker, aber ganz locker getoppt. Jedes Schlaflabor würde mich nach zwei, drei Stunden rauswerfen, denn da würde ja nicht auch nur eine einzige Verkabelung länger als eine Stunde halten.

Wenigstens ist mein Bett so groß, dass ich absolut nicht Gefahr laufe, da mal mich rauszudrehen.

Kampfschläfer

Es gab vor Jahren ein Cartoon. Liegt ein Ehepaar im Bett. Sagt der sehr schmächtige Mann zu der sehr, sehr voluminösen Frau: „Ich kann nicht schlafen!“. Darauf sie: „Soll ich Dich bewußtlos schlagen?“

Mir gehen meine Scheißträume in der Zwischenzeit aber sowas auf den Sack, da gibt es fast schon keine Worte mehr!

„Schlaf, Kindlein schlaf!“

Irgendwie bin ich schon ganz froh, dass es kein Gerät gibt, was Träume aufzeichnen kann. Und ich bin irgendwie auch ganz froh, dass ich nicht in der Lage bin, das quere Zeugs, was sich mir heute wieder träumte, zu schildern. Es ist, müsste ich eine Überschrift wählen, der Kampf mit dem Unlogischem, den ich jetzt schon einige Nächte schweißgebadet ausfechte. Heute war es besonders schlimm. Froh übrigens deswegen, weil man sonst die Vokabel „verrückt“ wohl schon ernsthaft bemühen müsste.

Hochleistung

Gestern lag ich schon um 23 Uhr – also eigentlich schon um 22 Uhr – im Bett. Das ist an sich schon bemerkenswert. Hab‘ auch nur noch recht kurz gelesen und verfiel mit etwas Mühen in einen äußerst unruhigen Schlaf. Irgendwie hatte ich keine Lust auf die Träume, die mein Un(ter)bewußtes mir meinte vorspielen zu müssen, also wachte ich 40 oder 50 mal auf, wälzte mich im Bett auf die anderen Seite, befahl mir einen anderen Traum, um dann in die nächste Episode der Traumstory einzusetzen.

Schwierig zu erklären, aber ich habe Träume, Kinofilmen gleich, die ich immer wieder träume, meist nur mit wenigen Varianten. Und zwei dieser Kinofilme liefen heute Nacht ab – aber die wollte ich einfach nicht sehen. Mir wäre anderes einfach lieber gewesen, etwas mit Musik, notfalls auch was mit nackten hübschen Frauen, aber nicht diesen Scheiß.

Andererseits bin ich sowas von voll von Bewunderung ob der menschlichen Hinrleistung. Da gaukelt mir diese graue Masse Bilder, Gerüche, Erlebnisse vor, die absolut real sind aber in u.a. in Gegenden spielen, in denen ich noch nie war und die ich auch nicht aus dem Fernsehn kenne (und wenn dann so minutenweise). ABer dieses Hirn macht daraus Langspielfilme in Dolby-Sourund mit haptischen Effekten u.s.w. Vorallem die Konsequenz heute, einfach mit der nächsten Szene weiter zu  machen, wobei ich die vorige doch gerade abgebrochen habe … Respekt, Respekt. Langer Kampf bis ein dritter Film begann – aber der war dann echt so, dass ich schließlich freiwillig aufgestanden bin. Als Schüler in Indien hat man nicht so richtig Spaß …

Traum

Wir sehen uns das erste Mal bei einer Kurzvorstellung in einer Gruppe. Und mit dem ersten Blick wissen wir, dass wir bei der ersten Gelegenheit über uns herfallen werden und nicht eher von uns lassen, bis wir auch den letzten Tropfen Sperma abgespritzt haben werden, bis wir in Schweiß und Sperma gebadet erschöpft und verknäult nach Luft schnappen werden. Mit dem Blick wissen wir auch, dass jeder von uns jetzt schon einen Ständer in der Hose hat und es nicht er warten kann, dem anderen die Klamotten vom Leib zu reißen. Dabei ist er nicht gerade mein Typ, ein bißchen tuntig wirkt er schon.

Doch wir treffen uns nicht. Stattdessen muss ich auf einem Campinplatz an einem peinlichem Geburtstag teilnehmen und beginne vor lauter Fremdschämen wieder mit dem Rauchen.

Die gleiche Gruppe trifft sich zum Abschied. Da kommt er im ärmellosen weißen Feinripp-T-Shirt und grauer Flanellhose auf mich zu und meint, auch wenn man keine Gelegenheit gehabt hätte sich kennen zu lernen, würde er mich dennoch gerne umarmen. Er sagt das recht schüchtern und ich sehe ihm an, dass es ihn richtig Überwindung kostet. Seine Stimme ist angenehmer als gedacht.

Wir umarmen uns und in dem Moment weiß ich: Ich bin angekommen. Alles Schwere fällt von mir ab, ich fühle mich aufgehoben, selbst die Geilheit spielt überhaupt keine Rolle mehr, es ist, als würde ich wohlig versinken. Grandioses Gefühl!

[Dann aufgewacht, aber etwas von dem Gefühl bisher in den Tag retten können.]

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