Durch die Zeit

Tag: Zigaretten

Fasten 0/2

[Fasten 1/1]

Die letzte Mahlzeit für die nächsten 5, 6 Tage. Reis mit etwas Tomantensoße. Ist ja der sogenannte ‚Entlastungstag‘, den ich aber so ganz vorbildlich nicht durchgeführt habe.

Heute nochmals im Handbuch geblättert, was denn so auf mich zu kommt, was ich darf und was nicht. Jedenfalls werde ich mir morgens meinen Schwarztee gönnen, wenn auch sehr verdünnt. Die Gemüsebrühe ist gekocht und da man auch noch pro Tag einen halben Teelöffel Honig darf …

Spannend ist einfach, als Student hätte ich nicht für fünf Minuten ein Geschiss drum gemacht, sondern einfach beschlossen: Dann ess ich eben nix. Damals ist es oft vorgekommen, dass mir am Ende des Tages auffiel, dass ich gar nichts gegessen hatte. War echt kein Problem, mir reichten – etwas überspitzt formuliert – Zigaretten, Kaffee und Bücher.

Am meisten gespannt bin ich auf meine Stimmung / Laune. Der Mann ist schon vorgewarnt und meine beiden (kleinen) Zimmer präpariert, so dass ich ihm auch aus dem Weg gehen kann. Und da es ja schön zu werden verspricht, kann ich mich ja auch an der D. tummeln und Fotos machen.

[Fasten 0/1]

*hüstel*

Letzte Woche irgendwann habe ich mir dann doch wieder eine Packung Zigaretten gekauft, weil mir das ständige Schnorren zu anstrengend geworden ist. Als ich mir eine ansteckte, überlegte ich, wie schade es eigentlich ist, dass ich es nicht durchgehalten habe, mit dem nicht-rauchen. Aber dann fiel mir ein, dass ich ja träume – und damit war alles OK.

Jahrestag 1 heute mit ohne Fluppen.

Oh Du ferne

Manchmal vermisse ich sie schon. So als kleine Belohnung, so als kleiner Genußgipfel – die Zigarette. Andererseits, wenn jemand auf der Straße vor mir raucht überhole ich ihn entweder oder gehe andere Wege, kann dieses Gestinke überhaupt nicht vertragen (und verstehe zum ersten Mal, warum Ex-Raucher zu militanten Nicht-Rauchern werden können).

Immerhin gönne ich mir ab und zu eine im Traum – und das sogar ohne schlechtes Gewissen.

Gerade war so ein Moment, nach dem ich mit K. zusammen fünf Stunden geschuftet habe. Aber jetzt gehe ich einfach dafür in die Badewanne, dreckig und verschwitzt genug bin ich ja.

8 Monate, 2 Tage, 16 Stunden

Banal gesagt: 1.000 Euro gespart. Denn das habe ich sonst in der oben genannten Zeit ausgegeben, um zu rauchen.

Zugegeben, mehr als die Hälfte des eingesparten Geldes habe ich in ein Paar Wanderschuhe (69,95 €), einem Buch (261 €) und einem Ipod (259 €) investiert. Jetzt stehen noch die Tagebücher der Concourts aus (250 €) die ich eigentlich morgen schon locker bestellen könnte und dann gibt es nur noch das Fernziel einer „Tangomat“ – aber das wird nach Stand der Dinge erst in 536 Tagen was.

Es hat mich schon überrascht, dass das Aufhören nach 30 Jahren eher unspektakulär verlief. OK, so ganz einfach war es nicht, aber schwer war es dann auch nicht. Das hat mich sehr verwundert, daher bin ich nach wie vor in dieser Hinsicht auf der Hut. Gerade in den letzten zwei, drei Wochen war die Lust auf eine Zigarette enorm hoch. Gestern bei Freunden, die beide rauchen. Irgendwie schon große Lust, aber wenn ich dann den Rauch rieche … äh, nee, muss nicht so unbedingt. Entschlossen ist das noch nicht.

Manchmal träume ich dass ich eine rauche und hab dann im Traum mit mir echt Stress, weil ich doch nicht mehr rauche …wenn man das besser beinflussen könnte! Nachts, im Schlaf, im Traum die ein oder andere Zigarette in aller Ruhe, mit allem Genuß … da wäre ich sofort dabei.

100!

Am Anfang habe ich so alle 10 bis 15 Minuten geschaut, wie viel Zeit seit der letzten Zigarette vergangen ist. Dann war es nur noch jede Stunde, schließlich jeden Tag. Jetzt schaue ich sehr unregelmäßig auf die kleine App, die mir sagt, wie lange ich nicht mehr rauche. 100 Tage sind es also nun, ich hab‘ unglaubliche 7 kg zugenommen und bin nun „hässlich, wie ein Bär“ (Shakespeare). OK, schätzungsweise rieche ich dafür etwas besser und meinen Hausarzt würde es auch freuen, wüsste er davon.

Ansonsten bin ich halt eine Sucht los, muss nicht dauernd planen, wann ich wo die nächste rauchen kann, wann ich das nächsten Päckchen Tabak kaufen muss etc. Ist schon stressfreier – aber irgendwie ‚gesünder‘ fühle ich mich nicht. Vernunftentscheidung eben, die werden selten mit irgendwelchen Glücksgefühlen begleitet.

Und manchmal vermiss ich sie schon, die gute alte Zigarette – aber wenn ich 80 bin, dann darf ich wieder.

ZT

Streng genommen müsste ich noch 15 Tage warten. Aber da ich über P. Prozente bekomme und ich einfach mal irgendwas zum Freuen brauche, habe ich heute beschlossen, mir meine Rauchen-Aufhör-Belohnung jetzt zu bestellen, nämlich ein Buch. Gut 1.500 Seiten, 1.6 Kilogramm oder so schwer, Sonderformat. Es gehört zu den Büchern der Literaturgeschichte, von denen man schon mal was gehört hat, aber niemand kennt, der es gelesen hat. Zu diesen Brocken zähle ich u.a. den „Ulysses“ von James Joyce („zu schwer“) oder „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust („zu lang“ – na ja, etwas mehr als 3.000 Seiten). Aber da ich die beiden hinter mir habe (jeweils zwei Mal, wenn ich angegeben darf) gibt es jetzt eben „Zettel’s Traum“ von Arno Schmidt – die letzte deutschsprachige Herausforderung.

Jetzt muss P. nur noch ihre SMS checken, dann ihre Mails und dann es bestellen können. Prozente tun da richtig gut, denn für ZT hat man 348 Euro auf die Theke zu legen.

(Und jetzt kann ja jede/r ausrechnen, wie viel ich früher geraucht habe.)

50 Tage …

… ohne Zigaretten!

Un weiterhin dabei, die nächste nicht zu rauchen.

Dennoch

D. machte mich gestern darauf aufmerksam, dass mit meiner Berechnung einfach etwas nicht stimmen kann. 80 Zigaretten aus einem Päckchen Tabak das ginge eigentlich nicht. Hat er eigentlich recht. So um die 50 kann man daraus basteln. Jetzt stimmen auch die anderen Berechnungen wieder und ein leises aufatmen, dass es doch etwas länger dauert, 1.000 Zigaretten nicht geraucht zu haben. Dennoch: viel bleibt viel.

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