Durch die Zeit

Tag: Z.

Uns geht es gut!

Da ich heute erst vom Bio-Hof gekommen bin und mein Mann gestern und heute viel um die Ohren hatte, war auswärtiges Abendessen geplant. Da ich heute aber vom Bio-Hof Brot und Käse mitgebracht habe, haben wir uns umentschlossen und mal alle Brote und allen Käse auf dem Tisch gepackt. Das Ergebnis:

  • 4 verschiedene Brote (wenn man die Pumpernickeltaler dazurechnet, sind es 5 Sorten)
  • 9 verschiedene Käsesorten

Üblicherweise habe wir eine Sorte Brot und zwar die, die mein Mann backt. Aber von einer Freundin gab es mein Lieblingsbrot und vom Bio-Hof ‚musste‘ ich auch zwei mitnehmen.

Üblicherweise haben wir so zwei, drei Käsesorten im Kühlschrank, aber da wir Sonntag vor dem Theater A. & Z. noch etwas zum Sekt anbieten wollten, hatte ich Käse gekauft und vergessen, dass wir wenige Tage zuvor schonmal … und vom Bio-Hof ‚musste‘ ich …

Ungeteilt.

Ein bisschen böse hört sich es ja schon an, aber heute und gestern gab es so zwei Momente, wo ich es ganz OK fand, dass mein Mann nicht da war. Heute war A. da, gestern saß ich bei A. und  Z. im Garten. Mein Mann musste derweil arbeiten. Mir gab es aber die Gelegenheit, mit dem jeweiligen Gegenüber so reden zu können, was mich interessierte. Kurz gesagt, ich musste die anderen nicht teilen. Und das hat, wie ich finde, eine ganz andere Dynamik. Und ich brauche definitiv mehr davon.

Nun ist es so

Gestern A. und Z. auf Wein  und Käse bei uns. Wir schaffen dass alle 6-8 Wochen. Im Sommer sind wir dann bei ihnen im Garten.

Üblicherweise endet der Abend spätestens um 23 Uhr. Ist einfach so.

Hätte mir gestern auch gelegen – aber, warum auch immer – es dauerte bis kurz nach eins, bis die beiden beschlossen, sich auf den kurzen Heimweg zu machen.

Bei der Verabschiedung war es plötzlich vollkommen klar, dass Z. und ich uns küssen.

Nach wie vor diese bittere Erkenntnis

Für heute Abend hatte ich (nicht billige) Karten für eine Art Musik-Kabarett. Meinem Mann, mit dem ich hinwollte, fiel letzte Woche ein, dass er nicht mit kann, da er eine Sitzung leiten muss. Ersatz war schnell gefunden, die Schwester ist zu Besuch. Die hat sich aber schon seit gestern unter die Decke aufs Sofa vor den Fernseher mit Magendarm verkrochen.

OK, dann eben C. anrufen, der kann ja mit klassischer Musik – der steckte dann aber auf der Autobahn fest. Dann eben A. (der eher zufällig hier ist),  ist zwar nicht sein Thema, aber aufgeschlossen ist er – nun, andere Verabredung.

Und dann trat das ein, was niemand glauben will: Ich wußte einfach nicht, wen ich sonst hätte anrufen können. OK, M. wäre für das Thema zu gewinnen gewesen, aber dann hätte ich mich in Schale werfen müssen (d.h. Anzug und Krawatte) und die Absprachen wären kompliziert gewesen. Die Karten A. und Z. geben – dafür sind sie einfach nicht spontan genug. J. fragen – aber der wäre der Weg zu weit gewesen. L. und U.? L. wäre das zu früh gewesen, weil er noch in der Praxis ist, U. hätte es doof gefunden. Ähnlich bei E. und M.

Und die, die einfach mitgegangen wären, leben halt in Indien oder Braunschweig oder Karlsruhe oder Freiburg und noch ein paar wenige Städte mehr …

Und dann frag ich mich: Stell dir vor, dein Mann verunglückt tödlich im Straßenverkehr. Wen rufst Du an, der dann einfach zu Dir kommt und Dich in den Arm nimmt, ohne aber erst aus Indien oder Braunschweig oder Karlsruhe oder Freiburg und noch ein paar wenige Städte mehr anreisen zu müssen?

In den letzten fünf Jahren habe ich eine einzige Person gefunden, bei der ich das Gefühl habe, ich könnte damit kommen, und sie würde auch ohne Frage alles stehen und liegen lassen und zu mir zu kommen, mich in den Arm zu nehmen und einfach da sein. Aber wenn die in Urlaub ist?

„Die Einsamkeit des Menschen ist unantastbar.“ Das habe ich als Student in depressiver Phase formuliert. Scheint aber nicht falsch zu sein.

 

 

*kuschel* *knuddel* *guut*

Wer hat Nähe nicht gern? Ich schon, aber nicht von jedem / jeder – und vor allem nur dann, wenn ich will / bereit bin. D.h., ich umarme zur Begrüßung / Abschied schon die ein und den andere, klar. Aber ich achte echt extrem drauf, nicht ‚übergriffig‘ zu wirken oder gerade bei Männern nicht den Eindruck zu erwecken, den Umarmten in eine Art schwule Ecke zu ziehen. (Na ja, ‚körperliche Nähe‘ war in meiner Ursprungsfamilie jetzt nicht gerade so das Thema – und ich glaube, das kann man mir (ggf.) auch anmerken.)

Dieser Tage war A. mal wieder da und irgendwann trat er einfach hinter mich, um mir meine Schultern knuddelnd zu massieren bzw. massierend zu knudeln und einfach mal auch ne Hand auf meiner Brust für einen Moment ruhen zu lassen. Was für ein schöner Moment! Man kann die Aktion an sich wohl in Sekunden messen, gefühlt sind es Minuten. Eine Art von Nähe, von Verbundenheit, von Freundschaft die sich mal ohne Worte ausdrückt.

Heute auch schönerweise A. nochmals da. Ich zwar etwas eingeschränkt, aber die Freiheit nicht aufpassen zu müssen, ob man sich mal berührt oder mal sich am anderen anlehnt.

Und am Abend dann noch A. und Z. – und A. findet kein Ende mich bei der Begrüßung und wenige Minuten später nochmals zu umarmen.

Keine Ahnung, wie / warum ich das verdient habe. Aber ich kann es gerade gut annehmen, genießen, mich freuen.

Mirabell

An die Schnapslieferungen per Post könnte man sich ja durchaus gewöhnen – wenn die beiliegende Rechnung nicht wäre.

Aber vier von den sechs Flaschen gehen ja eh an Z. und A. nur die die beiden Flaschen MIrabell bleiben bei uns. Aber ich vermute mal, wir werden noch weitere Bestellpartner finden.

Early 50

Ein Blog über Krebs und andere Geschichten

Alltags.Seele

milieu | konstruktiv | erleben

herschelmann fotografie blog

einige mehr oder weniger tolle ideen um die fotografie

18 Worte.

Mindestens. Aus dem Leben einer Aachenerin am Rhein und auf Reisen.

Frollein Polly und ihr Senf

I'm weird, get over it :]

Erotischer Adventskalender - der Test

Du wolltest schon immer wissen, was die teuren erotischen Adventskalender taugen? Ich habe den Test für dich gemacht ...

Rummelschubsers Blog

Ein Rummelschubser im Kampf vs Glioblastom

Tanne's lyrische Lichtungen

Einsame Insel. Tosende See. Peitschender Wind. Finsterer Nadelwald. Lichtungen. Ewige Stunde null? Willkommen.

Geschichten aus der Großstadt

aus dem Leben eines Singles

stefan mesch

Literature. TV. Journalism.

MARKUS JÄGER #DasguteBuch

Bücher und Begeisterung

Der Feind in mir.

Ein Protokoll, eine Reise zu mir selbst und viele Reisen durch die Welt.